“An Affair To Die For” (Universum Film)

“An Affair To Die For” (Universum Film)

Holly ist auf dem Weg in ein luxuriöses Spa-Resort, um dort ein romantisches Wochenende zu verbringen. Allerdings erwartet sie nicht ihren liebenden Ehemann, sondern Everett, einen ihrer Studenten. Beide ahnen nicht, dass Hollys Ehemann Russel ihrer Affäre längst auf die Schliche gekommen ist und den gemeinsamen Aufenthalt zu einem Alptraum werden lässt…

© Universum Film

Meinung zur Veröffentlichung:

Die attraktive Holly (Claire Forlani), seit über 20 Jahren mit ihrem Mann Russell (Titus Welliver) verheiratet, betrügt diesen mit dem deutlich jüngeren, ebenfalls verheirateten Everett (Jake Abel). Beide haben sich unter Vortäuschung falscher dienstlicher Verpflichtungen zu einem gemeinsamen Wochenende in einem Luxushotel in Aspen verabredet. Doch der Trip gestaltet sich zu einem Alptraum, da ein Unbekannter sein perfides und immer brutaleres Spiel mit ihnen treibt…   

Der spanische Regisseur Víctor García (Gallows Hill – Verdammt in alle Ewigkeit) präsentiert mit seinem neusten Film An Affair To Die For einen auf den ersten Blick eher klassischen erotischen Psycho-Thriller, der sich jedoch letztendlich als perfides Verwirrspiel entpuppt. Basierend auf einem Drehbuch von Elliott San erleben wir einen Film, der seine Darsteller in dem überschaubaren Setting einer Hotelsuite einen wendungsreichen Alptraum durchleben lässt. Die attraktive Claire Forlani, durch Schönheitsoperationen mimisch deutlich eingeschränkt, verkörpert ihre den Ehemann betrügende Hauptrolle glaubhaft, auch Titus Welliver kann den eher begrenzten Rahmen seiner Rolle gut ausfüllen. Richtig überzeugend jedoch agierte der auf den ersten Blick eher blasse Jake Abel, der im Verlauf der Handlung ein immer facettenreicheres Spiel bot.

© Trailer: Film New Media

An Affair To Die For erscheint lediglich digital bei Universum Film.

Mit dem sehr gut besetzten An Affair To Die For bekommt der Zuschauer ein kammerspielartig in Szene gesetztes 3 Personen-Stück, welches inhaltlich mehr Haken schlägt, als ein Kaninchen auf der Flucht und den Zuschauer dadurch immer wieder in die Irre führt. Man mag dem Skript einen etwas hölzern wirkenden, konstruierten Verlauf vorwerfen, doch kommt man nicht umhin, festzustellen, dass sich der Film in Tempo und Atmosphäre konstant steigert und man sehr schnell gespannt auf die Auflösung ist. Ein mit 82 Minuten sehr kurzweilig inszenierter Thriller, der vielleicht kein Genreklassiker ist, aber gut und spannend unterhält.

Christian Funke