Home Invasion - Der Feind in meinem Haus (Koch Media)

Home Invasion – Der Feind in meinem Haus (Koch Media)

 

Gemeinsam mit Mann (Jean- Hughues Anglade – Betty Blue) und Sohn zieht Sarah (Anne Parillaud – Nikita) in ein idyllisches, aber renovierungsbedürftiges Anwesen. Als der Sohn bei einem tragischen Unfall ums Leben kommt, zieht sich Sarah immer tiefer in ihre Trauer zurück, und verliert den Kontakt zur Außenwelt, woran auch letztendlich ihre Ehe zerbricht. Weiterhin lebt sie, nun alleine in dem nicht zu Ende renovierten Haus, als sie auf Grund grober Fehler auch noch von ihrem Job als Krankenschwester beurlaubt wird. Auf ihrer Rückfahrt, sie ist völlig in Gedanken, fährt sie den plötzlich auf die Straße rennenden, jungen Arthur (Arthur Dupont) an, und nimmt ihn, da er nur leicht verletzt scheint, mit zu sich nach Hause. Dieser erzählt ihr eine unheimliche Geschichte von einem mysteriösen Verfolger, der kurze Zeit später auch vor ihrem Haus steht. Der Terror beginnt…

Home Invasion – Der Feind in meinem Haus scheint nur auf den ersten Blick der klassische titelgebende Home Invasion – Genrebeitrag zu sein, bietet aber bei fortlaufender Geschichte eine viel abwechslungsreichere, tiefergehende und unvorhersehbare Story, als zuerst angenommen. Die Regiedebütanten Caroline und Èric du Potet schaffen es, den Zuschauer auf immer wieder neue falsche Fährten zu lotsen. Die harte und überaus fesselnde Geschichte wird dabei teils drastisch und durch ihre nüchterne, beinahe nebensächlich geschehende Grausamkeit eindringlich und verstörend erzählt.

Die Blu-ray von Koch Media bietet ein phantastisches, sehr plastisches und ausgewogenes Bild, welches auch in den vielen dunkleren Szenen zu überzeugen weiß. Der Sound ist raumfüllend und gut ausbalanciert. Der Bonussektor bietet neben einigen kurzen Interviews mit Cast und Crew noch den Originaltrailer und eine Programmshow.

Home Invasion – Der Feind in meinem Haus ist ein clever geschriebener und inszenierter Terrorfilm der überraschenden Sorte, dem man an keiner Stelle anmerkt, dass es sich um einen Debütfilm handelt. Super Darsteller, die allesamt überzeugend agieren, geschickte Manipulationen seitens des Drehbuches, und eine Kameraarbeit, die oftmals an den klassischen Giallo erinnert, machen den Film spannend, und für Freunde harter und verstörender Genrebeiträge sehr interessant.

Christian Funke-Smolka