“7 Tage in Entebbe” (e One Germany) +++Rezension & Gewinnspiel+++

“7 Tage in Entebbe” (e One Germany) +++Rezension & Gewinnspiel+++

1976 – Die Entführung eines Passagierflugzeugs durch eine Gruppe palästinensischer und deutscher Terroristen führt zu einer der riskantesten Rettungsmissionen, die je durchgeführt wurde. Als die Air France Maschine 139 zu einem verlassenen Terminal am Flughafen Entebbe in Uganda umgeleitet wird, werden die verängstigten Passagiere zu Spielfiguren in einer tödlichen politischen Konfrontation. Während die Aussicht auf eine diplomatische Lösung schwindet, entwickelt eine Truppe von Elitesoldaten einen furchtlosen Plan, um die Geiseln zu retten, bevor das Ultimatum abläuft.

7 Tage in Entebbe zeigt in eindrucksvollen Bildern die auf wahren Begebenheiten beruhenden Geschehnisse der Entführung eines Passagierflugzeugs im Jahr 1976. Auf dem Weg von Tel Aviv nach Paris stürmen vier schwer bewaffnete Terroristen das Cockpit und zwingen die Piloten zur Landung auf dem Flughafen von Entebbe, Uganda. Das Ziel: ein Lösegeld von fünf Millionen Dollar und – wichtiger noch – die Entlassung von 53 Freiheitskämpfern die sich weltweit in Gefangenschaft befinden. Im Hintergrund brodeln die Konflikte: Wird mit den Terroristen verhandelt oder wird es eine militärische Lösung des Problems geben? Die Uhr tickt, denn die Nerven von Terroristen und Geiseln liegen blank und die Situation droht jede Minute zu eskalieren…

Mit 7 Tage in Entebbe inszeniert Regisseur José Padilha („Robocop“, „Tropa de Elite“, „Narcos“) – ausgezeichnet mit dem Goldenen Bären 2008 für „Tropa de Elite“ – einen packenden und atemberaubenden Politthriller mit internationaler Starbesetzung. Beruhend auf umfangreichen Recherchen und Gesprächen mit Zeitzeugen berührt dieses Stück Zeitgeschichte bis heute und hat nichts von seiner Relevanz verloren. 7 Tage in Entebbe feierte seine umjubelte Weltpremiere auf der 68. Berlinale und wurde mit dem Prädikat „Besonders wertvoll“ ausgezeichnet.

In den Hauptrollen laufen Daniel Brühl (Golden Globe®-Nominierung für „Rush – Alles für den Sieg“, „Colonia Dignidad – Es gibt kein Zurück“) als Wilfried Böse und Rosamund Pike (Oscar®-Nominierung für „Gone Girl – Das perfekte Opfer“, „Feinde – Hostiles“) als Brigitte Kuhlmann zur Hochform auf. In weiteren Rollen überzeugen u.a. Eddie Marsan („Deadpool 2“, „Ray Donovan“, „Atomic Blonde“) als Verteidigungsminister Shimon Peres, Lior Ashkenazi („Norman“) als der damalige israelische Premierminister Yitzhak Rabin, Denis Ménochet („Maria Magdalena“, „Assassin‘s Creed“) als Flugzeugingenieur der Passagiermaschine Jacques Lemoine und Ben Schnetzer („Pride“) als israelischer Soldat Zeev Hirsch.

© eOne Germany

Meinung zur Veröffentlichung:

Im Jahr 1947 erkannten die vereinten Nationen Israel als eigenen Staat an. Die Palästinenser riefen den Kampf um den Rückerhalt ihres Landes aus. Diesem Aufruf schlossen sich Linksrevolutionäre aus der ganzen Welt an. Gemeinsam führten sie Anschläge auf die israelische Zivilbevölkerung aus. Sie bezeichneten sich als Freiheitskämpfer, die Israelis jedoch nannten sie Terroristen!

