"Das Protokoll - Mord auf höchster Ebene" (Universum Film) +++Rezension, Special & Gewinnspiel+++

„Das Protokoll – Mord auf höchster Ebene“ (Universum Film) +++Rezension, Special & Gewinnspiel+++

Regie:
Erik Van Looy

Schauspieler:
Adam Godley, Saskia Reeves, Koen De Bouw, Truus de Boer

Der belgische Premierminister ist zusammen mit seiner Assistentin auf dem Weg ins Parlament. Alles erscheint wie ein ganz normaler Tag, bis ihr Wagen plötzlich gestoppt und beide entführt werden. Die Terroristen verlangen vom Premierminister, die US-Präsidentin beim anstehenden Staatsbesuch zu erschießen. Als Druckmittel haben sie seine Frau und die beiden Kinder entführt. Um seine Familie zu retten, muss er den perfiden Befehl der Terroristen ausführen. Die Uhr tickt, während der explosive Höhepunkt immer näher rückt…

Mit Das Protokoll – Mord auf höchster Ebene inszeniert Erik Van Looy, der Regisseur von „Loft“, einen packenden Polit-Thriller über politische Verschwörung, ethische Verantwortung und die Liebe zur eigenen Familie. In der Rolle des belgischen Premierministers überzeugt Koen De Bouw („The Last Tycoon“), einer der erfolgreichsten, belgischen Schauspieler. In weiteren Rollen glänzen Tony Award-Nominee Adam Godley („Breaking Bad“, „Suits“), Saskia Reeves („Luther“) und Charlotte Vandermeersch („Loft“). Für das nervenaufreibende Drehbuch zeichnen sich Regisseur Erik Van Looy und Carl Joos („The Broken Circle“) verantwortlich.

© Universum Film

Meinung zur Veröffentlichung:

Auf dem Weg ins Parlament, wo die Vorbereitungen für den Besuch der amerikanischen Präsidentin laufen, entführt man den belgischen Premierminister und seine Assistentin. Doch die Entführer wollen kein Lösegeld, sondern konfrontieren den Minister mit der Tatsache, dass man seine Familie in der Gewalt habe und von ihm verlange, die Präsidentin zu ermorden. Eine Zwickmühle, aus der es für den Politiker kein einfaches Entkommen gibt…

Der belgische Regisseur Erik Van Looy konnte schon mit den überraschenden Thrillern Loft und Alzheimer Case überzeugen. Sein neuster Film Das Protokoll – Mord auf höchster Ebene, bei dem er auch für das Drehbuch verantwortlich war, schlägt einen ähnlichen Weg ein. Eine wendungsreiche, in ihrem bitteren Zynismus doch sehr realistische Geschichte übt eine beklemmende Wirkung aus, wobei die Spannungskurve auf einem konstant hohen Niveau ist. Gute Darsteller, eine solide Kameraarbeit und ein permanent hohes Erzähltempo machen aus Das Protokoll – Mord auf höchster Ebene einen sehr unterhaltsamen Polit-Thriller!

 

 

Das Protokoll – Mord auf höchster Ebene (Originaltitel: De Premier, Belgien 2016) erscheint bei Universum Film als DVD und Blu-ray, mir lag zur Ansicht letztgenanntes Medium vor. Bild (2,40:1/1080p/24) und Ton (Deutsch & Niederländisch: dts-HD Master Audio 5.1) waren auf einem sehr guten Niveau, im Bonusbereich befanden sich lediglich der Trailer und eine Programmübersicht.

Das Protokoll – Mord auf höchster Ebene ist ein angenehm gradliniger, straighter Action-Polit-Thriller, der mit einigen unerwarteten Wendungen überrascht und eine solide Härte aufweist. Ich habe mich gut unterhalten gefühlt und kann ihn entsprechend weiterempfehlen!

Fünf der spektakulärsten Entführungen aller Zeiten

Das Lindbergh-Baby

Ein amerikanischer Nationalheld, ein kleines Baby, das entführt und umgebracht wird und ein vorbestrafter Immigrant aus Deutschland – die Story der Entführung des Sohnes des prominenten Flugpioniers Charles Lindbergh im Jahr 1932 klingt fast wie ausgedacht. Damals wie heute sind viele Menschen auch der Meinung, dass sie genau das ist und der verurteilte Täter Bruno Richard Hauptmann nur ein Sündenbock war, den die Polizei der ungeduldigen Öffentlichkeit zum Fraß vorwarf. Zeitgenössische, neutrale Prozessbeobachter attestierten, dass der Angeklagte keine faire Verhandlung bekommen hatte, die Jury offenbar befangen war und entlastendes Material zurückgehalten wurde. Trotz der Zweifel daran, dass Hauptmann Entführer und Mörder des Lindbergh-Babys Charles III. oder zumindest nicht alleine gehandelt hat, wurde er zum Tode verurteilt und 1936 auf dem elektrischen Stuhl hingerichtet.

Richard Oetker

Am 14. Dezember 1976 wurde Richard Oetker mit 25 Jahren entführt – und noch heute ist er gezeichnet von dem Martyrium, das ihm angetan wurde. Oetker, Sohn des Fabrikanten Rudolf-August Oetker, kann nach wie vor nicht lange stehen oder laufen – Folgen der brutalen Folter, die Entführer Dieter Zlof seinem Opfer angetan hat. Ganze 47 Stunden wurde Oetker in einer viel zu kleinen Holzkiste gefangen gehalten, die ganze Zeit gekrümmt. Doch damit nicht genug der Pein: Zlof hat den entführten Industriellensohn mit Handschellen gefesselt, die an den Strom angeschlossen sind und Oetker bei zu viel Lautstärke einen Schlag verpassen. Ohne Zutun des Entführungsopfers wird jedoch ein Stromschlag ausgelöst, der so stark ist, dass Oetker schwere Verletzungen erleidet. Nach Zahlung von 21 Millionen DM Lösegeld lässt Zlof sein Opfer frei. Zwei Jahre später wird der Kriminelle gefasst und zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt.

