„Freddy/Eddy“ (EuroVideo Medien GmbH) +++Rezension, Special & Gewinnspiel+++

„Freddy/Eddy“ (EuroVideo Medien GmbH) +++Rezension, Special & Gewinnspiel+++

Darsteller:
Felix Schäfer, Jessica Schwarz (“You Are Wanted”), Katharina Schüttler (“Ku’damm 56”), Robert Stadlober (“Sonnenallee”), u.a.

Regie:
Tini Tüllman

Das Leben des Malers Freddy (Felix Schäfer) wird komplett auf den Kopf gestellt. Er soll seine Frau krankenhausreif geschlagen haben – doch er kann sich an nichts erinnern. Nicht nur wenden sich alle von ihm ab, auch das Sorgerecht für seinen Sohn ist in Gefahr. Die neue Nachbarin Paula (Jessica Schwarz) und ihre Tochter Mizi (Greta Bohacek), die Freddy noch ohne Vorurteile entgegenkommen, sind sein einziger Lichtblick.

Da taucht plötzlich Eddy, sein imaginärer Freund aus Kindheitstagen auf, der ihm bis aufs Haar gleicht. Als sich die mysteriösen und brutalen Ereignisse häufen, versucht Freddy mit Hilfe seiner eigenen Vergangenheit Eddys Existenz auf die Spur zu kommen. Aber bald verwischen die Grenzen zwischen Realität, Halluzination und Wahnsinn, denn wie soll man beweisen, dass es jemanden gibt, den man sich eigentlich nur ausgedacht hat?

Intelligentes Regiedebüt von Tini Tüllman, hochkarätig besetzt mit Jessica Schwarz („You Are Wanted“), Burghart Klaußner („Der Vorleser“) und Robert Stadlober („Sonnenallee“). Ausgezeichnet unter anderem bei den Hofer Filmtagen (Heinz-Badewitz-Preis), dem Austin Film Festival (Bester Film Dark Matters Category) und Achtung Berlin Filmfestival (Beste Regie).

© EuroVideo Medien GmbH & Tini Tüllmann. All Rights Reserved

Meinung zur Veröffentlichung:

Der talentierte und aufstrebende Maler Freddy (Felix Schäfer) sieht seine Welt in einem kurzen Augenblick in einen Scherbenhaufen zerfallen. Als er seine Frau bei einem Seitensprung mit ihrem Liebhaber (Robert Stadlober) erwischt, brennen bei ihm die Sicherungen durch und es kommt zu einer körperlichen Auseinandersetzung. Um nicht das Sorgerecht für den gemeinsamen Sohn zu verlieren, stimmt er einem Vergleich zu, der aufgrund seiner Prominenz in den Medien ausgebreitet wird. Daraufhin verliert er seine Galerie und die Möglichkeit, seine Bilder auszustellen. Um Abstand zu gewinnen, zieht er in ein abgelegenes Dorf, wo er einen Kontakt zu seiner Nachbarin Paula (Jessica Schwarz) und ihrer Tochter Mizi (Greta Bohacek) aufbaut. Alles scheint sich positiv zu entwickeln, bis sein imaginärer Freund aus Kindheitstagen Eddy (ebenfalls Felix Schäfer) auftaucht. Und Eddy ist kein angenehmer Zeitgenosse…

Filme über Doppelgänger, beziehungsweise die Variation der Jeckyll & Hyde-Thematik gibt es zuhauf, doch was Regiedebütantin Tini Tüllman hier präsentiert, ist für einen Erstling schon beeindruckend. Da sie auf öffentliche Fördermittel oder die Anbindung an einen TV-Sender verzichtete, stand ihr ein sehr übersichtliches Budget zur Verfügung. Nichtsdestotrotz gelang es ihr, mit Jessica Schwarz, Robert Stadlober, Burghart Klaußner und Daniel Christensen aus darstellerischer Sicht prominente Rückendeckung zu erfahren. Entstanden ist ein kleiner aber feiner Thriller, der inhaltlich immer wieder Haken schlägt, dem man seine gelegentlich auftretende Holprigkeit gerne verzeiht und der zum Finale hin Tempo und Spannung massiv anzieht. In vielen Momenten spürt man das Talent und die hohe Motivation der Regisseurin, der es gelingt, über die gesamte Laufzeit zu fesseln und gut zu unterhalten. Herausgekommen ist ein überzeugender, doppeldeutiger und teils perfider Thriller, der unbedingt sehenswert ist. Von mir gibt es an dieser Stelle also eine klare Empfehlung!

