“Extremely Wicked, Shockingly Evil and Vile” (Constantin Film Home Entertainment) +++Rezension & Gewinnspiel+++

“Extremely Wicked, Shockingly Evil and Vile” (Constantin Film Home Entertainment) +++Rezension & Gewinnspiel+++

Darsteller:

Zac Efron, Lily Collins, Jim Parsons, John Malkovich, Angela Sarafyan, Haley Joel Osment, James Hetfield

Regie:

Joe Berlinger

Von 1974 bis 1978 hält eine brutale Mordserie die gesamte USA in Atem. Mehr als 30 junge Frauen fallen den grausamen Verbrechen zum Opfer.

Ted Bundy (Zac Efron): Attraktiv, smart, charismatisch.

Liz (Lily Collins): Alleinerziehende Mutter und Ted‘s Charme erlegen. Ein Bild von häuslicher Glückseligkeit, die Zwei scheinen alles im Griff zu haben. Als Ted 1975 verhaftet und beschuldigt wird eine wachsende Serie an grausamen Morden an jungen Frauen begangen zu haben, wird dieses Bild schlagartig erschüttert. Die Besorgnis wird bald zur Paranoia – Liz ist gezwungen zu überdenken, wie gut sie den Mann kennt, mit dem sie ihr Leben teilt. Als die Beweise sich häufen, muss sie sich entscheiden ob Ted das Opfer, oder tatsächlich der Täter ist…

© Constantin Film Home Entertainment

Meinung zur Veröffentlichung:

Die Geschichte des Serienkillers Ted Bundy

Ted Bundy (* 24. November 1946; † 24. Januar 1989) war laut Wikipedia ein US-amerikanischer Serienmörder und Vergewaltiger, der zwischen 1974 und 1978 mindestens 30 junge Frauen und Mädchen in den Bundesstaaten Washington, Utah, Colorado, Oregon, Idaho und Florida tötete. Jedoch die Reduzierung auf die nüchternen Fakten verdeutlicht nicht die Wirkung, die dieser Mann seinerzeit auf seine Mitmenschen hatte und auch heute noch nichts von seiner Faszination eingebüßt hat. Denn Bundy war ein außergewöhnlich wortgewandter, gut aussehender und charismatisch-charmanter Mann, dem es schnell gelang, seine Mitmenschen mit seiner Persönlichkeit zu blenden und von seinem wahren Naturell abzulenken. So gelang es ihm zwischen 1974 und 1978 schätzungsweise 60 bis 100 Frauen zu ermorden, von denen er 30 Taten zugab. Mit seinem Aussehen, Charme und seiner Redegewandtheit, oder aber der Vortäuschung von körperlichen Handicaps konnte er seine Opfer überreden, ihm in verlassene Gegenden zu folgen, wo e sie dann überwältigte, misshandelte und letztendlich umbrachte. Doch selbst während der Inhaftierung konnten ihm zahlreiche Frauen nicht widerstehen und machten ihm trotz des Wissens seiner Taten Anträge. Während seiner Haft heiratete er die Verwaltungsangestellte Carole Ann Boone (im Film verkörpert durch Kaya Scodelario), mit der er acht Jahre bis zu seiner Hinrichtung verheiratet blieb und eine Tochter zeugte.

Auch heute noch steht die Person Ted Bundy als Synonym für einen gefährlichen Wahnsinn, der sich hinter einer charismatischen Fassade verbirgt und Vorbild für viele fiktive Figuren in Thrillern und Horrorfilmen war (so war die Figur des Buffalo Bill in Das Schweigen der Lämmer eine Kombination von Ted Bundy und Ed Gein, der zudem direktes Vorbild für Leatherface und Norman Bates war.

