BLACK’S GAME - Kaltes Land (Koch Media)

BLACK’S GAME – Kaltes Land (Koch Media)

Knallhartes Gangsterkino produziert von den Machern von „Hostel“ und „Drive“-Regisseur Nicolas Winding Refn

Ab 18.01.2013 neu auf DVD und Blu-ray!

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Student Stebbi wird von seinem Schulkameraden Toti in die Drogenszene von Island eingeführt. Dem berauschenden Cocktail aus schnellem Geld, Anerkennung und nicht enden wollendem Dauerpartymodus erliegt Stebbi schnell. Doch a8eed01ad30ac8e3d7a163f396b81867dann taucht der charismatische und skrupellose Drogenbaron Bruno mit dem Ziel auf, den Markt mit Gewalt an sich zu reißen. Stebbi und Toti sollen den psychopathischen Berufskriminellen dabei tatkräftig unterstützen …

Beruhend auf wahren Begebenheiten folgt BLACK’S GAME dem Aufstieg und Fall des isländischen Drogenimperiums. Produziert von „Drive“-Regisseur Nicolas Winding Refn, war BLACK’S GAME auf dem Filmfest München im Rahmen einer Hommage an den dänischen Kultfilmemacher zu sehen. Mit Verneigungen vor „Trainspotting“, „Goodfellas“ und der hochauthentischen „Pusher“-Saga von Refn, liefert Óskar Thór Axelsson („Misty Mountain“) einen eiskalten, brachialen und visuell beeindruckenden Gangsterthriller, der von der ersten Minute an fesselt.

Meinung zum Film:

Wow! Ich hatte wenig erwartet und wurde sehr positiv überrascht. Ich gestehe, dass Island nicht mein Filmland Nummer 1 ist, ich somit bisher nur wenige Beiträge aus diesen Breitengraden zu sehen bekommen habe. Nach Black’s Game werde ich aber nun vermehrt nach anderen isländischen Beiträgen Ausschau halten.

Wir befinden uns in Reykjavik im Jahr 1999, und lernen Stebbi (Thor Kristjansson) kennen, der nach einer wilden Nacht eine Anzeige wegen schwerer Körperverletzung zu erwarten hat. Auf der Wache trifft er auf seinen alten Kumpel Tóti (Jóhannes Haukur Jóhannesson), der Kontakte zur Unterweltszene pflegt und ihm einen guten Anwalt besorgt. Bedingung ist, dass Stebbi ihm bei seinen Drogengeschäften hilft. Anfangs bietet sich hier für Stebbi eine gute Chance auf ein aufregendes Leben, als jedoch der skrupellose Bruno die Herrschaft über die illegalen Geschäfte übernimmt, ändert sich die Situation. Stebbi jedoch rutscht immer tiefer in den Sumpf aus Drogen und Gewalt.

Beruhend auf wahren Begebenheiten, beziehungsweise begrüßt uns der Vorspann mit einem kernigen „Dieser Scheiß ist wirklich passiert“, und katapultiert den Zuschauer direkt in eine etwas sperrig wirkende, ihren Hang zum surrealen auskostende aber immer ziemlich coole Inszenierung, die, obwohl das Covermotiv einem einen klassischen B-Movie suggeriert, zwischenzeitlich definitiv A-Liga – Niveau besitzt. 41uKT70Em-L

Produziert von Nicolas Winding Refn (Drive, Bronson) werden Anleihen bei seiner Pusher-Trilogie deutlich, aber Regisseur Oskar Thor Axelsson ist clever genug, einen eigenen Stil einfließen zu lassen. So gelingt ihm eine Melange aus Thriller und Drogenfilm, die durch einen überaus gelungenen Soundtrack gepusht wird.

Black’s Game erscheint bei Koch Media in einer guten Bild- und Tonqualität, und liefert im Bonusbereich Kurzbeiträge von den Dreharbeiten so wie Featurettes zu den wahren Begebenheiten und den realen Personen. Dazu kommen Interviews mit den am Film beteiligten, Trailern und einer Programmübersicht.

Black’s Game ist wild, schnell und laut und dürfte jeden Genrefan begeistern, der Spaß an Filmen wie Pusher, Footsoldier oder Trainspotting hatte. Ich jedenfalls kann den Film jedem ans Herz legen.

Christian Funke-Smolka