Eaters

Eaters

 


 

Eaters
(Splendid film)

Schon seit Jahrzehnten weiß der geneigte Genrekenner, dass es zwei Hauptlieferanten für den immer noch populären Zombiefilm gibt. Auf der einen Seite ist es die US-Filmindustrie, vor Allem durch Herrn Romero vertreten, welche dem Genre einen Sozialkritischen Anstrich verpasste, auf der anderen Seite die Italiener, hier am Populärsten durch den verstorbenen Lucio Fulci vertreten, welche sich durch ihre damals drastischen Effekte und die unnachahmliche Atmosphäre präsentierten. Nachdem die Filmindustrie einige Jahre lang eher wenige Beiträge veröffentlichte, ist der Zombiefilm nun seit geraumer Zeit auffallend oft anzutreffen.
So auch die vorliegende, ungeschnittene Blu ray Eaters aus dem Hause Splendid film, welche von keinem Geringeren als Dr. Uwe Boll präsentiert wird.
Die Geschichte zeigt den drohenden Untergang der Menschheit. Erst wurden die Frauen unfruchtbar, dann folgt die Auferstehung der Toten, welche nun gewaltbereit und hungrig durch die Gegend ziehen. Die Überlebenden, ausschließlich Männer, versorgen den mysteriösen Dr. Gyno mit Testobjekten, da er an einem Gegenmittel arbeitet. An diesen infizierten Untoten führt er grausige Experimente durch, ohne seinem vermeintlichen Ziel auch nur einen Schritt näher zu kommen. Unsere zwei Protagonisten streifen in seinem Auftrag durchs Land, immer auf der Jagd nach den Untoten. Hierbei treffen sie auch auf eine faschistische Gruppierung, welche durch einen kleinwüchsigen mit Hitlerbärtchen angeführt wird.
Eaters liefert eine nicht unbedingt innovative Geschichte, erzählt diese aber mit einem ausgeprägten zynischen Unterton. Teils kommen schwarzhumorige Einlagen, die aber die eher düster-apokalyptische Grundstimmung kaum beeinflussen. Die Darsteller liefern hier eine solide aber nicht überragende Leistung ab, punkten kann der Film deshalb eher mit seiner stimmigen Endzeit – Atmosphäre.
Im Bonussektor findet man ein relativ umfangreiches Making of, ein kurzes Special zu den Visual Effects und eine Trailershow.
Man fragt sich, wie es dazu kommt, dass Uwe Boll einen italienischen Zombiefilm präsentiert, aber eigentlich ist das auch egal. Freunde des Genres werden mit Eaters einen atmosphärischen Film mit guten Effekten und dem für dieses Genre benötigten hohen Gewaltlevel geliefert bekommen, der dabei trotz seiner eher mauen und teils arg klischeebeladenen Handlung kurzweilig zu unterhalten weiß. Dabei ist dem Film an keiner Stelle das wirklich wohl sehr kleine Budget anzumerken. Trotzdem wäre ein wenig Feinschliff seitens des Drehbuches in den Bereichen „Figurenentwicklung“ und „Dialog“ nötig gewesen. Somit bleibt ein durchweg gelungener aber teils eher oberflächlicher Film, der dem Fan die Zeit bis zur zweiten Season von The Walking Dead ein wenig überbrücken wird.
Zombie-Freunde können hier also zugreifen, denn sie bekommen das geboten, was sie von einem italienischen Zombiefilm erwarten!

CFS