Hypothermia - The Coldest Prey  (KSM)

Hypothermia – The Coldest Prey (KSM)

71RcSot1fHL._AA1500_Eigentlich will Ray Pelletier (Michael Rooker, „Jumper“) nur ein ruhiges Wochenende mit seiner Familie beim Eisangeln verbringen. Doch Steve Cote (Don Wood, „Satan Hates You“) und sein Sohn Stevie (Greg Finley) durchkreuzen ihre Pläne, als sie ihre mobile Fischerhütte unweit der Pelletiers aufbauen und dabei reichlich Lärm machen. Das ist aber nur der Anfang allen Übels, denn offenbar wurde durch den Krach eine unter dem Eis lebende Kreatur aufgeschreckt. Beide Familien sind nun gezwungen sich zusammenzuraufen, um dieser Bestie auf die Spur zu kommen. Doch schon bald müssen sie feststellen, dass sie längst von Jägern zu Gejagten geworden sind…

Zwei Familien müssen ihre Differenzen vergessen, um zu überleben! Mit Michael Rooker, bekannt als Hauptfigur in „Henry – Portrait Of A Serial Killer“ und der Erfolgsserie „The Walking Dead“.

Meinung zum Film:

Filme mit dem bekannten Mimen Michael Rooker sind in der Regel eine sichere Bank. Konnte mich Rooker in seiner Debüt-Rolle in „Henry“ direkt überzeugen, so schien er doch seitdem regelmäßig auf die eher unsympathischen Typen abonniert zu sein (siehe auch sein intensives Spiel in „The Walking Dead“ oder „Mississippi Burning“). Aus diesem Grund war es ungewöhnlich, ihn in der Rolle des fürsorglichen Familienvaters zu sehen. Aber dank seines Talents nimmt man ihm schnell auch diese Rolle ab, so dass man sich zügig auf den schon im Jahr 2010 gedrehten, aber erst 2012 bei Dark Sky Films veröffentlichten Film einlassen kann.

Hypothermia – The Coldest Prey ist ein kleiner, von Regisseur James Felix McKenney für das offensichtlich geringe Budget sehr solide inszenierter Horror-Thriller, der durch seine guten Darsteller (neben Michael Rooker spielen unter anderem noch Greg Finley -Cold Case, C.S.I.– oder die hervorragende Blanche Baker -The Girl Next Door, Raw Deal– mit) und seine perfekte Location zu punkten weiß.
Auch wenn man dem Film an vielen Stellen sein geringes Budget anmerkt, gelingt es ihm durch seine teils gelungenen inhaltlichen Wendungen zu unterhalten, so dass man als Genrefreund auch über die eher mau gestaltete Kreatur und so 41tbnlNG2qLmanche Ungereimtheit hinwegsehen kann. Stattdessen wirkt Hypothermia – The Coldest Prey an vielen Stellen eher wie ein Drama zweier ehemals befreundeter Männer, die lernen müssen, sich in einer bedrohlichen Situation zusammenzuraufen. Dazu gesellt sich subtil eingestreute Kritik an der Umweltverschmutzung und Überfischung der Meere, so dass sich seitens der Charakterisierung der Protagonisten und der Mehrdeutigkeit der Story ein vielschichtiges Bild abzeichnet.

Verantwortlich dafür ist neben dem Regisseur vor allem der bekannte Produzent, Autor und Schauspieler Larry Fessenden (Cabin Fever 2, The Last Winter), dem es gelingt, den Film durch die abwechslungsreiche Geschichte und den glaubhaften Charakteren sehr kurzweilig zu gestalten.
Somit bietet Hypothermia – The Coldest Prey, der am 15. April 2013 bei KSM erscheint, atmosphärische und spannende Genrekost für einen unterhaltsamen Filmabend.

Christian Funke-Smolka