Hybrid

Hybrid

Dass Autos mit entsprechendem Stil der Inbegriff von Coolness sein können, beweisen Filme wie die Reihe Fast and Furious hervorragend. Dass diese Boliden jedoch auch einen bedrohlichen Charakter haben, und als gefährliche Waffe fungieren können, sieht man dann wiederum deutlich in Beiträgen wie Christine oder Duell.

Der hier vorliegende Film Hybrid (erhältlich als 3D – Blu ray oder der hier gesichteten 2D – DVD – Version) von Regisseur Eric Valette (Tödlicher Anruf, Malefique: Psalm 666) bedient eher das letztgenannte Element des Genres.
Die Geschichte spielt größtenteils in einer Autowerkstatt, welche von einer Gruppe genretypischer Protagonisten bevölkert ist. Als ein nach einem Unfall beschädigtes Auto angeliefert wird, stellt sich schnell heraus, dass hier etwas nicht stimmt. Bald schon bemerken sowohl die Protagonisten als auch der Zuschauer, dass das Auto von irgendwas besessen zu sein scheint, da es anfängt, das personal zu dezimieren. Außerdem scheint es die Fähigkeit zu besitzen, verschiedene Autos zu manipulieren, so dass man nie sicher sein kann, welches der Boliden denn gerade das Killerauto ist.

Als Leser dieser Zeilen und als Zuschauer des Filmes merkt man jedoch schnell, dass es ein stärkeres Drehbuch benötigt hätte, um aus dieser Geschichte einen herrlich intensiven Horrorfilm zu gestalten.
Darsteller wie Oded Fehr (Sleeper Cell, Die Mumie 1 und 2), Ryan Kennedy (V-Die Besucher, Flashpoint) oder Shannon Beckner (American Pie – Die College Clique) liefern zwar eine insgesamt gute Leistung, können aber die Drehbuchschwächen auch nur bedingt tilgen.

Bild und Ton der Veröffentlichung aus dem Hause Universum Film sind auf gewohnt hohem Niveau. Im Bonusbereich weiß die DVD durch reichhaltiges Material zu begeistern. Hier findet man zum Beispiel folgende Featurettes: The Cars, The Look, Under the Hook, The Special Effects, The Stunts, dazu kommen noch Interviews mit den Darstellern, B-Roll und Trailer.

Dem Regisseur gelingt es, eine doch eher banale Geschichte in ansprechende und temporeiche Bilder zu packen, die den Zuschauer dann oftmals über die teils trashigen Dialoge hinwegsehen lassen. So bleibt Hybrid ein Film, der auf Grund seiner teils rasanten und gut gefilmten Optik und der vorhandenen Autos (wenn man denn auf dieses Statussymbol als Blickfang steht) unterhält. Für einen intensiven oder fesselnden Filmgenuss bietet er dann aber auf Grund seiner Drehbuchschwächen zu wenig Tiefe und Identifikationsmöglichkeiten, so dass man sich eher oberflächlich bei Knabbereien und entsprechenden Kaltgetränken unterhalten lässt.

Hybrid
(Universum Film)