„Nur wenige Menschen haben die Fantasie für die Realität.“

Johann Wolfgang v. Goethe

Extremely Wicked, Shockingly Evil and Vile (was in etwa “extrem widerwärtig, schockierend böse und hinterhältig“ bedeutet) ist ein Auszug aus dem Schlussplädoyer des Richters Edward D. Cowart (im Film von John Malkovich dargestellt) bei der Abschlussverhandlung im Jahr 1978. Doch was Regisseur Joe Berlinger hier präsentiert, ist weniger die Fokussierung auf die Taten eines der wahrscheinlich populärsten Serienmörder des 20. Jahrhunderts, sondern vielmehr die Darstellung eines perfekten Blenders und Täuschers. Denn Bundy gelang es in den meisten Fällen nur aufgrund seiner charmanten Art und seines guten Aussehens, seine Opfer zu täuschen. Dazu bedurfte es eines Schauspielers, der in der Lage war, dies facettenreich darzustellen. Als perfekte Wahl erweist sich dabei der sehr wandlungsfähige Zac Efron, dem es auf schier atemberaubende Weise gelingt, seiner Figur eine Menschlichkeit (und gleichzeitig eine unter der Oberfläche brodelnden Gefährlichkeit) zu spendieren, dass es einem den Boden unter den Füssen wegzieht. Denn der Film zeigt einen Mörder, wie ihn in den 1970ern seine Mitmenschen wahrgenommen haben und sich von ihm haben täuschen lassen. Ein so gewagtes wie spannendes Unterfangen, denn Berlinger verzichtet bewusst auf die detaillierte Darstellung der Morde und überlässt es seinem grandios agierenden Hauptdarsteller (der neben einem nicht minder überzeugenden Cast auftritt), den Zuschauer zu verführen und zu manipulieren. Extremely Wicked, Shockingly Evil and Vile überzeugt in nahezu jeder Hinsicht und verschafft einen sehr gut recherchierten, im kleinen Detail liebevoll ausgestatteten Einblick in das Innenleben eines zutiefst kranken Menschen!     

Extremely Wicked, Shockingly Evil and Vile (Originaltitel: Extremely Wicked, Shockingly Evil and Vile, USA 2019) erscheint hierzulande nicht bei Netflix, sondern bei Constantin Film Home Entertainment als DVD, Blu-ray und Video on Demand. Die mir zur Ansicht vorliegende Blu-ray war dabei in Bild (2,39:1/16:9) und Ton (Deutsch & Englisch: dts-HD 5.1) auf einem qualitative überzeugenden Niveau. Im Bonusbereich gab es neben dem Trailer und einigen Programmhinweisen noch ein neunminütiges Special zu den Dreharbeiten und den Darstellern.

 Extremely Wicked, Shockingly Evil and Vile ist beängstigend. Beängstigend gut und in seiner darstellerischen Performance beeindruckend, aber vor allem beängstigend in seiner Wirkung auf den Zuschauer. Denn der Oscar-nominierte Dokumentarfilmer Joe Berlinger geht in seinem ersten Spielfilm nicht auf die grausamen Taten Bundys ein, sondern konzentriert sich auf seinen Charme und sein Charisma, wobei es dem Filmemacher auf ähnliche Weise gelingt, den Zuschauer mit dieser Ausstrahlung zu manipulieren, wie seinerzeit der Serienmörder seine Mitmenschen. Denn trotz des Wissens um seine Taten beginnt man zu zweifeln und sich zu fragen, ob dieser Mensch tatsächlich zu solch grausamen Morden imstande gewesen sein kann. Genau diese inszenatorische Herangehensweise führt zu einem Verständnis, wie es  Bundy gelingen konnte, seine Mitmenschen zu täuschen und sorgt für eine dichte, atemlose Atmosphäre, der man sich kaum zu entziehen vermag. Für mich schon jetzt einer der interessantesten und außergewöhnlichsten Filme dieses Jahres und entsprechend unbedingt zu empfehlen!

Gewinnspiel:

Ich freue mich, zum Verkaufsstart von „Extremely Wicked, Shockingly Evil and Vile”

2 x die Blu-ray

verlosen zu können.

Frage:

Was ist euer liebster Zac Efron-Film?

Wer mir bis zum 15. Juli 2019 eine Mail mit dem Betreff „Ted Bundy”  (plus der Anschrift & der Antwort) an:

christian@wewantmedia.de

schickt, das Gewinnspiel freiwillig auf Facebook mit jemandem teilt, dem das auch gefallen könnte und mir, wer mag, noch ein “gefällt mir” auf meiner Facebook – Seite (https://www.facebook.com/wewantmedia) gibt, nimmt an der Verlosung teil!

Bestimmt durch die Reihenfolge der Teilnahme bekommt jeder Teilnehmer eine Nummer zugeordnet, über den oder die Gewinner/in entscheidet ganz unparteiisch und unbestechlich Random.org.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, der/die Gewinner/in wird zeitnah benachrichtigt.

Herzlichen Glückwunsch! Die Gewinner stehen fest und wurden per Mail informiert. Die Blu-rays sind bereits auf dem Weg, viel Spaß damit! Allen anderen Teilnehmenden meinen herzlichen Dank für die große Resonanz und viel Glück beim nächsten Gewinnspiel!

Christian Funke