Die dunkle Macht (Sunfilm Entertainment/ Tiberius Film)

Die dunkle Macht (Sunfilm Entertainment/ Tiberius Film)

Seit geraumer Zeit häufen sich auch auf dem heimischen Videosektor die Veröffentlichungen von russischen Produktionen. Sind dies derzeit vermehrt Action- oder Kriegsfilme, finden sich auch ab und an Science Fiction oder Fantasyfilme aus russischer Hand.
Die hier vorliegende Veröffentlichung aus dem Hause Sunfilm Entertainment/ Tiberius Film ist ein Beitrag von Regisseur Konstantin Maximov, welcher sich an den großen Vorbildern der Matrix-Trilogie orientiert, auch wenn er qualitativ nicht deren Niveau erreicht.

Die dunkle Macht ist in der nahen Zukunft angesiedelt, wir schreiben das Jahr 2013. Spezial – Agent Matvey Sobolev (Igor Petrenko) wird beauftragt, eine neuartige Psychowaffe, mit der man menschliche Gedanken kontrollieren und manipulieren kann, unversehrt zu transportieren. Doch sein ehemaliger Partner Kurylo (Aleksandr Baluev), mittlerweile ein Handlanger der dunklen Mächte aus einer anderen Dimension, versucht ihm diese Wunderwaffe zu entwenden. Nun liegt es an unserem Helden, diese Waffe zu schützen, und die Menschheit vor einer schrecklichen Zukunft zu bewahren. Hierzu muss er die Balance zwischen Gut und Böse aufrecht erhalten, um erfolgreich zu kämpfen.

Eines ist bei Betrachtung des Filmes offensichtlich. Regisseur Maximov geizt nicht mit Schauwerten. Hier wird geklotzt, nicht gekleckert, denn ob es die kämpfenden Darsteller, dir wilden Zeitreisen oder die rasante Action ist, es gibt für den Zuschauer das volle Brett und kaum Zeit, zu verschnaufen. Das ist auch gut so, denn dann hat man garnicht die Zeit, sich über die Geschichte zu wundern, welche zwar eine gewisse Tiefsinnigkeit vorgaukelt, aber manchmal selber an den hohen Ansprüchen scheitert.

Somit bleibt im Endeffekt ein rasanter, immer sehr unterhaltsamer und zum Teil völlig überzogener Actionfilm, welcher mit skrupellosen Generälen, gefühllosen Kämpfern und strahlenden Helden so wie einigen sehr urigen Fantasyeinlagen einen kurzweiligen Abend beschert.

Christian Funke-Smolka