Dead Shadows  (Mad Dimension)

Dead Shadows (Mad Dimension)

91OTPwGigJL._AA1500_Als Chris noch ein Kind war, wurden seine Eltern an jenem Tag brutal ermordet, als der Halleysche Komet am Himmel erschien. Nun, 11 Jahre später, ist es wieder so weit. Ein weiterer Komet wird am Himmel zu sehen sein. Während allerorts deswegen eine große Kometen-Party steigt, bereitet sich Chris auf den Ausnahmezustand vor. Als die Nacht hereinbricht und der Komet erscheint, fangen die Leute an, sich merkwürdig zu verhalten. Bald schon bricht eine 
Welle der Gewalt los und die Menschen mutieren zu Wesen, die nicht von dieser Welt sind. Für Chris beginnt eine Nacht des Grauens und des Sterbens. Wenn ATTACK THE BLOCK in Frankreich entstanden wäre, dann wäre dabei ein Film wie DEAD SHADOWS herausgekommen. DEAD SHADOWS ist blutig, brutal und bis zum Schluss nervenzerreißend spannend. Mit seiner temporeichen Inszenierung gönnt der Film dem Zuschauer keine Atempause, sondern überrascht mit einer Vielzahl an schockierenden Highlights. Neben dem 
hoffnungsvollen Newcomer Fabian Wolfrom in der Rolle als Chris glänzt vor allem John Fallon – besser bekannt als Kult-Kritiker Arrow in the Head – als 
sein waffenbegeisterter Mitstreiter. DEAD SHADOWS ist in jeder Hinsicht 
überragendes Horror-Fun-Entertainment.

Meinung zum Film:

Der Genrefan weiß, dass Frankreich im Bereich des Horror- und Terrorfilms in den letzten Jahren erstaunliche Arbeiten vorweisen konnte, so dass man als Freund des etwas härteren Films 81MFTgP8VcL._AA1500_aufhorcht, wenn sich neue Beiträge ankündigen. Hier vorliegend haben wir mit Dead Shadows das Regiedebüt von David Cholewa.

Zwar ist die Geschichte um eine Kometen, der Unheil auf die Erde bringt, nicht wirklich neu oder innovativ, kann aber über die recht überschaubare Laufzeit von 76 Minuten ohne spürbare Hänger unterhalten. Die Darsteller, allen voran der Debütant Fabian Wolfrom, können größtenteils überzeugen.
Man merkt dem Regisseur David Cholewa die Liebe zum Genre deutlich an, zitiert er doch ausgiebig bei den großen Vorbildern. Man bemerkt als aufmerksamer Zuschauer im Hintergrund des Zimmers unseres Protagonisten Chris ein schönes Plakat von Carpenters „Klapperschlange“, erinnert der Film selber jedoch dann oftmals an dessen viel intensiveren Film „The Thing“. Aber auch einige überaus gelungene Body Melt- und Tentakel – Einlagen sind zu bewundern, so dass sich der Grenre-Freund begeistert die Hände reiben dürfte.
Wäre da nicht die Story, die an einigen Stellen sehr gelungen, an anderen jedoch überhaupt nicht zu zünden weiß und gerade im letzten Teil zu sehr durch die Geschichte hetzt! Hier wäre etwas Feinschliff, gerade in der etwas zu schnell abgehandelten zweiten Hälfte, nötig gewesen, um Dead Shadows zu einem komplett runden Filmerlebnis zu machen.

Die schön gestaltete Blu-ray aus dem Hause Mad Dimension ist in jeder Hinsicht vorbildlich. Unzensiert präsentiert sie Dead Shadows in Bild und Ton in einer hervorragenden Qualität, der Bonussektor ist zudem sehr gut ausgestattet, hier findet der geneigte Zuschauer ein kurzes Making of zu den FX, sowie ein halbstündiges, informatives und äußerst charmantes Interview mit Regisseur David Cholewa. Des weiteren befinden sich noch entfernte Szenen, ein Originaltrailer und eine Programmshow auf der Disc.

Dead Shadows ist ein kurzweilig unterhaltsamer Genre-Film, der den Klassikern respektvoll huldigt und versucht, aus dem offensichtlich geringen Budget das bestmögliche herauszuholen. Atmosphärisch überaus gelungen weiß das Regiedebüt von David Cholewa in den handgemachten Effekten zu punkten, in den Momenten, wo auf CGI zurückgegriffen wird, wirken die Tricks jedoch ein wenig plakativ und als Computergeneriert deutlich erkennbar. Nichts desto Trotz ist Dead Shadows ein stimmiger B-Movie-Beitrag, der teils richtig gut gelungen ist, eine unglaublich intensive erste Hälfte aufweist und in der zweiten Hälfte durch einige Härten in Erinnerung bleiben wird. Genrefans werden auf jeden Fall auf ihre Kosten kommen!

Christian Funke-Smolka