Alex Cross  (Ascot Elite)

Alex Cross (Ascot Elite)

DEM BÖSEN AUF DER SPUR

Auf den Straßen Detroits macht ein Psychopath brutale Jagd auf einen Polizeibeamten.

alex1Die Verfilmung der Bestsellerreihe von James Patterson kommt nach großem Kinostart in den USA nun auch nach Deutschland. ASCOT ELITE bringt den US-Blockbuster ALEX CROSS ab dem 11. Februar 2013 auf DVD und Bluray Disc in den Verleih. Ab 26. Februar 2013 startet der packende Actionthriller im Verkauf.

Schießereien, Verfolgungsjagden und ein kranker Psychopath im Wahn – ALEX CROSS ist ein finsterer Cop-Film, der den Adrenalinspiegel des Zuschauers in die Höhe schießen lässt. Der neue Thriller von Regisseur Rob Cohen (THE FAST AND THE FURIOUS) startete im vergangenen Jahr mit über 2.500 Kopien in den US-Kinos. Der Film ist die mittlerweile dritte Kinoadaption der erfolgreichen Krimireihe von Autor James Patterson mit dem smarten Profiler als Titelfigur. Patterson war bei diesem Projekt erstmalig auch als ausführender Produzent beteiligt. Schauspieler und Erfolgsproduzent Tyler Perry (PRECIOUS, STAR TREK) ist in der Rolle des Alex Cross zu sehen. Sein Gegenspieler wird von Matthew Fox verkörpert. Die Figur des Soziopathen Michael „Picasso“ Sullivan verlangte seinem Darsteller im Vorfeld so einiges ab. Fox durchlebte eine außergewöhnliche physische Transformation. Er trainierte seinen Körper auf ein Minimum seines eigenen Gewichtes – wodurch er kaum wiederzuerkennen ist. Fox erinnert nur nochschemenhaft an den Charakter Jack Shepard aus der Hit-Serie LOST. In weiteren Rollen glänzen Jean Reno (LEON – DER PROFI), John C. McGinley (SCRUBS) und Edward Burns (LIEBE BRAUCHT KEINE FERIEN).

Die Mordermittler des Detroit Police Departments trauen ihren Augen nicht. Drei tote Leibwächter und eine zu Tode gefolterte Konzern-Managerin – und alle Spuren weisen darauf hin, dass nur ein einzelner Mann für diese Bluttat verantwortlich ist. „Picasso“, wie der Killer wegen der am Tatort hinterlassenen Zeichnung genannt wird, ist ein kranker, sadistischer Soziopath. Er hat einen Auftraggeber und ein Ziel, das er mit diesem Mord noch nicht erreicht hat. Polizeipsychologe und Lieutenant Alex Cross und seine Kollegen hängen sich wie Bluthunde an die Spur des Killers. Doch dann macht Cross einen falschen Zug und rückt sich damit selbst ins Visier des Psychopathen. Ein Fehler, den er für den Rest seines Lebens bitter bereuen wird …

Meinung zum Film:

Mit Alex Cross präsentiert sich der dritte filmische Ableger der sehr umfangreichen Thriller-Reihe aus der Feder von James Patterson. Nach Morgan Freeman besetzte man für ein Reboot der Film-Reihe die Rolle des Ermittlers mit demtyler-perry-alex-cross eigentlich auf andere Genres festgelegten Mimen Tyler Perry, der seine Rolle auch direkt wesentlich körperbetonter darstellt.
Auch Regisseur Rob Cohen ist eher in anderen Genres angesiedelt, so dass man, trotz der engen Beteiligung des Autors, auf eine interessante Herangehensweise an das Ursprungmaterial gespannt sein durfte. Letztendlich herausgekommen ist ein betont düsterer, kompromissloser Film, der jedoch über eine zwar routinierte und solide, jedoch innovationsarme Inszenierung nicht hinauskommt.

Die Blu-ray aus dem Hause Ascot Elite glänzt durch ein sauberes, sehr klares Bild und einen sehr gut ausbalancierten Sound. Der Bonussektor bietet neben dem Originaltrailer und einer Programmübersicht noch ein sehr kurzes Gespräch zwischen dem Autor und Produzenten des Films, James Patterson und dem Hauptdarsteller Tyler Perry (Star Trek).

Alex Cross ist ein routiniert inszenierter Action-Thriller, der eine Reihe prominenter Schauspieler zeigt, die ihre Rollen überzeugend ausfüllen. Hier sticht einem natürlich sofort Matthew Fox (Lost, 8 Blickwinkel) ins Auge, der seine Rolle als Soziopath Micheal „Picasso“ Sullivan mit Bravour meistert und in seiner Rolle förmlich aufblüht. Wie einst Christian Bale in „The Machinist“ ist er durch seine körperliche Veränderung kaum zu erkennen, der heruntergehungerte Körper in Verbindung mit dem stechenden Blick und der antrainierten Sehnigkeit geben ihm eine unglaublich bedrohliche Aura.

AlecCrossAuch wenn Regisseur Rob Cohen (The Fast and the Furious) versucht, die Thriller-Anteile hoch zu halten, ist ihm mit Alex Cross eher ein Actionfilm gelungen als ein Krimi. Dies wirkt sich im Gesamtbild deutlich auf die Spannungskurve aus, da er die Thriller-Aspekte zwar oftmals spannend aber wenig innovativ ausgearbeitet hat, diese somit nicht aus der Masse an ähnlich gearteten Filmen herausragen können. Zu wenig überzeugt die Titelfigur dabei als analytischer Ermittler, zu sehr setzt man den Schwerpunkt auf die „ein Mann sieht rot“-Komponente. Dies bringt zwar Tempo aber wenig Thrill in die Story, denn wie man düstere Settings und eine fesselnde Jagd inszeniert, gab es schon vorher beeindruckender zu sehen. „Sieben“ oder „Das Schweigen der Lämmer“ haben hier auch nach Jahren immer noch die Messlatte sehr hoch gesetzt.
Somit ist Alex Cross ein Film, der zwar unterhält, jedoch keine Langzeitwirkung zeigt. Lediglich Matthew Fox bleibt einem auch lange nach dem Film im Gedächtnis, so dass der Film für einen Krimiabend zwar geeignet ist, jedoch das Genre nicht neu definieren wird.

Christian Funke-Smolka