“Blade of the Immortal” (Ascot Elite Home Entertainment) +++Rezension, Special & Gewinnspiel+++

“Blade of the Immortal” (Ascot Elite Home Entertainment) +++Rezension, Special & Gewinnspiel+++

Der grandiose 100. Film von Kult-Erfolgsregisseur Takashi Miike!

Samurai-Action vom Feinsten, so abgefahren und verrückt, wie es der Name Miike eben verspricht. Basierend auf der erfolgreichen Manga-Reihe „Blade of the Immortal“ von Hiroaki Samura.

Manji ist Samurai und er kann nicht sterben. Sein Körper regeneriert sich immer wieder, selbst abgetrennte Gliedmaßen wachsen wieder an. Dabei würde Manji gerne seiner ermordeten kleinen Schwester Machi in den Tod folgen. Er ist voller Reue, weil er sie nicht beschützen konnte. 50 Jahre später bittet ihn das Mädchen Rin um Hilfe. Der Schwertkämpfer Anotsu hat ihre Eltern getötet und Rin brennt vor Rachedurst. Doch Anotsu hat eine mächtige Gefolgschaft und ist ein fast unbesiegbar guter Krieger. Rin lässt die Erinnerung an Machi wieder lebendig werden und so willigt Manji ein, ihr Leibwächter zu sein. Das ungleiche Duo zieht in einen sehr blutigen Kampf…

© Ascot Elite Home Entertainment

Meinung zur Veröffentlichung:

Wenn ich an die mittlerweile zahlreiche und vielfältige Auswahl an Beiträgen des von mir sehr geschätzten japanischen Regisseurs Takashi Miike denke, muss ich mich an meine erste Erfahrung mit seinen Filmen erinnern.

Es muss um das Jahr 2000 gewesen sein, als Gerüchte über einen neuen, wüsten asiatischen Filmemacher, die Runde machten, der etwas geschafft habe, was bis dato eine echte Ausnahme war. Schockierende Filmerlebnisse mit einer durchdachten und tiefergehenden, beinah intellektuellen Story. Dies kannte man bis dahin nur von Regisseuren wie dem Kanadier David Cronenberg. Der Film war Audition und beeindruckt mich, mittlerweile unzählige Male gesehen, immer noch! Auch heute gilt Kultregisseur Takashi Miike als das Enfant terrible des japanischen Kinos, seine Zeit der provokativ-skandalträchtigen Filme liegt jedoch schon länger hinter ihm. So tragen seine neueren Werke zwar nach wie vor seine unverkennbare Handschrift, bieten aber nicht mehr diese Lust am gezielten Schock, wie beispielsweise Dead or Alive oder Visitor Q.

Mit seinem Remake des japanischen Samurai-Klassikers 13 Assassins widmete er sich dem Leben und Sterben im vorindustriellen Japan und kehrte hierhin noch einmal in seinem Meisterwerk Hara-Kiri zurück. Nun, in seinem mittlerweile hundertsten Film Blade of the Immortal, widmet er sich erneut den Mitgliedern dieses Kriegerstandes. Basierend auf der gleichnamigen Manga-Reihe von Hiroaki Samura erzählt er die Geschichte des herrenlosen Samurai Manji (Takuya Kimura, Space Battleship Yamato), der auf seine geistig beeinträchtigte Schwester Machi (Hana Sugisaki, Ribâsu) aufpasst. Als sie auf eine hundertköpfige Verbrecherbande stoßen, kommt es zum Kampf, bei dem Machi getötet wird und ihr Bruder, rasend vor Wut, alle Gangster im Kampf tötet. Nach dem Kampf scheint er, schwer verwundet, dem Tode geweiht, doch eine Hexe verabreicht ihm ein Wundermittel, welches zur sofortigen Heilung und Unsterblichkeit führt.

Die Jahrzehnte ziehen ins Land und der ehemalige Samurai haust als geheimnisvoller Einsiedler abseits der Gesellschaft. Eines Tages sucht ihn die junge Rin Asano (ebenfalls Hana Sugisaki) auf, die ihn frappierend an seine tote Schwester erinnert und ihn bittet, in ihrem Namen Rache an einer Verbrecherbande zu nehmen. Eigentlich des Tötens überdrüssig, macht er sich zu einem letzten Gefecht auf den Weg.

