Black – Strassen in Flammen

Black – Strassen in Flammen

Black – Strassen in Flammen
(Koch Media)

Geht es um das aktuelle Actionkino mit einem ausgeprägten Hang zu atemlosen Krawall und hemmungsloser Zerstörung, kommt man als Zuschauer nicht umhin, seinen Blick gen Frankreich zu richten, wo in letzter Zeit immer mehr dieser Vehikel entstanden. Da es in diesen Filmen in der Regel nicht darum geht, durch eine ausgeklügelte und intellektuell fordernde Geschichte aufzutrumpfen, sondern eher nebenbei auf soziale Ungerechtigkeiten aufmerksam zu machen, kann man sich als Regisseur voll auf seine durchtrainierten Darsteller und die Bildgestaltung, und als Zuschauer auf den gut choreografierten Actionteil konzentrieren.
In dem vorliegenden Film geht es um den Bankräuber Black, dargestellt von MC Jean Gab’1 (Ghetto Gangz 1& 2), der als einziger einen misslungenen Bankraub überlebt. Erste Gedanken, seinen Job als Kleinkrimineller an den Nagel zu hängen reifen in ihm, als ihn ein Telefonat aus dem Senegal erreicht, und ihn auf eine nahezu kaum bewachte, baufällige Bank hinweist, in welcher sich eine beträchtliche Menge ungeschliffener Blutdiamanten befinden sollen. In Dakar angekommen, planen der Kollege und unser Protagonist den perfekten Plan, um an diese Steine zu gelangen. Doch leider gerät man nach dem Raub sowohl in die Schusslinie einer Söldnergruppe als auch einer Interpolagentin, Carola Karemera (Jedes Jahr im April, Als der Wind den Sand berührte), welche Jagd auf diese Truppe macht. Da die Gruppe für sie wichtiger ist als die Steine, arbeitet sie ab sofort mit Black zusammen.
Black – Strassen in Flammen, das Debüt von Regisseur Pierre Laffargue, erweckt streckenweise den Eindruck, als haben Hauptdarsteller und Regisseur ein Leben lang nichts anderes gemacht, als Actionfilme zu drehen. Natürlich bekommt man bei der Story keinen Innovationspreis, aber was Tempo und Action angehen, dürfte jeder Testosteronfan bestens bedient werden. Leider gehen dabei natürlich tiefer greifende Charakterentwicklung und zwischenmenschlich Emotionen über Bord. Auch auf Seiten der Dialoge darf man keine Wunderwerke erwarten, aber das tut man als Freund des Genres wohl auch nicht.
Die DVD aus dem Hause Koch Media ist technisch vorbildlich. Im Bonussektor findet der Zuschauer dann noch Interviews mit dem Hauptdarsteller und dem Regisseur, dazu gesellen sich diverse Trailer.
Black – Strassen in Flammen ist Krawallkino erster Güte. Bildgewaltig, mit moderner Ästhetik gestaltet, knallt es dem Zuschauer pausenlos um die Ohren. Das dabei so manches Klischee genutzt wird, ist zu verschmerzen. Damit gelingt es dem Film, kurzweilig und rasant zu unterhalten.

CFS