Sam Eastland - Der rote Sarg (Knaur)

Sam Eastland – Der rote Sarg (Knaur)

5152pIdWtbLMoskau 1939: Oberst Nagorski ist unter mysteriösen Umständen ums Leben gekommen. Der Ingenieur war für Stalins wichtigstes Projekt verantwortlich – den neuen, hochgeheimen Panzer T-34, von Spöttern auch »der rote Sarg« genannt. Der Diktator glaubt an Sabotage und vermutet, dass die »Weiße Gilde« Nagorski ermordet hat. Sonderermittler Pekkala erhält den Auftrag, die Verschwörer aufzuspüren – eine lebensgefährliche Mission. Denn niemand weiß, ob es die Gruppe überhaupt gibt.

Sam Eastland ist das Pseudonym des amerikanischen Schriftstellers Paul Watkins, geboren 1964, der sich auch mit literarischen Werken einen Namen gemacht hat. Seinen ersten Roman veröffentlichte er im Alter von sechzehn Jahren. Mit seiner Familie lebt er in Hightstown, New Jersey.

Meinung zum Buch:

Paul Watkins ist ein amerikanischer Autor, der zahlreiche Bücher veröffentlichte, ehe er sich unter dem Pseudonym Sam Eastland im Jahr 2010 mit Roter Zar (auch bei Knaur erschienen) einem für ihn neuem Genre, dem historischen Thriller, widmete.
Sein Roman um den Sonderermittler Pekkala erwies sich als so erfolgreich, dass der Autor beschloss, daraus eine Thriller-Reihe zu gestalten, die es mittlerweile auf vier Romane gebracht hat.

Hier vorliegend erscheint nun in der deutschen Übersetzung der zweite Teil namens Der rote Sarg (Knaur,368 Seiten) welcher zehn Jahre nach den Ereignissen des ersten Teils spielt. Pekkala, von allen das „Smaragdauge“ genannt, soll eine Verräter-Gruppe subversiver Zaristen ausfindig machen, die offensichtlich alles daran setzt, das gegnerische Deutschland zu einer vorzeitigen Invasion herauszufordern, ehe der russische Super-Panzer einsatzbereit ist. Ausgestattet mit einem „Schattenpass“, der ihm weitreichende Rechte einräumt, macht sich der Sonderermittler auf, den Mordfall aufzuklären und die Verräter zu identifizieren. Doch die Ermittlungen führen ihn immer tiefer in die unterschiedlichsten, teils korrupten aber immer sehr gefährlichen Kreise…

 Sam Eastland

Sam Eastland

Der rote Sarg bedient sich erneut der Stärke des ersten Bandes, denn die virtuose Vermischung von historisch belegten Tatsachen und fiktionalen Thriller-Elementen führt zu einem hochspannenden Ergebnis, welches zudem sehr gut geschrieben und äußerst atmosphärisch inszeniert wurde. Als Leser erfährt man deutlich mehr über seine Hauptfigur und ihren Partner Major Kirov, was den Charakteren eindeutig mehr Tiefe und der Geschichte mehr Dynamik verleiht. Großartige, faszinierende und überaus spannende Unterhaltung, die ich jedem Freund historischer Thriller empfehlen kann!

Christian Funke-Smolka