Inhaltlich vielleicht etwas mager, gewinnt der 140 Minuten lange Film durch seine virtuose, auf verschiedenen Zeitebenen spielende Inszenierung. Ein Großteil der Laufzeit wird durch Kämpfe bestritten, was auf die Dauer etwas ermüdet. Allerdings sind diese in großen Teilen sauber, detail- und ideenreich inszeniert und choreografiert, so dass man dem Gemetzel gut zuschauen kann. Ob zu Beginn in schwarz-weiß, später in Farbe, Miike macht hier keine Gefangenen. Dank einer liebevoll komponierten Bildsprache, kruden Ideen wie lebenspendende Blutwürmer des heiligen Lamas und einigen visuell erstaunlichen Einfällen weiß Blade of the Immortal im Gesamteindruck zu gefallen.

 

 

Blade of the Immortal (Originaltitel: Mugen no jûnin, Großbritannien/Japan 2017) erscheint bei Ascot Elite Home Entertainment als DVD, Blu-ray und Steelbook-Blu-ray mit umfangreichen Bonusmaterial. Mir lag zur Ansicht die Standard-Blu-ray zur Verfügung, die in Bild (2,40:1/1080p/24fps, s/w & Farbe) und Ton (Deutsch & Japanisch: dts-HD Master Audio 5.1) auf einem guten bis sehr guten Niveau überzeugen konnte. Im Bonusbereich der Standard-Blu-ray befanden sich lediglich der Trailer und eine Programmübersicht.

Einhundert Filme und kein bisschen müde! Mit Blade of the Immortal präsentiert Takashi Miike einen ansprechend in Szene gesetzten, inhaltlich zwar etwas dünnen, in seinen Kampfsequenzen aber oftmals imposanten Samurai-Film, der qualitativ vielleicht an die grandiosen 13 Assassins und Hara-Kiri heranzureichen vermag, dem Genre-Freund jedoch gute Unterhaltung bietet.

Umtriebig, enthusiastisch, provokant:
Kultregisseur Takashi Miike mit seinem 100. Film „BLADE OF THE IMMORTAL“

Es gibt Regisseure wie Quentin Tarantino, die sich nach zehn Filmen zur Ruhe setzen wollen. Andere Meister ihres Fachs, wie Steven Spielberg oder Martin Scorsese, kommen in ihrer bisherigen Laufbahn auf etwas zwischen 30 und 40 Werken. Und bei Alfred Hitchcock war immerhin erst nach Nr. 53 Schluss.

All diese durchaus beeindruckenden Zahlen verblassen jedoch angesichts des bisherigen Schaffens von Takashi Miike, der nun seinen sage und schreibe 100. Film vorlegt: BLADE OF THE IMMORTAL erscheint am 12. Januar fürs Heimkino. Selbst die Legende der japanischen Filmkunst und einer der einflussreichsten Regisseure überhaupt, Akira Kurosawa (ohne ihn gäbe es kein Star Wars), brachte es im Vergleich zu Miike nur auf recht überschaubare 30 Werke. Dass es sich bei seinen Filmen nie um Massenware handelte, sondern stets um hochqualitative und innovative Produktionen, ist dabei Grund genug, vor dem Hintergrund seines 100. Films einen Blick auf sein bisheriges Schaffen zu werfen.

Eine Jugend unter Yakuza

Dass viele von Miikes Filmen von Yakuza handeln, ist sicherlich kein Zufall. 1960 in Yao in der Präfektur Osaka geboren, wuchs er quasi direkt unter ihnen auf, stellten sie in der armen Region doch den größten Arbeitgeber. In einem Interview darauf angesprochen, antwortete Miike nüchtern: „Das sind Menschen wie du und ich. Sie haben nur eine andere Art zu kommunizieren.“

Aus diesem Milieu heraus, schaffte er schließlich den Einstieg in die Filmbranche durch eine Aufnahme am ‚Japan Institute of the Moving Image‘, damals noch ‚Fachschule für Funk und Film Yokohama‘. Eine zuvor noch angestrebte Karriere als professioneller Motorradfahrer gab er schnell wieder auf, als er seine fehlenden Fähigkeiten erkannte.