John Paul Getty III

Mit 16 Jahren war John Paul Getty III Mittelpunkt eines spektakulären Kriminalfalles, der international für Aufsehen sorgte. Dass diese Entführung ein solches Echo heraufbeschwor, lag nicht nur daran, dass das Opfer Enkel des berühmten Öl-Tycoon J. Paul Getty war und obendrein von der kalabrischen Mafia entführt wurde, sondern an den – vorsichtig ausgedrückt – kuriosen Begleitumständen der Lösegeldbeschaffung. Der Forderung von 17 Millionen Dollar für die Freilassung konnte der Vater des Opfers, John Paul Getty II, nicht nachkommen, da er nur Angestellter in der Firma seines reichen Vaters war und kein großes Vermögen besaß, und Milliardär J. Paul Getty weigerte sich, das Lösegeld zu bezahlen, da er eine durch den Enkel inszenierte Entführung vermutete. Nachdem ein abgetrenntes Ohr des 16-Jährigen an eine Zeitung geschickt worden war, stimmte der Tycoon zu, zumindest 3 Millionen zu zahlen. Tatsächlich gab er jedoch nur 2,2 Millionen (die höchste Summe, die er von der Steuer absetzen konnte) und lieh seinem Sohn den Rest zu einem Zinssatz von vier Prozent. Schlussendlich wurde das Opfer freigelassen, litt aber zeitlebens unter der Entführung.

Jan Philipp Reemtsma

Niemand soll sich mit dem Lösegeld einen schönen Lenz machen, das hat Jan Philipp Reemtsma sich fest vorgenommen. Auch Jahrzehnte nach seiner Entführung sind noch erhebliche Teile der gezahlten 15 Millionen DM und 12,5 Millionen Schweizer Franken verschwunden. Es ist zur Lebensaufgabe Reemtsmas geworden, dem Geld und damit Mittätern hinterherzujagen. Zumindest konnte mit Thomas Drach der Haupttäter bereits 1998, knappe zwei Jahre nach dem Verbrechen, in Argentinien verhaftet und wiederum zwei Jahre später verurteilt werden. 14 Jahre und 6 Monate Haft lautete das Urteil für den Initiator der Freiheitsberaubung des durch Erbschaft immens reichen Mäzens Reemtsma, der sich 33 Tage in der Gewalt seiner Entführer befand. Auch drei Komplizen konnten gefasst und schuldig gesprochen werden. Haupttäter Drach ist seit 2013 wieder auf freiem Fuß – an eventuell verstecktem Lösegeld wird er jedoch keine Freude haben, dafür wird sein Opfer Jan Philipp Reemtsma garantiert sorgen.

Patty Hearst

Die Entführung der Enkeltochter des Medienmoguls William Randolph Hearst durch die linksradikale Symbionese Liberation Army (SLA) ist wohl eine der aufsehenerregendste, die die Welt je gesehen hat – was daran liegt, dass sich Opfer Patty Hearst irgendwann ihren Entführern anschloss und selber zur radikalen Kriminellen wurde, die sich an mehreren Überfällen beteiligte. Bis heute ist nicht klar, wie aus der lieben, unauffälligen 19-jährigen jungen Frau innerhalb von zwei Monaten eine SLA-Anhängerin werden konnte. Sie selber gab an, unter Drogen gesetzt und zu den Überfällen gezwungen worden zu sein. Zudem wurde sie eigenen Angaben zufolge sexuell missbraucht. Das Gericht schenkte ihr jedoch keinen Glauben und verurteilte sie zu 35 Jahren Haft, die jedoch im Berufungsprozess auf sieben Jahre herabgesetzt wurden. Nach 22 Monaten begnadigte Präsident Jimmy Carter Patty Hearst, am 20. Januar 2001 bekam sie durch Bill Clinton eine vollständige Begnadigung. Ob die absolute Wahrheit jemals ans Licht kommen wird?

Gewinnspiel:

Ich freue mich, zum Heimkinostart von „Das Protokoll – Mord auf höchster Ebene“

1 x die Blu-ray
1 x die DVD

verlosen zu können.

Frage:
Was ist euer liebster Polit-Thriller?

Wer mir bis zum 20. Dezember 2017 eine Mail mit dem Betreff „Das Protokoll“ (plus der Anschrift & der Antwort) an:

christian@wewantmedia.de

schickt, das Gewinnspiel freiwillig auf Facebook mit jemandem teilt, dem das auch gefallen könnte und mir, wer mag, noch ein “gefällt mir” auf meiner Facebook – Seite (https://www.facebook.com/wewantmedia) gibt, nimmt an der Verlosung teil!

Bestimmt durch die Reihenfolge der Teilnahme bekommt jeder Teilnehmer eine Nummer zugeordnet, über den oder die Gewinner/in entscheidet ganz unparteiisch und unbestechlich Random.org.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, der/die Gewinner/in wird zeitnah benachrichtigt und unter diesem Post genannt.

Herzlichen Glückwunsch! Die Gewinner stehen  fest und wurden per Mail informiert. Die Filme sind bereits auf dem Weg, viel Spaß damit! Allen anderen Teilnehmenden meinen herzlichen Dank für die große Resonanz und viel Glück beim nächsten Gewinnspiel!

Christian Funke