Jeff Strand - Benjamins Parasit  (Voodoo Press)

Jeff Strand – Benjamins Parasit (Voodoo Press)

benjamins_parasiteZu jedem Zeitpunkt beherbergt der menschliche Körper Millionen von Parasiten. Dies ist die Geschichte von nur einem von ihnen. Einem wirklich, wirklich widerlichen.

Benjamin Wilson hatte einen lausigen Monat, und das sogar noch vor seinen Magenschmerzen. Er wird bald 40. Einer seiner Schüler war erschossen worden, während er mit einem Fleischerbeil Amok lief. Und kurz nach dessen Beerdigung fühlte sich Benjamin nicht so wohl …

Es verändert sich alles. Sein Körper wird auf eine unangenehme Weise beeinträchtigt. Sein Charakter entwickelt ein paar »Marotten«. Aber die größte Veränderung besteht darin, dass ein Haufen böser und/oder psychisch gestörter Leute versucht ihn umzubringen, um an den Parasiten zu gelangen. Seine einzige Hoffnung ist Julie, eine hinreißende Kopfgeldjägerin, die das Beste für ihn will – oder vielleicht auch nicht. Und die fähig genug ist, ihm irgendwie zu helfen – oder vielleicht auch nicht.

Jeff Strand, Autor von The Sinister Mr. Corpse, Gleefully Macabre Tales und Pressure, liefert sein bislang abscheulichstes Abenteuer ab – einen völlig durchgeknallten Mix aus grauenvollem Body Horror und einer verrückten Road Trip-Komödie.

Benjamins Parasit. Dir werden sich vor Lachen die Eingeweide umdrehen.

Meinung zum Buch:

Jeff Strand, geboren 1970 in Baltimore, schreibt seit seiner Studienzeit Theaterstücke und Drehbücher. Seit Mitte der 90er Jahre spezialisierte er sich auf Romane, hier vorwiegend auf die Bereiche der Phantastik und des Thrillers. Sein Markenzeichen ist sein ungewöhnlicher, teils bitterböser Humor. Jedoch fand er keinen Verleger, der sein Werk veröffentlichen wollte, so dass er auf den damals noch jungen Zweig des eBooks stieß und sich in dieser Nische eine große Fangemeinde schuf. Da er eine große Anzahl an fertigen Manuskripten vorliegen hatte, konnte er dort in kürzester Zeit eine Menge Bücher veröffentlichen, die ihm eine treue Leserschaft und eine Nominierung für den „Bram Stoker Award“ einbrachte. Er lebt und schreibt mit seiner Frau zusammen in Tampa, Florida.

Jeff Strand

Jeff Strand

Hier vorliegend haben wir seinen 2009 verfassten Roman Benjamins Parasit, der bei Voodoo Press (275 Seiten, €12,95) erschienen ist.
Was Jeff Strandhier mit seinem Roman präsentiert, ist zur besseren Kategorisierung dem Bereich „Horror“ zugeordnet, das trifft es jedoch nicht ansatzweise. Denn eines der Merkmale, die den Autor auszeichnen, ist sein Talent, sich in keine Schublade stecken zu lassen. Schon in seinen „Andrew Mayhem“-Romanen mischt er gekonnt die Thriller- mit Horror-Elementen und reichert diese mit seinem teils herrlich absurden Humor an. So weiß man als Leser nie genau, was als nächstes geschehen wird, was wiederum den Reiz seiner Romane ausmacht.
Bei Benjamins Parasit verhält es sich ähnlich… für einen klassischen Horror-Roman verzichtet Strand zu sehr auf die Gruselkomponente, sondern serviert eher einen temporeichen Road-Trip des Protagonisten durch Kalifornien, verfolgt von skrupellosen Killern und immer deutlicher unter dem Einfluss des ihn beherrschenden Parasiten.

Jeff Strand zeigt hier das, was er am Besten kann: den Leser gnadenlos zu unterhalten, ohne sich dabei um Anspruch oder Geschmacksgrenzen zu kümmern. Was einem hier an haarsträubenden Dialogen seiner meist ziemlich unterbelichteten Nebendarsteller geboten wird, ist schier irrwitzig und häufig extrem witzig. Dialoge, die absurd geführt im Nichts enden und ekelige Situationen, die mit Hang zum schwarzen Humor ausgiebig zelebriert werden. Man muss schon einen entsprechenden Humor haben, um sich bei der Lektüre gut unterhalten zu fühlen, zartbesaitete sollen entsprechend die Finger von diesem Buch lassen. Allen Anderen kann ich Benjamins Parasit dringend empfehlen!

Christian Funke-Smolka