Dredd (Universum© Film) +++Review & Blogger-Aktion+++

Dredd (Universum© Film) +++Review & Blogger-Aktion+++

universumfilm

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Ab 19. April 2013 auf DVD und Blu-ray, Blu-ray 3D
sowie als Video on Demand erhältlich!

Mit:
Karl Urban, Lena Headey, Olivia Thirlby, Wood Harris
Regie:
Pete Travis
Produktion:
Andrew Macdonald, Allon Reich, Alex Garland

DREDD_05_Judge_DreddMega City One – eine gigantische Metropole voller Gewalt, Chaos und Verbrechen inmitten des düsteren und zerfallenen Amerikas. Die Bewohner leiden und immer mehr verfallen der neuen Droge Slo-Mo, die sie die Realität in extremer Zeitlupe erleben lässt. Einzig und allein die „Judges“ können gegen die Verbrechen in ihrer Stadt ankämpfen, nur sie haben die Macht als Richter und Vollstrecker für Recht und Ordnung zu sorgen. Dredd (Karl Urban), als oberster „Judge“ gefürchtet, will die Stadt von ihren Plagen befreien. Zusammen mit seiner neuen Rekrutin, Cassandra Anderson (Olivia Thirlby), nimmt er den Kampf gegen Ma-Ma (Lena Headey) auf, eine Drogenbaronin, die eiskalt über den größten Slum der Stadt herrscht. Als Dredd und Anderson einen Handlanger aus ihrem skrupellosen Clan zu fassen kriegen, entfacht Ma-Ma einen erbitterten Krieg, in dem sie vor nichts zurückschreckt, um ihr Imperium zu schützen…

Die Comic-Ikone schlechthin: DREDD, der Polizist-Richter-Henker, der seit 1977 überaus erfolgreich in zahlreichen Comic-Heften beheimatet ist, kommt mit dem „Star Trek“-erfahrenen Karl Urban in der Hauptrolle nun endlich auch ins Heimkino. Urban spielt die Ein-Mann-Armee unter der Regie von Pete Travis (8 Blickwinkel) mit ausgesprochener Geradlinigkeit im Stile eines Clint Eastwood. Bestes, effektgeladenes Actionkino mit der klaren Ansage: Hier erwartet den Zuschauer Popcorn-Action auf allerhöchstem Niveau.

Meinung zum Film:

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I AM THE LAW!!!

Er ist nicht nur die personifizierte Unbestechlichkeit, sondern auch die wohl einzige populäre Judikative UND Exekutive in einer Person! Sein Motto („Ich bin das Gesetz!“) ist so prägnant wie sein Kinn markant ist, sein Auftreten dabei so einschüchternd, dass selbst dem übelsten tough guy die Knie schlottern!
Judge Dredd wurde im Jahr 1977 von Autor John Wagner und dem Zeichner Carlos Ezquerra für die britische Comic-Anthologie 2000 A.D. erdacht und erlangte recht schnell eine, für eine Person, deren Gesicht nie komplett zu sehen 71DWXShq+sL._AA1500_ist, große Popularität.

Neben zahlreichen teils sehr guten, teils weniger gelungenen Auftritten in verschiedenen Comic-Veröffentlichungen gab es noch Computerspiele und eine Verfilmung mit Sylvester Stallone in der Hauptrolle als Judge Dredd! Dann folgte lange Jahre sehr wenig, umso erfreuter reagierte die Fangemeinde, als bekannt wurde, dass Regisseur Peter Travis (8 Blickwinkel, Endgame) und Drehbuchautor und Produzent Alex Garland (The Beach, 28 Days Later, Sunshine) an einer neuen Filmadaption arbeiteten.
Die Titelrolle des Dredd sollte der bekannte Mime Karl Urban (Der Herr der Ringe, Die Bourne Verschwörung, Star Trek) übernehmen und der Film für ein erwachsenes Publikum konzipiert werden. Wichtig war allen Beteiligten, den ernsten und überaus zynischen Grundton so wie die desillusionierte Atmosphäre der Vorlage in den Film als tragendes Stilelement einzubauen und dabei visuell neue Maßstäbe zu setzen.
Als weiblichen Gegenpart gewann man Lena Headey (300, Terminator – The Sarah Connor Chronicles), der es gelingt, eine beeindruckend gefährliche und gnadenlose Aura auszustrahlen.
Dredds mit mentalen Fähigkeiten ausgestatteter Sidekick, Rekrutin Anderson, wird von der sympathischen Olivia Thirlby (Juno, Flug 93) verkörpert.

