High Life – Vier Gangster und ein Todesfall

High Life – Vier Gangster und ein Todesfall

Wenn ein Junkie, ein Ex-Knacki, ein Kleinkrimineller und ein etwas langsam denkender Schönling ein todsicheres Ding planen, dann kann so was nicht nur in die Hose gehen, sondern für den Zuschauer auch sehr amüsant sein.
Dies beweist der vorliegende kanadische Film von Regisseur Gary Yates (Eye of the Beast, Smoke Screen) aus dem Hause Koch Media vortrefflich. Gut aufgelegte Darsteller wie etwa Timothy Olyphant (Hitman, Deadwood), Stephen Eric McIntyre (Horseman, Die Regeln der Gewalt), Rossif Sutherland (Monk, Timeline) oder Mike Bell (8 Miles, Endstation) zeigen eine Spielfreude, und scheuen sich auch nicht, sich unglaublich zum Affen zu machen. Selten hat man so gute Schauspieler gesehen, die in einem Film so unglaublich schei*** aussehen. Das erinnert ein wenig an den legendären Kurzauftritt von Brad Pitt in True Romance.

Aber zurück zum Film. High Life – Vier Gangster und ein Todesfall ist ein Film, der sich im Genre des Kifferfilms gut einzureihen weiß, bedient er doch die dort üblichen Klischees, und liefert Gags und Situationskomik, die man so oder ähnlich zwar schon öfters in ähnlichen Filmen zu sehen bekommen hat, die aber trotzdem mit der nötigen Grundeinstellung immer noch zu zünden wissen. Angesiedelt ist der Film in den seligen 80ern, was wiederum auch einen Teil seines Charmes ausmacht.
Die gesichtete Blu ray weiß aus technischer Sicht zu überzeugen. Im Bonusbereich findet der geneigte Zuschauer dazu noch ein Making of, entfallene Szenen, den Trailer und eine Programmschau.
High Life – Vier Gangster und ein Todesfall ist ein kurzweiliger, sehr spaßiger Film, der durch einen wunderbaren Soundtrack zusätzlich zu punkten weiß. Urige, charmante aber selten dämliche Charaktere passen sich hervorragend in die zwar nicht wirklich innovative, aber immer unterhaltsame Geschichte ein, und verschaffen dem Zuschauer dadurch 90 Minuten gute Unterhaltung!

Christian Funke-Smolka