Hatchet 2

Hatchet 2

Hatchet II
(Sunfilm)

Victor Crowley is back!!! Mit Spannung wurde die Fortsetzung des Überraschungserfolges Hatchet von Adam Green (Frozen) von den Genrefans erwartet, und wieder gelingt es ihm, eine nicht zu ernstgemeinte aber extrem blutrünstige Hommage an die Klassiker des Backwood Slasherfilms zu servieren. Wie schon im ersten Teil ist es ihm dazu gelungen, einige Größen des Genres vor die Kamera zu bitten. So sehen wir erneut in der Rolle des Vaters von Victor Crowley Kane Hodder (DER ultimative Jason Voorhees aus Freitag der 13. Kane Hoder spielt in Hatchet aber nicht nur den Vater, sondern auch Victor Crowley selbst!! ), Tony Todd (Candyman-Trilogie) oder Regisseur Tom Holland (Fright Night) als Onkel der Hauptprotagonistin und einziger Überlebenden des ersten Teils, Marybeth (diesmal in der Rolle der Marybeth: Danielle Harris, Halloween, Düstere Legenden, Last Boy Scout), aber auch in Nebenrollen findet man Größen wie Mike Mendez oder Lloyd Kaufman.
Die Geschichte ist schnell erzählt, denn genau so nebensächlich wie in Teil 1! Marybeth ist die einzige Überlebende des ersten teils und bittet Reverend Zombie (Tony Todd) um seine Mithilfe. Sie möchte mit einer Gruppe von Jägern zurück in die Sümpfe, um Crowley ein für alle mal zu erledigen. Schnell findet man mit dem Anreiz des Kopfgeldes eine kleine Gruppe, welche sich der Kreatur stellt. Jedoch ist dieses Unterfangen schwieriger als gedacht, und die Zahl der Jäger dezimiert sich rasend schnell. Durch Rückblenden in die Vergangenheit erfahren die Zuschauer mehr über die Hintergründe der Kreatur, und das es eigentlich nur einen Weg geben kann, diese zu besiegen. Hatchet 2 macht Spaß! Nun gut, man benötigt einen morbiden Sinn für Humor und einen guten Magen, um das Gezeigte zu überstehen, aber beides sollte für den Fan kein Problem darstellen. Regisseur Adam Green (zu sehen in einem grandios ekeligen Kurzauftritt zu Beginn des Filmes) weiß, was die Fans wollen, und das wird ihnen in dem vorliegenden Film präsentiert. Ob das Monster mit seiner knapp drei Meter langen Motorsäge seine Opfer zerlegt, oder einer der Protagonisten beim Geschlechtsverkehr seinen Kopf verliert, das Alles wird so dermaßen übertrieben dargestellt, das es beinah cartoonhaft wirkt. Der Verzicht auf eine hohe Anzahl an Filmzitaten (wie er dies im ersten Teil praktizierte), mag so manchen Fan ein wenig stören, jedoch unterhält der Rest des Filmes dermaßen kurzweilig, das dies nicht weiter ins Gewicht fällt.
Als Extras befinden sich neben einem Audiokommentar noch ein knapp halbstündiges Making of (Behind the screams), das Feature „First Look“, der Trailer und eine Programmschau auf der Blu Ray. Bild und Ton lassen bei der Veröffentlichung aus dem Hause Sunfilm/ Tiberius Film aus technischer Sicht keine Wünsche offen. Einziges Manko hier ist, das es sich um die für eine 18er Freigabe gekürzte Fassung handelt, die dem Zuschauer sowohl bei den vielen Mordszenen einen Teil der Effekte, als auch dann logischerweise im Making of die Erklärung eben dieser Szenen vorenthält. Witzigerweise wird allerdings mit einem Szenenbild auf dem Cover der Blu Ray geworben, welches dann aus der finalen Version der Veröffentlichung herausgeschnitten wurde.

Hatchet 2 ist ein blutiger, sinnfreier Spaß, der sich nicht zu ernst nimmt, und auf eine angenehm altmodische Weise (hier findet man keinen unnötigen CGI – Schnickschnack, alle Effekte ist handgemacht) begeistert und unterhält!

CFS