Der Allergrößte bin ich (Schröder Media)

Der Allergrößte bin ich (Schröder Media)

Das Genre des klassischen Gangsterfilmes ist eigentlich nie wirklich aus der Mode gekommen, und auch wenn die Geschichten sich oftmals gleichen, gibt es immer wieder mal Überraschungen, und die einen Film aus der Masse herausragen lassen.

Die vorliegende Blu ray Der Allergrößte bin ich von Regisseur Nic Auerbach ist solch ein Fall. Bestückt mit einem überschaubaren Budget und einer Idee, versucht er erfolgreich, dass Maximum aus seinem Film herauszuholen.

Die Geschichte handelt von dem verschuldeten Kleinkriminellen und chronischen Pechvogel Mickey. Da die Leute, denen er Geld schuldet, keinen Spaß verstehen, sieht er sich genötigt, einen Wagen zu klauen. In dem Kofferraum dieses Wagens jedoch findet er den Gangsterboss Don Barber, der eigentlich zu seiner Exekution gefahren werden sollte. Um herauszufinden, wer ihm nach dem Leben trachtet, bietet er Mickey einen merkwürdigen Deal an. Dieser soll für einen Tag die Kontrolle über Barbers Imperium haben, in der Hoffnung, dass sich die Drahtzieher hinter dem Mordversuch zu erkennen geben.
Mickey jedoch bekommt Gefallen an seiner neuen, für ihn ungewohnten Machtposition.

Der Allergrößte bin ich erinnerte mich an vielen Stellen an den von mir sehr geschätzten Gangster Nr. 1. Flott inszeniert mit einer guten Musikuntermalung, der nötigen Härte und spielfreudigen Darstellern. Vielfilmer Michael Madsen spielte wieder sich selbst, aber auch alle anderen Schauspieler verkörperten ihre Rollen mit der entsprechenden Coolness.

Die Blu-ray aus dem Hause Schröder Media bietet sowohl in Bild als auch Ton gute Ergebnisse, jedoch fällt auf, dass die Tonspur die Dialoge zu leise abgemischt hat, wenn parallel dazu de Soundtrack eingeblendet wird. Im Bonussektor befindet sich dann lediglich der Originaltrailer.

Der Allergrößte bin ich bietet für einen Film mit einem eher reduzierten Budget sehr gute Unterhaltung, erstaunlich ist, dass es dem Regisseur Nic Auerbach gelungen ist, den Film größer ausschauen zu lassen, als es das Budget eigentlich hergäbe. Engagierte Darsteller und eine gelungene Kameraarbeit in Verbindung mit einer wendungsreichen Geschichte liefern dadurch ein sehr unterhaltsames Endergebnis für ein erwachsenes Publikum!

Christian Funke-Smolka