Codename: Fox – Die letzte Schlacht im Pazifik (Sunfilm Entertainment)

Codename: Fox – Die letzte Schlacht im Pazifik (Sunfilm Entertainment)

Wir schreiben das Jahr 1944, und die Schlacht im Pazifik ist im vollen Gange! Der vorliegende Film Codename: Fox – die letzte Schlacht im Pazifik, im Original Oba – The last Samurai, widmet sich dem berühmten, und seinerzeit von amerikanischen Truppen gefürchtete Captiain Sakae Oba, dem es gelang, mit nur 47 Soldaten eine kleine Insel im Pazifik fast anderthalb Jahre gegen die Angriffe der Amerikaner zu verteidigen, und damit unzähligen Zivilisten das Leben zu retten.

So legt Codename: Fox – die letzte Schlacht im Pazifik seinen Fokus primär auf den nationalen Helden Captain Sakae Oba, genannt „Fox“, der von Yutaka Takenoucchi überzeugend und überlebensgroß dargestellt wird. Die Geschichte beruht dabei auf Tatsachen, wurde aber an vielen stellen aus dramaturgischen Gründen geändert und geschichtlich überhöht dargestellt. Somit erhält man als Zuschauer einen zwar ungemein fesselnden, aber nicht unbedingt realistischen Einblick in die Geschehnisse auf der Insel.
Der vielbeschäftigte japanische Regisseur Hideyuki Hirayama (Lady Joker, Taan) dreht seinen Film Codename: Fox mit prominenter Unterstützung amerikanischer Darsteller wie zum Beispiel Treat Williams (Hair, 127 Hours, Das Leben nach dem Tod in Denver), Daniel Baldwin (Vampires, Born on the Fourth of July) oder Sean McGowan (CSI, 24). Aber auch die japanischen Darsteller wie Yutaka Takenoucchi wissen zu überzeugen.

Stilistisch findet man Parallelen zu der HBO – Serie The Pacific, ließ sich aber auch von Clint Eastwoods Letters from Iwo Jima. Ein genialer Schachzug war es, die westlichen Passagen von dem amerikanischen Regisseur Cellin Gluck inszenieren zu lassen. Hier ist es erstaunlich, dass man keinen stilistischen Bruch bemerkt, und sich beide Filmteile perfekt ergänzen.

Codename: Fox – die letzte Schlacht im Pazifik gelingt es mit seinem epischen und fesselnden Erzählstil, den grandiosen Bildern und seinen überzeugenden Darstellern, einen überzeugenden und emotional bewegenden historischen Film zu zeigen, der auf der einen Seite die Gräuel des Krieges aufzeigt, aber auf der anderen Seite auch die Annährungsversuche beider Parteien jenseits des Schlachtfeldes zeigt. Ein sehr ausgewogener, homogener und packender Antikriegsfilm!

Christian Funke-Smolka