„Ein Rezept für die Liebe“ (Capelight Pictures)

„Ein Rezept für die Liebe“ (Capelight Pictures)

Nikki Angioli ist eine junge, aufstrebende Köchin in London. Das Talent ist ihr bereits in die Wiege gelegt worden, denn ihre Eltern besitzen eine gut gehende Pizzeria in Toronto. Bei einem Besuch ihrer alten Heimat trifft Nikki auf Leo, einen Freund aus Kindheitstagen. Die beiden verlieben sich Hals über Kopf ineinander, doch es gibt ein Problem: ihre Familien. Einst gemeinsame Betreiber eines Restaurants, sind sie heute bis aufs Blut verfeindet. Nikki und Leo müssen ihre Liebe verstecken und ahnen nicht, dass sie nicht die einzigen Familienmitglieder sind, die ein Geheimnis wahren…

© Capelight Pictures

Meinung zur Veröffentlichung:

Die junge Nikki Angioli (Emma Roberts) ist eine in London lebende aufstrebende Köchin. Sie stammt aus einer italo-amerikanischen Familie, die in Little Italy eine florierende Pizzeria betrieben haben. Ihr in Kindertagen bester Freund Leo Campoli (Hayden Christensen) kann auf eine ähnliche Familienkonstellation schauen. Beide Familien pflegten eine enge Freundschaft, bis Kochwettbewerb die beiden männlichen Familienoberhäupter zerstritt und diese seit diesem Tag eine leidenschaftliche Feindschaft pflegen. Entsprechend passt es Nikki nicht, dass sie zu einem Besuch zurück in die alte Heimat muss. Wie befürchtet, entwickelt sich der Ausflug für sie und ihre Familienmitglieder zu einem turbulenten Ereignis…

Ich muss gestehen, dass ich kein großer Freund romantischer Komödien bin. Das mag vielleicht ein bisschen ignorant sein und die ein- oder andere cineastische Perle wird dank dieser Einstellung bestimmt an mir vorbeigerauscht sein, aber damit konnte ich bislang ganz gut leben. Als ich jedoch sah, welche Darsteller an dem hier vorliegenden Little Italy beteiligt waren, wurde ich hellhörig. Denn speziell Danny Aiello (den ich seit Léon – Der Profi sehr schätze), Alyssa Milano (die ich seit dem Actioner Das Phantom Kommando ebenfalls sehr mag), Emma Roberts (in den American Horror Story-Staffeln immer wieder grandios) und Hayden Christensen (dem ich nach Star Wars gerne eine Chance geben wollte) versprachen trotz des Genres gute Unterhaltung. Regisseur Donald Petrie (Miss Undercover), der hier ein Drehbuch von Steve Galluccio und Vinay Virmani verfilmt, schafft es dann auch, seine Darsteller gut in Szene zu setzen. Inhaltlich kann der Film zwar keine Bäume ausreißen, dafür werden zu viele Klischees präsentiert und ist der erzählerische Verlauf ein bisschen zu vorhersehbar, aber im Gesamteindruck ist Ein Rezept für die Liebe dann doch ziemlich knuffig. Dies klingt jetzt vielleicht nicht nach einer fachlich hochwertigen Bewertung, aber der Film macht Spaß. Er bietet nämlich all das, was man für einen entspannten Filmabend benötigt: Kurzweil, einige gelungene Gags, klassisch zwischenmenschliches Tohuwabohu und ein Hauptdarstellergespann, bei dem die Chemie stimmt… und manchmal reicht dies schon aus, um sich gut unterhalten zu fühlen!       

Ein Rezept für die Liebe (Originaltitel: Little Italy, CAN/USA 2018) erscheint bei Capelight Pictures als DVD und Blu-ray. Mir lag zur Ansicht die Blu-ray vor, die in Bild (1,40:1/1080p) und Ton (Deutsch & Englisch: dts-HD Master Audio 5.1) qualitativ überzeugen konnte. Im Bonusbereich gab es neben dem Trailer und einigen Programmhinweisen ein zwölfminütiges „Hinter-den-Kulissen“-Special mit Interviews.

Mit Ein Rezept für die Liebe präsentiert Regisseur Donald Petrie eine romantische Komödie, die inhaltlich so weichgezeichnet ist, wie das Cover der Blu-ray. Doch ist es trotzdem erstaunlich unterhaltsam, den größtenteils sehr gut aufgelegten Darsteller bei ihrem bunten Treiben, ihren emotionalen Irrungen und Wirrungen zuzuschauen, so dass man sich trotz der nicht zu leugnenden Vorhersehbarkeit gut unterhalten fühlt. Kein Filmgeschichte schreibender Meilenstein, aber ein durchaus kurzweiliger und nett anzuschauender Unterhaltungsfilm für einen entspannten Abend!

Christian Funke