Flight (Studiocanal) +++Review+++Blogger-Aktion "Blogger gehen in die Luft"+++

Flight (Studiocanal) +++Review+++Blogger-Aktion „Blogger gehen in die Luft“+++

819NNTR7ECL._SL1500_Als sein Passagierflugzeug abstürzt und es scheinbar keine Rettung gibt, erringt Captain Whip Whitaker (Denzel Washington) mit einem schier unglaublichen Manöver die Kontrolle zurück. Er schafft eine Notlandung und rettet viele Menschenleben. Whip wird als Held gefeiert, denn jeder weiß: Niemand außer ihm hätte das Flugzeug landen können.

Doch dann wirft die Untersuchung des Crashs ein neues Licht auf den Lebensretter. Whip hat etwas zu verbergen. Unangenehme Fragen werden gestellt und er muss sich entscheiden: Zwischen der Lüge, mit der er seinen Ruf rettet oder einer schmerzhaften Wahrheit, die viel Mut erfordert.
In der ersten Zusammenarbeit der beiden Oscar-Preisträger beschert Regisseur Robert Zemeckis seinem Hauptdarsteller Denzel Washington eine einmalige Rolle: den brillanten Piloten Whip Whitaker, der in Turbulenzen gerät, lange nachdem er das Cockpit verlassen hat. Und Washington verkörpert diesen vielschichtigen Charakter mit einer Leistung, über die man noch lange sprechen wird. Für Zemeckis ist FLIGHT die Rückkehr zum großen Erzählkino – nach seinen Motion-Capture-Filmen „Der Polarexpress“ (2004) und „Die Legende von Beowulf“ (2007). In der Tradition seiner Riesenerfolge „Forrest Gump“ und „Verschollen – Cast Away“ gelingt ihm das Porträt eines Mannes, der über sich hinaus wächst: Weil er für etwas kämpft, das größer ist als er selbst.

Bis in die Nebenrollen hinein ist FLIGHT treffend besetzt, unter anderem geben der Oscar-nominierte Don Cheadle („L.A. Crash“), Kelly Reilly („Sherlock Holmes: Spiel im Schatten“) und John Goodman („The Big Lebowski“) Kostproben ihres Könnens ab. Weitere Rollen übernahmen Oscar-Gewinnerin Melissa Leo („The Fighter“), Bruce Greenwood („Thirteen Days“), Brian Geraghty („Tödliches Kommando – The Hurt Locker“), Tamara Tunie („Im Auftrag des Teufels“) und Nadine Velazquez („Charlie’s Angels“). Das Drehbuch zu FLIGHT stammt von John Gatins („Real Steel – Stahlharte Gegner“), die Kamera führt Don Burgess („Forrest Gump“).

FLIGHT

Meinung zum Film:

Robert Zemeckis ist einer der wohl erfolgreichsten Regisseure der letzten zwei Jahrzehnte. Neben Klassikern wie „Forrest Gump“, „Roger Rabbit“ oder „Cast Away“ engagiert er sich massiv in der technischen Entwicklung des Filmemachens, so dass jeder neue Film von ihm auch in der Regel gleichzeitig ein Beitrag auf technisch hohem Niveau ist. Dabei scheint es ihm jedoch immer wichtig zu sein, nicht die Technik über die Geschichte zu stellen, sondern diese nur zur Unterstützung zur Seite zu stellen. So ist es auch in seinem neusten Film Flight.
Ihm zur Seite steht dieses mal überraschenderweise nicht sein Stammschauspieler Tom Hanks, sondern erstmalig Denzel Washington, der ein grandioser Schauspieler ist, jedoch in seinen letzten Rollen oftmals unterfordert wirkte und diese, man verzeihe mir das flache Wortspiel, wie auf Autopilot zu spielen schien. Hier jedoch mimt er eine Figur, die sein ganzes Können fordert. Die Gradwanderung zwischen Held und gescheiterter Existenz, narzisstischem Ego-Menschen und einer selbstzerstörerischen Person meistert er mit Bravour, ohne dabei sein oftmals wie festgemeißelt wirkendes Saubermann-Image, welches ihm in so vielen Rollen anhaftet, anwenden zu müssen. Auch die übrigen Darsteller wissen zu überzeugen, so dass der Film sowohl inszenatorisch als auch darstellerisch wie aus einem Guss wirkt! Auch auf der Tricktechnik-Seite wird einiges geboten! Auch wenn es nur eine markante Szene ist, nämlich die des Absturzes, kann man sagen, dass man solch einen intensiven Moment selten in einem Film geboten bekommen hat.Flight_2

