Clive Barker`s “Lord of Illusions” (Capelight Pictures) +++Rezension & Gewinnspiel+++

Clive Barker`s “Lord of Illusions” (Capelight Pictures) +++Rezension & Gewinnspiel+++

Ein Routinefall wird für Privatdetektiv Harry D’Amour (Scott Bakula) zu seinem schlimmsten Albtraum, als er auf eine okkulte Sekte stößt, deren Anhänger ihren toten Anführer Nix wiederauferstehen lassen wollen. Der dunkle Meister, der von seinen Gefolgsleuten „der Puritaner“ genannt wird, ist zu Lebzeiten ein großer Illusionist gewesen und vor 13 Jahren von seinem besten Zauberschüler Philip Swann (Kevin J. O’Connor) ermordet worden. Heute ist Swann selbst ein berühmter Bühnenmagier, weshalb seine besorgte Frau Dorothea (Famke Janssen) eine späte Rache der fanatischen Puritaner-Jünger befürchtet. Um ihren Mann zu schützen, heuert sie D’Amour als Bodyguard an. Der Auftrag konfrontiert den Ermittler mit magischen Kräften zwischen Illusion und Realität, die die Hölle auf Erden losbrechen lassen.

© Capelight Pictures

Meinung zur Veröffentlichung:

„Trust nothing except your fear!“

Als der auf mysteriöse Fälle spezialisierte Privatdetektiv Harry D’Amour (Scott Bakula, Star Trek: Enterprise) durch die Femme Fatale Dorothea Swann (Famke Janssen, X-Men, 96 Hours) den Auftrag erhält, ihren Mann, den populären Illusionisten Philip Swann (Kevin J. O’Connor, There Will Be Blood) zu beschützen, ahnt er nicht, auf was er sich da eingelassen hat. Denn 13 Jahre zuvor hatte Swann seinen Mentor und Lehrmeister, den mächtigen Magier Nix (Daniel von Bargen, O Brother, Where Art Thou?), der in der Mojave-Wüste eine Sekte gegründet hatte, verraten und begraben. Immer tiefer gerät D’Amour in die Machenschaften von Magiern, bösen Kräften und fanatischen Anhängern der Puritaner-Sekte…

Der britische Schriftsteller Clive Barker galt Mitte der 1980er Jahre als die große literarische Hoffnung im Horrorgenre. Das Multitalent zeichnete sich für sprach- und bildgewaltige Kurzgeschichten und Romane verantwortlich, die den Leser tief in seine alptraumhaften Welten entführte. Es dauerte nicht lange, bis seine Geschichten verfilmt wurden, jedoch missfiel dem Autor das Ergebnis, weshalb er sich für Hellraiser selbst auf den Regiestuhl setzte und einen Klassiker des modernen Horrorfilms schuf. Drei Jahre später führte er bei Cabal erneut Regie, ehe er sich im Jahr 1995 erneut (und bis heute letztmalig) der Umsetzung einer seiner Kurzgeschichten widmete. Die letzte Illusion stammt aus seiner Kurzgeschichtensammlung Die Bücher des Blutes und führt die Figur des Privatdetektivs Harry D’Amour ein, der später immer wieder mal in seinen Geschichten und Romanen auftauchen sollte. In Lord of Illusions zeichnet sich der von den vorangegangenen Dreharbeiten vom Filmgeschäft gefrustete Barker noch für Drehbuch und Regie verantwortlich und präsentiert einen Horror-Noir-Film, der sich stilistisch an seinem Vorgängerfilm Cabal orientiert und seine persönlichen Vorlieben visuell einfließen lässt. Damit ist Lord of Illusions ein Film, der, getragen von einem überzeugenden Cast und einem grandiosen Score, die Welt der Magie und Illusion auf phantastische Weise bildgewaltig und furchteinflößend zum Leben erweckt und eine Welt aufzeigt, in der selbst der Tod nur eine Illusion ist.

 

 

Clive Barker‘s Lord of Illusions (Originaltitel: Lord of Illusions, USA 1995) erscheint dank Capelight Pictures als sehr gut aufbereitete HD-Premiere auf DVD und Blu-ray. Mir lag zur Ansicht die Limited Collector’s Edition im ansprechend gestalteten Mediabook vor, die neben dem Film in seiner über zweistündigen, unzensierten Fassung auf DVD und Blu-ray auch massig Bonusmaterial beinhaltet. Bild (1,85:1/1080p) und Ton (Deutsch & Englisch: dts-HD Master Audio 5.1) der von mir getesteten Blu-ray waren auf einem qualitativ sehr guten Niveau, im Bonusbereich gab es dann zusätzlich einen Audiokommentar von Clive Barker, eine separate Tonspur mit dem grandiosen Score, dass einstündige Making of „Illusion of Reality“, ein 18 Minuten langes Hinter den Kulissen-Special, ein längeres Interview mit dem Storyboard-Zeichner Martin Mercer, zwei entfernte Szenen mit Kommentar des Regisseurs, eine Bildergalerie, den Trailer und eine Programmübersicht. Abgerundet wird diese tolle Veröffentlichung mit einem 24 Seiten starken, reich bebilderten Booklet von ZDF-Redakteur und Filmjournalist Daniel Wagner, der in seinem Essay ausführlich über den Schriftsteller und Regisseur Clive Barker berichtet.

Mit Lord of Illusions präsentiert Clive Barker nach eigener Aussage eine Kombination von Chinatown und Der Exorzist. Ein Film, der mir auch heute noch, vielleicht sogar etwas mehr als damals bei der Erstsichtung vor über zwanzig Jahren, sehr gut gefällt und von seiner dichten, sehr intensiven Atmosphäre, den grandiosen Darstellern und den auch heute noch großartigen Masken und Effekten lebt (okay, nehmen wir mal die CGI-Sequenzen aus dieser Einschätzung raus, die damals noch in ihren Kinderschuhen steckten und ein wenig an nostalgische Computerspiele erinnern). Schön, dass dieser Film dank Capelight Pictures nun auch in einer sehr guten Veröffentlichung angemessen gewürdigt wird. Fehlt eigentlich nur noch eine gescheite deutsche Veröffentlichung seines Films Cabal – Brut der NachtCapelight, übernehmen Sie!

Gewinnspiel:

Ich freue mich, zum Verkaufsstart von “Clive Barker‘s Lord of Illusions” einmal das limitierte Mediabook verlosen zu können.

Frage:
Was ist euer liebster Clive Barker – Film?

Wer mir bis zum 13. Dezember 2018 eine Mail mit dem Betreff “Lord of Illusions” (plus der Anschrift & der Antwort) an:

christian@wewantmedia.de

schickt, das Gewinnspiel freiwillig auf Facebook mit jemandem teilt, dem das auch gefallen könnte und mir, wer mag, noch ein “gefällt mir” auf meiner Facebook – Seite (https://www.facebook.com/wewantmedia) gibt, nimmt an der Verlosung teil!

Bestimmt durch die Reihenfolge der Teilnahme bekommt jeder Teilnehmer eine Nummer zugeordnet, über den oder die Gewinner/in entscheidet ganz unparteiisch und unbestechlich Random.org.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, der/die Gewinner/in wird zeitnah benachrichtigt und unter diesem Post genannt.

Christian Funke