DREDD_Szenenbild08Was den Zuschauer jedoch letztendlich in Dredd erwartet, hätte man als Fan kaum zu hoffen gewagt! Eine überragende Interpretation der Mega City One, die visuell perfekte Anleihen aus „Blade Runner“ und „Die Klapperschlange“ aufzeigt, eine Story, die trotz ihrer Ähnlichkeiten zum Indonesien-Kracher „The Raid“ so simpel wie fesselnd ist und eine Umsetzung, die einem in ihrer Kompromisslosigkeit und visuellen Wucht den Atem nimmt. Grandios! Ich war total begeistert, da jede Szene einen ästhetischen Leckerbissen darstellt, jede Einstellung sitzt, die Dialoge pointiert und passgenau sind und die Einbindung der Slo-Mo-Effekte beeindrucken. Obwohl die Gewaltdarstellungen visuell überstilisiert sind (man nutzte u.a. die „RED MX“ und die „Phantom Flex High Speed-Kamera“, welche zum Teil mit bis zu 4000 fps filmte), wirken sie nie selbstzweckhaft sondern sind immer als wichtiger Teil der Geschichte integriert; optisch hübsch anzuschauen und dabei trotzdem dreckig und abschreckend.
Sowieso ist Dredd ein Action-Film, der sich komplett gegen den Mainstream stellt, eigenständig seinen Weg geht und, hier ähnelt er seiner Hauptfigur, einen Dreck auf Kompromisse gibt.

Meinen Respekt verdient dabei der Mime Karl Urban, der völlig uneitel die Hauptrolle verkörpert. Er zeigt nicht in einem Moment sein Gesicht oder auch nur den Ansatz von Humor oder emotionaler Wärme, beschränkt seine Gestik dabei einzig auf die Bewegung seines Mundes, seines Kinns und seiner Körperhaltung. Einzig die Rolle von Olivia Thirlby, die im Gegensatz zu ihrem Ausbilder den ganzen Film ohne Helm rumläuft, verleiht durch ihre Aura auch Dredd beinahe menschliche Züge. Hier ist es wirklich auffallend, dass man trotzdem nahezu allen Charakteren eine gewisse persönliche Tiefe spendierte, die dem Film zusätzliche Intensität verleiht!

Die Blu-ray aus dem Hause Universum© Film ist unzensiert und mit einem grafisch markanten Cover versehen. Bild und Ton sind auf allerhöchstem Niveau und bieten ein echtes Heimkino-Erlebnis, der Bonussektor ist zusätzlich noch mit vielen interessanten Informationen bestückt. Hier findet man sechs Featurettes über die Entstehung des Films, neun Interviews mit den am Dreh Beteiligten und dem Dredd-Erfinder John Wagner, so wie einen Originaltrailer.DREDD_01_Kamera_lahmgelegt

Dredd ist für mich schon jetzt das Sci-Fi-Action-Highlight des Jahres, welches von Regisseur Peter Travis perfekt inszeniert und (wie man munkelt) nach dessen Ausscheiden wegen kreativer Differenzen grandios von Alex Garland beendet wurde. Zudem ist Dredd eine der besten Comic-Verfilmungen, die ich je zu Gesicht bekommen habe, da sie sowohl dem Tenor der Vorlage folgt, als auch genug Eigenständigkeit besitzt um über die gesamte Filmlänge zu fesseln! Hart, zynisch, humor- und kompromisslos… ein Film, ganz nach meinem Geschmack!

Blogger-Aktion:

„DREDD: Heute bin ich das Gesetz! – 5 Blogger zeigen Kinn”

Auch heute habe ich das große Vergnügen, an einer neuen Blogger-Aktion teilnehmen zu dürfen. Dieses Mal haben wir hier DREDD, der am 19. April 2013 für das Heimkino veröffentlicht wird.
Gemeinsam mit den geschätzten Kollegen von

www.Cinekie.de
www.Cone-online.com
www.Filmherum.de
www.Kinofilmer.de

Judge Funke

Judge Funke

versuche ich zu erklären, was mich an der Figur des Judge Dredd so fasziniert und die Chance, unser eigenes Kinn Dredd-mäßig in Szene zu setzen! Erstmals stolperte ich über den Unbestechlichen natürlich in seinem Ursprungsmedium, dem Comic! Hier wurde schnell deutlich, was den Judge ausmacht: er lässt sich nicht beeinflussen, geht knallhart seinen Weg, auch wenn dies für ihn mit einer Menge an Problemen und Blessuren verbunden ist. Wo andere jedoch einen lockeren Spruch auf den Lippen haben, lässt er nur stoisch sein Kinn spielen… DAS war cool und wirkte lockerer als jeder lässige Spruch! War die Geschichte auch noch so hart (und mit Brutalität wurde hier nie gespart), er ging unbeirrbar seinen Weg und sorgte für seine Form der Gerechtigkeit (in der Regel sehr schmerzhaft für die Bösewichte).
Den Machern des vorliegenden DREDD gelang es aus meiner Sicht ausgesprochen gut, genau diese Merkmale in den Film zu integrieren, was ihn zu einer würdigen Adaption der Vorlage macht, aber auch genug Eigenständigkeit besitzt um über die gesamte Laufzeit zu fesseln! Eine coole Figur in eine hervorragenden filmischen Umsetzung!

Homepage zum Film: www.dredd-film.de
Facebookseite: www.facebook.com/Dredd.Film.de

Christian Funke-Smolka