Wie der Film weiß auch die Blu-ray aus dem Hause Studiocanal zu überzeugen. Neben dem Hauptfilm, der in sehr guter Bild- und Tonqualität vorliegt, einem ziemlich coolen Hauptmenü, befindet sich im Bonussektor neben einem Making of, welches neben Interviews noch Szenen vom Dreh beinhaltet, eine Live-Frage-und-Antwort-Runde mit allen Beteiligten, eine Dokumentation über die Entstehung der Absturz-Szene so wie über die Planung des Films (erneute Interviews mit Regisseur und Drehbuchautor). Dazu gesellen sich noch der Originaltrailer und eine Programmübersicht.

Flight ist ein erneuter Beweis über die Qualitäten des Regisseurs Robert Zemeckis seinem Hauptdarsteller Denzel Washington. Inszenatorisch perfekt und darstellerisch brillant wirkt der Film jedoch trotz der emotional mitreissenden Story und der technisch faszinierenden Inszenierung an manchen Stellen zu sehr auf Kalkül inszeniert. Es gibt sehr viele mutige Ansätze in diesem Film (alleine einen solch desolaten Charakter wie Whip Whitaker als Sympathieträger zu nehmen ist genial), die dann jedoch nicht konsequent zu einem Ende geführt werden, sondern kurz vor der Zielgeraden der Moralfinger subtil daherkommt.
Trotzdem ist Flight ein überaus fesselnder Film, bei dem man nur auf einem sehr hohen Niveau mäkeln kann, denn es gelingt ihm, nahezu über die gesamte Filmlänge einen Spannungsbogen zu halten und dabei mit seinen emotionalen Momenten zu berühren. Somit also trotz des etwas vorhersehbaren und etwas zu sauberen Endes eine klare Empfehlung!

Blogger-Aktion:

Blogger gehen in die Luft

FlugzeugBei der heutigen Blogger-Aktion zur Veröffentlichung von Flight wurden wir gefragt, ob es schreckliche Erlebnisse in unserer Karriere als Fluggast gab, die es lohnen, hier niedergeschrieben zu werden.
Nun ja, da ich recht reiselustig bin, habe ich schon so manchen Flug überstanden, oftmals natürlich mit den entsprechenden „interessanten“ Erlebnissen wie den üblichen Verspätungen, das Warten auf Stand-by-Flüge, unfreundlichem Personal oder dem schlafenden Sitznachbarn, dessen Kopf selig auf meiner Schulter ruhte, während dabei sein Speichel eher unschöne Flecken auf meinem Shirt hinterließ.

Mein wohl (aus heutiger Sicht) übelstes Erlebnis war aber ein (aus damaliger Sicht) sehr spannender Rückflug aus dem Urlaub. Ich muss so knapp 10 Jahre alt gewesen sein, als ich mit meinen Eltern aus dem gemeinsam verbrachten Sommerurlaub zurückflog. Das Flugzeug macht auf der Hälfte der Strecke lustige Geräusche und flog etwas bockig, was mir als kleine Gefahrensucher-Kröte viel Spaß bereitete, während sich eine Menge der um mich herum sitzenden Fluggäste ihr Essen ein zweites mal durch den Kopf gehen ließen (sehr unschön, denn nicht jeder traf auf Anhieb den eher kleinen Kotztüten-Eingang). Meine Eltern, eigentlich die Verkörperung der inneren Ruhe und Ausgeglichenheit, waren ebenfalls etwas hektisch und käsig um die Nase, da sie den Blick aus dem Fenster „genießen“ konnten. Bei der Landung (es begrüßten uns freudig erregt eine große Anzahl an Feuerwehrleuten und Notärzten) sah ich dann auch den Grund für den etwas turbulenten Flug: ein komplettes Triebwerk war ausgebrannt und drohte abzureißen! Die nächsten Jahre fuhren wir per Bahn oder Auto in den Urlaub!

Ich bin sehr gespannt auf die Erlebnisse der geschätzten Blogger-Kollegen von:

http://www.filmfreek.de/
http://www.filmherum.de/
http://www.farbensportlich.de/
http://ziemlich-beste-filmkritiken.de/
http://www.film-rezensionen.de/

Christian Funke-Smolka