A Lonely Place to Die

A Lonely Place to Die

Es passiert mir als filmbegeisterter und vielsehender Zuschauer leider immer seltener, dass mich ein Film überrascht. Immer öfter ertappe ich mich dabei, sobald der Film anläuft, nebenbei noch Mails zu beantworten, oder andere Dinge zu tun. A Lonely Place to Die von Regisseur Julien Gilbey (Rise of the Footsoldier) jedoch, den ich kürzlich auf maxdome gesehen habe, zog mich vonHeader der ersten Minute an direkt in seinen Bann. Die perfekte Kulisse des schottischen Hochgebirges ist alleine aus ästhetischer Sicht ein Hingucker, die Hauptdarstellerin Melissa George (Triangle, 30 Days of Night, Turistas) ebenfalls. Aber das war nicht der ausschlaggebende Punkt, vielmehr die Symbiose von einer fesselnden Kameraführung, einer packenden Bildgestaltung und der Dynamik, die ungefiltert auf den Zuschauer übertragen wurde.

Wir beobachten eine Gruppe Bergsteiger, die sich, lächerlich klein wirkend an dieser imposanten und atemberaubenden Gebirgskette, zu der Musik von Sophie Ramsay hocharbeiten. Alleine dieser Einstieg ist so packend und intensiv, dass man als Zuschauer nicht anders kann, als dem Geschehen zu folgen. Als man am nach der Bergtour eine Rast im Bergwald macht, hört die Gruppe plötzlich komische Geräusche. Als man der Ursache auf den Grund geht, findet man ein kleines Mädchen, welches in einer vergrabenen Kiste gefangengehalten wird. Man beschließt, das Mädchen zu retten, und nimmt sie mit. Jedoch lockt man mit dieser Aktion die Entführer auf die eigene Spur, die nun ihre Geisel, und damit den Weg zu schnell verdienten Geld, schwinden sehen.

An dieser Stelle mehr zu verraten wäre eine Schande, würde es doch einen Großteil der Spannung nehmen. Ich kann nur so viel sagen: waren die ersten 1Szene5-20 Minuten zwar filmisch ruhige gehalten, aber trotzdem schon unglaublich intensiv, ist das, was nun folgt ein filmisches Inferno! Selten hat mich ein Film so gefesselt und in die Geschichte gezogen, wie es A Lonely Place to Die macht. Der Film strotzt vor Spannung, interessanten Wendungen und gelungenen Figuren, dass es eine wahre Freude ist!

Darsteller wie die eingangs erwähnte Melissa George, Karel Roden (Hellboy), Sean Harris (Harry Brown) oder Ed Speleers (Eragon) prägen den Film mit ihrem charismatischen und durchweg überzeugenden Schauspiel, da ganz große Plus aber ist Julien Gilbey, der für Regie, Schnitt und Drehbuch verantwortlich war (zusammen mit seinem Bruder Will Gilbey), der eine hochspannende Geschichte in einer beeindruckenden Kulisse perfekt einzufangen weiß.

A Lonely Place to Die ist für mich eines der Filmhighlights im Thrillergenre, und setzt die Messlatte für nachfolgende Genrebeiträge extrem hoch.
Wer einen Film sehen möchte, der eine intelligente, glaubwürdige und extrem böse Geschichte realistisch und packend erzählt, der kommt an A Lonely Place to Die nicht vorbei!

 

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