Glaube, Blut und Vaterland - Die wahre Geschichte des Opus Dei (Ascot Elite)

Glaube, Blut und Vaterland – Die wahre Geschichte des Opus Dei (Ascot Elite)

Regisseur Roland Joffé dürfte den meisten Zuschauern mit seinen Filmen Killing Fields – Schreiendes Land und Mission ein Begriff sein. Mit einem unglaublichen Gespür für fesselnde Geschichten und berauschenden Bildern gelang es ihm, den Zuschauer zu fesseln.

In seinem neusten Film, Glaube, Blut und Vaterland, erleben wir den Journalisten Robert (Dougray Scott), der im Jahre 1975 ein Buch über den Geistlichen und Gründer der umstrittenen römisch-katholischen Laienorganisation Opus Dei Josemaria Escrivá (Charlie Cox – Moby Dick) schreiben soll. Dieser ist gerade verstorben, und soll seitens der Kirche heilig gesprochen werden. Da der Journalist der Sohn des ehemals besten Freundes Escrivás ist, bedeutet das für ihn, auch ein Stück Familiengeschichte zu erforschen, denn eigentlich hat er den Kontakt zum Vater Manolo (Wes Bentley – Die Tribute von Panem), der im Sterben liegt, abgebrochen. Für das Buch jedoch sucht er ihn am Sterbebett auf, und erfährt die Geschichte zweier Freunde, die sich während der blutigen Auseinandersetzungen des spanischen Bürgerkrieges in den 30ern des letzten Jahrhunderts trotz langer Freundschaft voneinander entfernt haben.
Während der eine sich immer mehr seinem Glauben widmet, und in einer Zeit, wo Geistliche systematisch hingerichtet werden, Priester wird, um sich auf die Seite der Bedürftigen zu schlagen, lebt der andere für seinen Hass und sympathisiert offen mit dem Faschismus.

An Hand eines Vater-Sohn –Konfliktes erzählt der Regisseur die Entstehung des Opus Dei. Alle Darsteller, allen Voran die beiden Hauptdarsteller, liefern eine solide und überzeugende Darbietung. Der in Rückblenden erzählte Film hat diverse Zeitsprünge zwischen den Jahren 1911 bis 1975, ist aber trotzdem in einem ruhigen, beinahe bedächtigen Tempo inszeniert. Musikalisch hervorragend untermalt ist Glaube, Blut und Vaterland ein fesselnder und faszinierender Film.

Die Blu-ray von Ascot Elite zeichnet sich sowohl im Bild als auch Ton durch hervorragende Werte aus. Im Bonusbereich befindet sich ein Interview mit dem Schauspieler Wes Bentley, deleted scenes und einen Trailer plus Programmshow.

Glaube, Blut und Vaterland ist ein oppulenter, episch erzählter Film von Regisseur Roland Joffé, der sich ganz im Stile seiner vorherigen Filme auf seine bildgewaltige Inszenierung baut, und über die Kombination von Sprache, Bildern und Musik seine Geschichte transportiert. Freunde anspruchsvoller Geschichten und wunderbarer Bildsprache kommen an diesem Film nicht vorbei!

Christian Funke-Smolka