UnWörterbuch Behördisch - Fröhlich durch den Behördendschungel  (Langenscheidt)

UnWörterbuch Behördisch – Fröhlich durch den Behördendschungel (Langenscheidt)

71UpzFOCWlL._SL1500_Endlich mit Amtspersonen auf Augenhöhe sprechen, Behördenbriefe perfekt dechiffrieren, Verwaltungsbegriffe locker verstehen und sich nie wieder von Beamtendeutsch verunsichern lassen.

Langenscheidt bereitet jetzt endlich dem Rätselraten bei kuriosen Begriffen im Amtsdeutsch ein Ende. Mit humorvollem Augenzwinkern klärt das etwas andere Unwörterbuch „Behördisch“ auf und lüftet den Schleier um sprachliche Fundstücke und Perlen aus Ämtern und Behörden.
Wer kann schon Begriffe verstehen wie Amtsempfangsbedürftigkeit, Besitzdiener, Dezemberfieber, Enterdigung, Gitterzulage, Innergemeinschaftliche Verbringung, Interventionsrindfleisch, Leibesfruchtpfleger, letale Vergrämung, Nämlichkeit, Personenvereinzelungsanlage, Sozialabstand, Überfallsrecht, unständig Beschäftigte, Verböserung, Vibrationskonto, Zebragesellschaft oder unlösbare Kürzel wie M.d.W.d.G.b. und RkReÜAÜG oder merkwürdige Bestimmungen wie die 6+5-Regel oder Mammutbegriffe wie Grundstücksverkehrsgenehmigungszuständigkeitsübertragungsverordnung? Wohl niemand!

Aber das ist jetzt kein Problem mehr! Der Ratgeber „Behördisch“ übersetzt verständlich und mit humorvollem Augenzwinkern eine Auswahl skurriler und sperriger Begriffe im Amts- und Verwaltungsdeutsch, und die lustigen Illustrationen amüsieren ebenso wie die Worterklärungen. Auch ein perfektes Geschenk für alle, die auf einem Amt arbeiten und mit dem Buch bessere Hilfestellung geben können.

Meinung zum Buch:

Jeder kennt die Bücher des Familienunternehmens Langenscheidt. Seit 1856 widmen sie sich der Vermittlung von Sprache, seit 1956 unter dem markanten und allseits bekannten Logo des großen blauen „L“ auf gelbem Grund. Als Wörterbuch-Verlag Nr. 1 und Marktführer im Buchhandel für den Bereich Sprachen widmet sich Langenscheidt auch den fremdartigsten und exotischsten Sprachen, wie in der hier vorliegenden Veröffentlichung, welches sich mit der wohl am schwierigsten zu vermittelnden Sprache auseinandersetzt, dem „Behördisch“.

Mit lustigen Cartoons aufgelockert bietet das Unwörterbuch „Behördisch“ einen informativen Blick auf die Sprache des Behördendeutsch. Da die dortigen Begriffe jedoch allesamt existieren und in bestimmten Kreisen sogar Verwendung finden, ist das Buch weniger als Comedy zu betrachten denn als unterhaltsame Realsatire! Eigentliches Ziel der Schaffung dieser teils unfreiwillig komischen Sprachform war das bestreben, in unzweideutiger und klarer Sprache Verordnungen und Bescheide zu verfassen. Davon haben sich so manche Auswüchse dieser Sprache jedoch mittlerweile meilenweit entfernt, wie beispielhaft Begriffe wie „Baumansprache“ (Begutachtung eines zu fällenden Baumes) oder „Verböserung“ (ein Verwaltungsakt, der zum Nachteil dessen geändert werden kann, der einen Einspruch eingelegt hat) deutlich zeigen. Das Unwörterbuch „Behördisch“ widmet sich ausgiebig und auf humorvolle Weise all diesen sprachlichen Auswüchsen und erklärt sie dem Unkundigen anschaulich.

Das Unwörterbuch „Behördisch“ erscheint bei Langenscheidt (128 Seiten, € 5,99) als kleines, im typischen Langenscheidt-Layout gestaltetes Büchlein, welches in diesem Format praktisch in jede Tasche passt und so auch unterwegs als gutes Nachschlagewerk so wie der unterhaltsamen Lektüre dient.

Christian Funke-Smolka