Bloodrayne – The Third Reich

Bloodrayne – The Third Reich

Man kann von Regisseur Dr. Uwe Boll (Rampage, Far Cry, Seed, Bloodrayne I und II) halten was man will, ein gewisses Geschick bei der Finanzierung seiner Filme ist ihm nicht abzusprechen! So zum Beispiel beim vorliegendem Film, dem dritten Teil der Bloodrayne – Reihe, Bloodrayne – The Third Reich. In die Schlagzeilen geriet der Regisseur, als bekannt wurde, dass er einen halbdokumentarischen Film namens Auschwitz drehe, in welchem es um die aus seiner Sicht realistische Aufarbeitung des Holocausts gehe. Später jedoch wurde bekannt, dass er, wie schon vorher bei anderen seiner Filme, die Sets und die gecasteten Darsteller gleichzeitig noch für zwei weitere Filme nutzte. Nämlich Blubberella und eben Bloodrayne – The Third Reich.
Während Blubberella als gewollte Nazi-Trash-Komödie durchgeht, ist der dritte Teil der Bloodrayne – Reihe zwar etwas seriöser, entbehrt aber trotzdem nicht einem gewissen trashigen Charme. Man sollte jedoch, wie bisher bei jedem Teil der Reihe, eine relativ offene Haltung zum Genre mitbringen, und sich gedanklich von allzu tiefsinnigen Dialogen und Handlungssträngen verabschieden. Dies ist ein Film, der in entspannter Runde bei ein paar Kaltgetränken konsumiert werden kann, nur zu ernst nehmen sollte man ihn als Zuschauer nicht.
Die Geschichte spielt an der Ostfront im Jahre 1943. Die Widerstandskämpfer Nathaniel, Vasyl und Magda versuchen sich gegen eine Übermacht von feindlichen Besatzern zu behaupten. Doch die immer wieder nachrückenden Soldaten unter Kommandant Brandt halten ihre Stellung und ermöglichen so auch weiterhin die Durchfahrt von Transportzügen in die Konzentrationslager. Hier führt der gestörte Lagerarzt seine grausamen Experimente an den Gefangenen durch, wobei er mit Vorliebe Vampire dafür nutzt. Da unsere Titelheldin Bloodrayne halb Vampir und halb Mensch ist, stellt sie sich auf die Seite der Widerstandskämpfer und gerät in einen blutigen Kampf mit Kommandant Brandt.
Was der Zuschauer in Bloodrayne – The Third Reich zu sehen bekommt, ist ein kurzweiliger, nie ernst gemeinter Film, der nichts mehr mit der Videospiel-Reihe zu tun hat, sondern versucht, den Unterhaltungswert hoch zu halten.
Die Blu ray ist aus technischer Sicht sehr gut, Bild und Ton befinden sich auf einem hohen Niveau. Im Bonussektor findet man neben dem obligatorischen Boll-Audiokommentar noch ein Making of, den Trailer und eine Programmschau.
Bloodrayne – The Third Reich soll Spaß machen, auch wenn das erst mal nüchtern betrachtet bei dieser Thematik schwierig erscheint. Hebelt man aber seine moralischen Bedenken aus, ist der Film (auch auf Grund seiner kurzen Lauflänge von etwas über 70 Minuten in der ungeschnittenen Version) rasant und kurzweilig. Ohne spürbare Längen wird der Zuschauer über die gesamte Lauflänge bei der Stange gehalten, was mehr ist, als zum Beispiel der zweite Teil von sich behaupten kann. Also kann man nur sagen: Hirn aus, Bier her, anschauen und sich unterhalten lassen.

Bloodrayne – The Third Reich
(Splendid film)

CFS