Hexen – Die letzte Schlacht der Tempelritter (Sunfilm/ Tiberius Film)

Hexen – Die letzte Schlacht der Tempelritter (Sunfilm/ Tiberius Film)


Lange Zeit musste der geneigte Fantasy-Fan mit der Herr der Ringe – Trilogie seinen Appetit auf Genrekost befriedigen, nun wartet man sowohl auf den Hobbit (was noch eine lange Warterei bedeutet), oder die im Winter startende HBO-Serie Game of Thrones. Um sich bis dahin ein wenig über Wasser halten zu können, kommt die vorliegende DVD Hexen – Die letzte Schlacht der Templer aus dem Hause Sunfilm/ Tiberius Film wie gerufen! Regisseur Perry Reginald Teo (The Gene Generation) gelingt es, mit Hexen – Die letzte Schlacht der Templer einen kurzweiligen, effektreichen Kostüm-Fantasy, Action-Martial-Arts-Film vorzuweisen, der zwar keinen besonders langanhaltenden Nährwert besitzt, aber für jeden etwas bietet, und dadurch knapp 90 Minuten zu unterhalten weiß.
Die Geschichte handelt von Prinz Malachi (das ehemalige Boygroup-Wunder Luke Gross, auch zu sehen in Death Race 2, Hellboy 2), welcher mit seinem Freund Jason (Ed Speleer, Eragon) aus einer großen Schlacht heimkehrt. Da zwischenzeitlich sein Vater, der König verstarb, muss Prinz Malachi nun die Herrschaft übernehmen. Dies erweist sich allerdings als keine leichte Aufgabe, denn das Land ist verwüstet, und die Leute verängstigt und misstrauisch. Der Prinz muss feststellen, dass dies das Werk der Hexenkönigin ist, welche mit ihrer Magie die Bevölkerung knechtet. Für unsere Helden ist natürlich klar, dass dies bekämpft werden muss.
Was kann man über Hexen – Die letzte Schlacht der Templer berichten? Der Film ist ein, wie eingangs schon erwähnt, unterhaltsamer Vertreter des Genres. Eine recht spannende Geschichte wird solide in Szene gesetzt, die Charaktere werden durch relativ überzeugende Darsteller verkörpert. Hier ist zu bemerken, dass Ed Speleer seine Aufgabe souveräner und überzeugender meistert, als dies sein Kollege Luke Gross schafft, da man ihm den edlen Königssohn nicht abnimmt, da er in jeder Szene wie ein jugendlicher Abenteurer wirkt (ob dies so gewollt ist, oder er einfach erneut nur sich selbst verkörpert, weiß ich nicht). Die CGI – Spezialeffekte wirken oftmals ein wenig antiquiert, hier sieht man dem Film das geringe Budget deutlich an, und fragt sich, warum man in solch einem Fall nicht einfach die alten handgemachten FX bemüht, denn so was hatte wenigstens Charme.
Hexen – Die letzte Schlacht der Templer ist ein kurzweiliger Actioner, der versucht, relativ viele Genres zu bedienen, und dadurch für jeden Zuschauer einen interessanten Teil liefert. Wenn man sich als Fan die Zeit bis zum nächsten wirklichen Highlight vertreiben will, ist man mit diesem Beitrag auf jeden Fall gut beraten!

​Christian Funke-Smolka

Teaser