Hammer of the Gods (Entertainment One/ WVG)

Hammer of the Gods (Entertainment One/ WVG)

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Extrem, kaltblütig, brutal: Britisches Wikingerland 871 n. Chr..

Steinar (Charlie Bewley), ein unverbrauchter Krieger und jüngster Sohn des Königs, macht sich auf Befehl seines Vaters zusammen mit einer kleinen Truppe Männer auf die Suche nach seinem verschollenen Bruder, um sein Volk vor dem drohenden Untergang zu bewahren. Steinars epische Reise führt ihn durch feindliches Kriegsgebiet, lässt ihn reifen und zu dem Mann werden, den sich sein Vater als Nachfolger für sein Land wünscht: einen schonungslosen, unversöhnlichen Erben des Königlichen Throns.

Meinung zum Film:

91uCGyaLWEL._SL1500_Ich gebe es zu, ich bin ein Freund des leider immer nur sporadisch mit neuen Beiträgen versorgten Gattung des Wikinger-Films. Deshalb war ich hocherfreut, als ich eine Vorankündigung sah, dessen Titel ein wenig an alte Manowar-Songs erinnerte, und Inhaltsangabe so wie beigefügter Trailer genau die Dosis Genrefilm versprachen, die ich mir erhoffte.

Angesiedelt im Großbritannien des Jahres 871 nach Christus sehen wir den König, der schwer verletzt keine besonders hohe Lebenserwartung mehr hat. Jedoch fehlt ihm der Thronfolger da der eine Sohn zu jung und der andere eher Diplomat statt Kämpfer ist. Drum schickt der König seinen besten Krieger Steinar (Charlie Bewley) los. Um den ältesten Sohn, der jedoch verschollen ist, zu suchen. Der Krieger schart einige Gleichgesinnte um sich und macht sich auf eine Reise, die beschwerlich und gefährlich für ihn ist.

Hammer of the Gods ist ein Film, der eigentlich nicht viel verkehrt macht. Solide von Regisseur Farren Blackburn inszeniert, trifft man hier auf Darsteller, denen man ihre Rollen abnimmt. Dazu gesellen sich unglaublich schöne und hervorragend in Szene gesetzte Landschafts- und Naturaufnahmen, die malerisch von der Kamera eingefangen wurden. Stilsicher werden zudem auch die Kämpfe choreografiert, welche sich visuell ein wenig an „Spartacus“ und „300“ orientieren. Leider haben es jedoch einige dieser Kämpfe ni81VlDmkTb6L._SL1500_cht unbeschadet in die mir vorliegende Fassung geschafft, denn trotz der FSK 18 mussten knapp 1,5 Minuten an Schauwerten entfernt werden, was ein wenig erstaunt, da wir es hier nicht mit einem überzogen brutalen Film zu tun haben.

Hammer of the Gods erscheint bei Entertainment One und WVG als schön gestaltete Veröffentlichung im Schuber, die Bild- und Tonqualität ist hervorragend. Im Bonusbereich befindet sich neben vier längeren Interviews noch ein etwa zwanzig Minuten langes Making of und etwas Videomaterial von den Dreharbeiten so wie eine Programmshow.

Hammer of the Gods ist ein solider Beitrag des Genres, der in allen Punkten überzeugt und somit gut unterhält. Einziger Wermutstropfen sind die (aus meiner Sicht unnötigen) Kürzungen, die den Filmgenuss zwar nicht komplett einschränken, aber etwas dämpfen. Fans dieser Filmgattung kann man Hammer of the Gods trotzdem ans Herz legen, da er seine Story dem Genre entsprechend düster, ernsthaft und gewalttätig erzählt.

Christian Funke-Smolka