Die Wurzel der Produktivität

Miike begann seine Karriere zunächst als freier Mitarbeiter bei verschiedenen Filmfirmen. Nach einer kurzen Zeit bei einer Produktionsgesellschafft war er entsetzt von der Arbeitsmoral der dortigen Angestellten, die nach seiner Auffassung eine bequeme Arbeit der Produktion von innovativen Filmen vorzögen. Doch auch in der Filmindustrie machte er zunächst negative Erfahrungen, da dort viele seiner Meinung nach zu untalentiert und arrogant waren. Vielleicht bildete sich hier der Keim für seine unglaubliche Arbeitsfrequenz?

Eyecatch Junction – Der Beginn einer Karriere

Nach kleineren Beteiligungen an Produktionen in den späten 80ern, erhielt Miike Anfang der 90er endlich die Chance, seinen ersten eigenen Film zu drehen. Auch wenn die Story von „Eyecatch Junction“ (1991) – es geht um eine Polizistin die Verbrecher mit Hilfe von Gymnastik überwältigt – noch wenig von Miikes späterem Stil erkennen lassen sollte, so war es doch der Beginn seiner beispiellosen Karriere. Kurz vor der Zusage für dieses Projekt, sollte er die Regie für „Lady Hunter“ (1991) übernehmen, welchem er dann innerhalb von nur 2 Monaten abdrehte.

Ichi the Killer – Mit Kontroversen zur Ikone

Obwohl Miike bereits im Jahr 1999 mit „The Audition“ internationale Aufmerksamkeit auf sich ziehen konnte, so war es „Ichi the Killer“ (2001), der durch seinen unübertroffenen Gewaltgrat weltweit diskutiert wurde und Miike endgültig den Ruf des Meisters so gewalttätiger, wie faszinierender japanischer Kinokunst einbrachte. Dabei mutete er offenbar gerade westlichen Ländern zu viel zu, denn die Kürzungen reichten hier bei Veröffentlichung von drei bis hin zu ganzen 17 Minuten. Die Brutalität ist hierbei jedoch stets so auf die Spitze getrieben und surreal, dass es geradezu unmöglich ist, darin pure Gewaltverherrlichung zu sehen. Dem Hoolywood Reporter sagte Miike in einem Interview, dass er sich wünschte, die Figuren in seinen Filme könnten ihre Probleme ruhig und mit Worten lösen. Aber es seien nunmal gewalttätige Charaktere. Und da sei auch die filmische Herausforderung, Schlachtszenen zu drehen, die er gerne annehme und von ihm schließlich auch seitens des Publikums erwartet werden.

Blade of the Immortal – Ein messerscharfes Jubiläum

Basierend auf der erfolgreichen Manga-Reihe von Hiroaki Samura erscheint nun Blade of the Immortal am 12.01.2018 auf Blu-ray und DVD und führt Miikes unvergleichbaren Mix aus perfekt choreografierten Kampfszenen, bombastischer Optik und überbordender Gewalt eindrucksvoll fort. Wer sich einen ersten Überblick über das Werk dieses faszinierenden Regisseurs verschaffen möchte, sei hiermit auch ausdrücklich die zeitgleich erscheinende Takashi Miike Box hingewiesen, die neben „Blade of the Immortal“ das ebenfalls durchgedrehte Schwert-Epos „13 Assassins“ (2010) sowie das furiose Drama „Hara-Kiri – Tod eines Samurai“ (2011) enthält.

Vielleicht denkt ja auch Quentin Tarantino wieder an Miike, wenn er seinen zehnten Film beendet hat. Schließlich sagte er als bekennender Fan des Japaners einmal: „Für mich begann alles mit Takashi Miike!“

Gewinnspiel:

Ich freue mich, zum Heimkinostart von „Blade of the Immortal“

2 x die DVD

verlosen zu können.

Frage:
Was ist euer liebster Takashi Miike – Film?

Wer mir bis zum 17. Januar 2018 eine Mail mit dem Betreff „Blade of the Immortal“ (plus der Anschrift & der Antwort) an:

christian@wewantmedia.de

schickt, das Gewinnspiel freiwillig auf Facebook mit jemandem teilt, dem das auch gefallen könnte und mir, wer mag, noch ein “gefällt mir” auf meiner Facebook – Seite (https://www.facebook.com/wewantmedia) gibt, nimmt an der Verlosung teil!

Bestimmt durch die Reihenfolge der Teilnahme bekommt jeder Teilnehmer eine Nummer zugeordnet, über den oder die Gewinner/in entscheidet ganz unparteiisch und unbestechlich Random.org.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, der/die Gewinner/in wird zeitnah benachrichtigt und unter diesem Post genannt.

Christian Funke