Deadheads

Deadheads

Deadheads – Zum Glück sind sie schon tot!
(Splendid Film)

Immer wenn man als Fan des Zombie-Genres meint, man habe schon alles gesehen, dann wird man eines Besseren belehrt. Erst war ich der festen Meinung, Untote dürften nicht rennen, dann musste ich mich damit abfinden. Nun weiß ich sogar, dass sie sprechen können, und trotz all meiner Skepsis als nerdiger, dogmatischer Zombie-Freund muss ich sagen, in dem vorliegenden Film Deadheads der Regie-Brüder Brett und Drew T. Pierce funktioniert es nach einer kurzen Gewöhnungsphase sehr gut!

Manchmal sind Zombies doch die besseren Menschen. Diese Erfahrung muss Mike (Michael McKiddy) machen, als er eines Nachts aufwacht, und bemerkt, dass irgendwas mit ihm überhaupt nicht richtig läuft. Deutlicher wird ihm dieses noch, als man ihm einen Arm abreißt, und sein neuer Freund Brent (Ross Kidder) ihm diesen einfach wieder in den Körper hebelt. Mike ist nach drei Jahren von den Toten wieder auferstanden, und versucht nun in allem einen Sinn zusehen. Als ihm einfällt, dass ihn der Tod kurz vor dem geplanten Heiratsantrag ereilte, den er seiner damaligen Freundin machen wollte, hat er eine Mission! Er muss seien damalige Freundin Ellie finden, und sein Vorhaben in die Tat umsetzen. Doch als er sich so moderig auf den Weg macht, bemerkt er recht schnell, dass die Idee einfacher ist als die Umsetzung, denn ihm auf den Fersen sind Menschen, die Jagd auf ihn machen!

Natürlich ist es unlogisch, was uns das Drehbuch hier verkaufen möchte…. Wer drei Jahre lang vor sich hin gammelt, wird weder sein Hirn noch seine Stimmbänder adäquat nutzen können. Und sind wir doch mal ehrlich! Auch einen mehrfach abgerissenen Arm stecke ich mir nicht einfach wieder ins Gelenk, aber Zombiefilme sind nicht wegen ihres überzeugenden Realismus so beliebt!

Deadheads aus dem Hause Splendid Film ist trotz seines FSK 16 – Siegels ungeschnittenen, und macht einen riesigen Spaß! Bild und Ton sind auf hohem Niveau, im Bonusbereich findet man dann aber leider nur einen Trailer und eine Programmshow.
Dem Drehbuch von Deadheads gelingt es, die Balance zwischen Albernheiten, Gore, bösen bis sehr bösem Humor und dem nötigen Quantum Tragik zu einem runden Gesamten zu vereinen. Man merkt allen Beteiligten den Spaß am Dreh an, und für den Genrefreund ist es ein Vergnügen, die Huldigungen vor den Klassikern zu entdecken.

CFS

Trailer