 

 

Freddy/Eddy (Originaltitel: Freddy/Eddy, Deutschland 2016) erscheint bei EuroVideo auf DVD, Blu-ray und Digital, mir stand zur Ansicht ein Stream zur Verfügung, weshalb ich über die Bild- und Tonqualität, so wie die weitere Ausstattung der Verkaufsprodukte nichts sagen kann.

Der Regisseurin Tini Tüllman gelingt mit ihrem Regiedebüt trotz eines sehr geringen Budgets und dem Verzicht jeglicher Unterstützung von Filmförderern oder Sendern ein beachtlicher intensiver Psychothriller, der im Gesamteindruck überzeugen kann. Freddy/Eddy ist ein sehens- und empfehlenswerter Erstling, den ich jedem Genre-Fan ans Herz legen kann!

Das andere Ich – Das böse Alter Ego im Film

Gibt es etwas Komplexeres als den menschlichen Verstand? Ist er gesund, kann er zu außergewöhnlichen Leistungen fähig sein. Gestört jedoch, etwa durch Schizophrenie oder eine multiple Persönlichkeitsstörung, können die Auswirkungen fatal sein.

Zur Veröffentlichung von FREDDY/EDDY am 06. September 2018 auf DVD, Blu-ray und digital gibt es hier nun einige der bedeutendsten Produktionen mit dieser so tragischen wie faszinierenden Thematik.

FREDDY/EDDY (2018)

Der Maler Freddy scheint mit beiden Beinen fest im Leben zu stehen. Doch dann sieht er sich plötzlich mit der Anschuldigung konfrontiert, seine Frau krankenhausreif geschlagen zu haben. Dies markiert den Auftakt einer Reihe brutaler Gewaltakte, die mit jedem Tag mehr Fragen aufwerfen. Wieso kann sich Freddy an keine seiner angeblichen Taten erinnern? Und noch viel wichtiger: Was hat all das mit Eddy zu tun, seinem imaginären Freund aus Kindheitstagen?

FREDDY/EDDY ist mit diversen deutschen Schauspielgrößen wie Jessica Schwarz, Katharina Schüttler und Robert Stadlober hochkarätig besetzt und weiß mit seiner perfekt fotografierten Kulisse am Tegernsee auch optisch zu überzeugen.

SPLIT (2016)

„Split“ war ein Überraschungserfolg an den Kinokassen und zeigte eine der wahrscheinlich facettenreichsten schauspielerischen Leistungen der letzten Jahre. Im Film verkörpert Hauptdarsteller James McAvoy den Entführer Kevin Crumb, der in Folge einer multiplen Persönlichkeitsstörung nicht weniger als 23 verschiedene Charaktere in sich beherbergt. Oder sind es 24? Während Persönlichkeiten wie der neunjährige Dennis durchaus freundlich eingestellt sind und Kevins Opfern sogar helfen wollen, verbirgt sich in den Tiefen seines Verstandes die 24. Inkarnation, „Die Bestie“ genannt. Und wo sie hervorbricht, ist Panik angesagt!

Wie von Regisseur M. Night Shyamalan nicht anders zu erwarten, dürfen sich die Zuschauer am Ende auf eine besondere Überraschung freuen. Wir wollen an dieser Stelle natürlich nicht zu viel verraten, man kann sich allerdings auf das Wiedersehen eines alten Bekannten gefasst machen, der bereits in einem früheren Werk Shyamalans mit außergewöhnlichen körperlichen Fähigkeiten in Erscheinung trat

STEREO (2014)

Was passiert, wenn sich zwei der erfolgreichsten deutschen Schauspieler einen Kopf teilen? In „Stereo“ genießt Motorradmechaniker Erik, gespielt von Jürgen Vogel, zunächst die ländliche Idylle zusammen mit Frau und Kind. Dann taucht jedoch wie aus dem Nichts der unbekannte Henry alias Moritz Bleibtreu auf. Er beginnt, Erik zu provozieren und gewaltsam aus seiner scheinbar heilen Welt zu zerren. Doch existiert Henry wirklich? Oder geschieht vielleicht alles nur in Eriks Kopf? Bevor er sich dessen bewusst wird, bricht eine Welle der Gewalt los, die nicht nur Erik an den Rand des Wahnsinns treibt, sondern auch seine Familie in tödliche Gefahr bringt.

Der deutsche Psychothriller war nicht nur bei Filmfans beliebt, sondern wurde auch von Kritikern überaus wohlwollend aufgenommen und war sogar einer von 15 Kandidaten für den deutschen Beitrag um den Oscar in der Kategorie „Bester nicht-englischsprachiger Film“.

