Mike Mignola’s Hellboy - Medusas Rache  (Golkonda)

Mike Mignola’s Hellboy – Medusas Rache (Golkonda)

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Herausgegeben von Christopher Golden
Illustriert von Mike Mignola

Mike Mignola

Mike Mignola

1994 erblickte Hellboyzum ersten Mal das Licht einer Comicseite und entwickelte sich in den nächsten Jahren zu einem phänomenalen Erfolg, der 2004 und 2008 mit den Kinofilmen von Starregisseur Guillermo del Toro seinen vorläufigen Höhepunkt erreichte. Im Dezember 1999 wiederum erschien der erste von inzwischen drei Sammelbänden mit Hellboy-Geschichten, die bisher nur auf Englisch erhältlich sind. Dem wollen wir nun abhelfen, denn ob im Comic, auf der Leinwand oder in Form des gedruckten Wortes − niemand erlebt so faszinierende, so unheimliche, so abgefahrene Abenteuer wie Hellboy!
Einige der besten Phantastik-Autoren der angloamerikanischen Szene haben zur Feder gegriffen, um dem roten Riesen die Ehre zu erweisen. Jede Erzählung ist mit einer ganzseitigen Illustration von Hellboy-Schöpfer Mike Mignola versehen − ein Augenschmaus für Kenner und ein Muss für jeden Sammler.

Christopher Golden, Jahrgang 1967, ist der Autor zahlreicher, vor allem phantastischer Romane. Er unternimmt immer wieder Ausflüge in die Welten anderer Schöpfer, und so hat er u.a. Bücher zu „Buffy“, „Battlestar Galactica“ und den „X-Men“ verfasst. Hellboy-Fans sei vor allem der wunderschön ausgestattete Band „Baltimore“ ans Herz gelegt, den Mike Mignola illustriert hat.
Mike Mignola, Jahrgang 1960, ist einer der ganz großen Stars der US-amerikanischen Comicszene. Neben seinem Welterfolg Hellboy arbeitete er auch an Filmen wie „Bram Stoker‘ Dracula“ und „Atlantis − Das Geheimnis der verlorenen Stadt“ mit. Alan Moore hat Mignolas Stil als „eine Mischung aus deutschem Expressionismus und Jack Kirby“ bezeichnet. Im deutschsprachigen Raum erscheint sein Comic-Werk bei Cross Cult.

Meinung zum Buch:

Medusas Rache ist für Fans des sympathischen roten Teufels schon ein kleines Fest! Kombiniert Herausgeber Christopher Golden hier doch genau das, was ein gutes Hellboy-Buch ausmacht: innovative und hervorragende Schriftsteller schreiben Geschichten, die vom Hellboy-Schöpfer Mignola illustriert werden. 1999 bei „Dark Horse Comics“ erschienen, liegt es hier nun erstmals in deutscher Übersetzung beim Liebhaber-Verlag Golkonda (300 Seiten, €16,90) in augenschmeichelnder Aufmachung vor.
Eine softe Klappbroschur, sehr hochwertiges Papier, die vierzehn Geschichten unterbrochen von den schwarz-weißen Skizzen und Zeichnungen Mignolas. So unterschiedlich die Autoren, so abwechslungsreich sind dabei auch die Kurzgeschichten und so kurzweilig das Lesevergnügen!

Christopher Golden

Christopher Golden

Autoren wir Greg Rucka, Philip Nutman, Poppy Z. Brite, Max Allen Collins oder Brian Hodge, um nur einige exemplarisch zu nennen, zeigen ihre Sicht auf den Hellboy und geben ihm durch die unterschiedlichen Ansätze eine tiefgehende und vielschichtige Persönlichkeit. Schön ist es dabei, dass die gesamte emotionale Bandbreite abgedeckt wird. Man erlebt spannende, anrührende, humorvolle und gruselige Momente, die genau DAS spiegeln, was die Comics so interessant macht, nämlich ihr Spiel mit den Personen und die Berücksichtigung einer komplexen Charakterisierung im Rahmen einer guten Geschichte.

Man merkt, dass einige der Autoren auch im Comic-Sektor heimisch sind, denn die Geschichten werden teils sehr bildhaft und plastisch beschrieben, so dass man als Leser seinen eigenen Bilderreigen ablaufen lassen kann.
Ich war sowohl als Fan einiger der vertretenen Autoren als auch der Hellboy-Reihe sehr begeistert und habe die einzelnen Geschichten verschlungen. Nun hoffe ich, dass die zwei weiteren Hellboy – Anthologien in einer vergleichbar tollen Aufmachung zeitnah folgen werden.

Verlags-Seite

Christian Funke-Smolka