Am Vormittag des 27. Juni 1976 entführten Terroristen der Gruppe „Volksfront zur Befreiung Palästinas – Auswärtige Operationen“ einen Flug der Air France, der von Tel Aviv über Athen nach Paris fliegen sollte. An Bord befanden sich 12 Besatzungsmitglieder und 258 Fluggäste. Mit der Flugzeugentführung sollte die Freilassung von insgesamt 53 Inhaftierten, unter ihnen zahlreiche RAF-Mitglieder, aus Gefängnissen in Israel, Frankreich, der Bundesrepublik Deutschland und der Schweiz erpresst werden. Der Flug wird nach Entebbe, Uganda umgeleitet, wo sie von dem Präsidenten und Diktator Idi Amin persönlich empfangen werden. Gleichzeitig plant der israelische Geheimdienst mit seinen Spezialeinsatztruppen eine Befreiungsaktion…

Die „Operation Entebbe“, so der Name für die militärische Befreiungsaktion, ist eine meiner frühsten Erinnerungen. Dies lag daran, dass ein Arbeitskollege meines Vaters damals in der entführten Maschine saß und wir entsprechend permanent die Nachrichten im Radio und TV verfolgten, um den Verlauf der siebentägigen Entführung zu verfolgen. Ich jedoch, gerade mal 5 Jahre alt, verstand natürlich nichts von den politischen Hintergründen, jedoch der persönliche Berührungspunkt, da der Arbeitskollege und Freund ein häufig gesehener Gast bei uns war, brannte sich mir in Erinnerung. Entsprechend gespannt war ich jetzt, da mir der Verlauf der Entführung zwar in groben Zügen bekannt war, ich jedoch nur wenig Hintergrundwissen besaß, wie sich der Film diesem Ereignis und der nach wie vor kontroversen politischen Hintergrundthematik nähert.

Basierend auf dem Drehbuch von Gregory Burke (’71: Hinter feindlichen Linien) präsentiert der brasilianische Regisseur José Padilha einen inhaltlich erstaunlich ausgewogenen Film, der sich der Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven annähert. So ist man als Zuschauer in der Position, sowohl die Sichtweise der Entführer und ihrer Opfer, als auch der Politiker und der Befreiungstruppe zu erleben und sich ein umfassendes Bild zu machen. Das Drehbuch orientiert sich dabei erstaunlich nahe an den Fakten, hat sich jedoch der Dramaturgie willen ein paar kleine Freiheiten erlaubt. Darstellerisch auf hohem Niveau, erleben wir eine sehr bodenständige Inszenierung, die sich einiger Archivaufnahmen und einiger Metaphern bedient. Im Gesamteindruck haben wir einen Polit-Thriller, der inhaltlich, darstellerisch und inszenatorisch überzeugt und einen anregt, sich intensiver mit der Thematik auseinanderzusetzen. Und alleine damit hat man als Filmemacher meiner Meinung nach schon viel erreicht.

 

 

7 Tage in Entebbe (Originaltitel: 7 Days in Entebbe, USA, Großbritannien 2018) erscheint bei eOne Germany auf DVD, Blu-ray und Digital. Mir stand die Blu-ray zur Ansicht zur Verfügung, die qualitativ in Bild (2,39:1/16:9) und Ton (Deutsch & Englisch: dts-HD Master Audio 5.1) überzeugen konnte. Im Bonusbereich gab es zudem zwei entfernte Szenen und ein siebenminütiges „Hinter-den-Kulissen“-Featurette.

Mit 7 Tage in Entebbe wagt Regisseur José Padilha einen Polit-Thriller, dem es dank der guten Darsteller, einer ausgewogenen Darstellung und einer klugen Inszenierung gelingt, einen immer noch aktuellen Konflikt am Beispiel eines terroristischen Aktes darzustellen und damit zum Nachdenken anzuregen. Ein sehenswerter Film, der im Heimkino hoffentlich die Aufmerksamkeit erfährt, die er verdient.

Gewinnspiel:

Ich freue mich, zum Heimkinostart von „7 Tage in Entebbe“

1 x die DVD
1 x die Blu-ray

verlosen zu können.

Frage:
Was ist euer liebster Daniel Brühl – Film?

Wer mir bis zum 21. September 2018 eine Mail mit dem Betreff „7 Tage in Entebbe“ (plus der Anschrift & der Antwort) an:

christian@wewantmedia.de

schickt, das Gewinnspiel freiwillig auf Facebook mit jemandem teilt, dem das auch gefallen könnte und mir, wer mag, noch ein “gefällt mir” auf meiner Facebook – Seite (https://www.facebook.com/wewantmedia) gibt, nimmt an der Verlosung teil!

Bestimmt durch die Reihenfolge der Teilnahme bekommt jeder Teilnehmer eine Nummer zugeordnet, über den oder die Gewinner/in entscheidet ganz unparteiisch und unbestechlich Random.org.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, der/die Gewinner/in wird zeitnah benachrichtigt und unter diesem Post genannt.

Christian Funke