A BEAUTIFUL MIND (2001)

Während die gespaltene Persönlichkeit in „Stereo“ noch Auftakt für anarchische Gewaltorgien war, sind die Töne im Drama „A Beautiful Mind“ aus dem Jahr 2001 wesentlich ruhiger. Der Film beleuchtet die wahre Geschichte des bekannten Mathematikers John Forbes Nash, welcher zur Zeit seines Studiums den Ruf eines Genies genießt. Als er jedoch der Vorstellung anhängt, er arbeite im Auftrag der amerikanischen Regierung und entschlüssele im Geheimen Codes sowjetischer Agenten, kommt die grausame Wahrheit ans Licht: Nash leidet an einer schizophrenen Psychose, die Geschichte rund um geheime Regierungsaufträge entspringt lediglich seiner Fantasie. Selbst sein Zimmergenosse aus der Studienzeit entpuppt sich schließlich als Wahnvorstellung.

Erst nach Jahren der Behandlung kann Nash weitgehend genesen wieder in den wissenschaftlichen Betrieb zurückfinden und ein vielbeachtetes Comeback feiern. Im Film wie auch im wahren Leben wurden seine Leistungen letztendlich mit dem Alfred-Nobel-Gedächtnispreis für Wirtschaftswissenschaften geehrt.

FIGHT CLUB (1999)

Man muss kein Filmfan sein, um sie zu kennen: die erste Regel des „Fight Club“! Der illegale Boxring, in dem sich Männer in einem heruntergekommenen Keller bis aufs Blut bekämpfen, ist mittlerweile Teil der Popkultur. Über diesem Motiv vergisst man jedoch leicht, um was es in dem Kultfilm von David Fincher aus dem Jahr 1999 wirklich geht. Und das sind keine Fäuste, sondern die zutiefst verdrehte Persönlichkeit eines namenlosen Büroangestellten, der scheinbar zufällig auf den charismatischen Tyler Durden trifft. Oder das zumindest glaubt, denn in einem der markantesten Plot Twists der jüngeren Filmgeschichte stellt sich schließlich heraus, was aufmerksame Zuschauer schon geahnt haben: Tyler existiert nur in der Fantasie des Protagonisten und ist Teil seiner gespaltenen Persönlichkeit.

Diese Wendung ist besonders für die geplagte Hauptfigur ein Schock, da er erkennen muss, dass er in den Phasen vermeintlicher Schlafstörungen als Tyler ein terroristisches Netzwerk aufgebaut hat, ohne sich später daran erinnern zu können. Ist es bei Freddy vielleicht genauso und der vermeintliche Zwilling existiert eigentlich nur in seinem Kopf? Was in den Phasen aus ihm wird, an die er sich nicht erinnern kann, birgt eine schreckliche Gefahr für ihn und die Menschen, die er liebt.

Wer den schmalen Grat zwischen Wahnsinn und Wirklichkeit erforschen will, sollte sich den Home-Entertainment-Start von FREDDY/EDDY am 06. September 2018 auf DVD, Blu-ray und digital nicht entgehen lassen!

Gewinnspiel:

Ich freue mich, zum Heimkinostart von „Freddy/Eddy“

1 x die DVD
1 x die Blu-ray

verlosen zu können.

Frage:
Was ist euer liebstes Regie-Debüt?

Wer mir bis zum 18. September 2018 eine Mail mit dem Betreff „Freddy/Eddy“ (plus der Anschrift & der Antwort) an:

christian@wewantmedia.de

schickt, das Gewinnspiel freiwillig auf Facebook mit jemandem teilt, dem das auch gefallen könnte und mir, wer mag, noch ein “gefällt mir” auf meiner Facebook – Seite (https://www.facebook.com/wewantmedia) gibt, nimmt an der Verlosung teil!

Bestimmt durch die Reihenfolge der Teilnahme bekommt jeder Teilnehmer eine Nummer zugeordnet, über den oder die Gewinner/in entscheidet ganz unparteiisch und unbestechlich Random.org.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, der/die Gewinner/in wird zeitnah benachrichtigt und unter diesem Post genannt.

Herzlichen Glückwunsch! Die Gewinner stehen  fest und wurden per Mail informiert. Die Filme sind auf dem Weg, viel Spaß damit! Allen anderen Teilnehmenden meinen herzlichen Dank für die große Resonanz und viel Glück beim nächsten Gewinnspiel!

Christian Funke