Infinite Justice -  In den Fängen der Al Kaida

Infinite Justice – In den Fängen der Al Kaida

Infinite Justice – In den Fängen der Al Kaida
(Filmconfect Home Entertainment GmbH)

Nicht erst seit dem 11. September 2001 wurde das Thema Terrorismus im Film behandelt, aber gerade diese Terroranschläge lösten eine neue Welle von zum Teil sehr gut recherchierten und intelligent gemachten Filmen zu dieser Thematik aus! Mit Infinite Justice – In den Fängen der Al Kaida von Regisseur Jamil Dehlavi (Godforsaken, Jinnah) kommt nun ein weiterer Genrevertreter, der sich in sachlicher Weise der Thematik nährt.
In Anlehnung an das Schicksal des amerikanischen Journalisten Daniel Pearl beschreibt die Geschichte das Geschehen um den fiktiven Reporter Arnold Silverman (Kevin Collins, Gossip Girl, Everybody`s Fine), welcher im Netzwerk der Al Kaida recherchiert. Sein Ziel ist es, an die Geldgeber der Terroranschläge vom 11.09.2011 zu kommen, wobei sein Interesse nicht nur beruflicher Natur ist, da seine Schwester bei diesen Terroranschlägen ihr Leben verlor, und ihre Leiche nie gefunden wurde. Bei seiner Suche gerät er an den muslimischen Fundamentalisten Kamal Khan (Raza Jaffrey, Harry Brown, Eastern Promises), welcher ihm ein Interview mit einem ranghohen Sprecher der Terrororganisation verspricht. Die Situation eskaliert jedoch, und plötzlich ist Silverman eine Geisel in den Händen der Dschihadisten!
Infinite Justice – In den Fängen der Al Kaida ist ein ruhiger, sehr dialoglastiger Film, der trotzdem zu fesseln weiß, da er um ein realistisches Bild bemüht ist, und jegliche Klischees zu vermeiden sucht. Gezeigt wird stattdessen die Angleichung zweier kulturell sehr unterschiedlicher Menschen, die feststellen, dass es auf beiden Seiten Irrglauben gibt, und man so unterschiedlich garnicht ist.
Da gute und intelligente Politfilme ziemlich rar in der aktuellen Filmlandschaft sind, wurde der vorliegende Film zu Recht mit vielen Preisen ausgezeichnet, unter anderem auf dem European Independent Film Festival als Best European Film, so wie mit dem Robert Rodriguez Prize of Excellence.
Veröffentlicht wird Infinite Justice – In den Fängen der Al Kaida von Filmconfect Home Entertainment GmbH zum zehnten Jahrestag der Terroranschläge auf das World Trade Center. Bei der Betrachtung des Filmes wird erneut deutlich, dass es für das Geschehen keine adäquaten Worte gibt, und die Bilder auch ein Jahrzehnt später nur sehr schwer verarbeitet werden können, da solch ein Szenario nahezu unfassbar ist. Um so wichtiger ist es, sich der Thematik sachlich und objektiv zu nähern, da auch in diesem Film deutlich wird, dass es Fundamentalisten auf beiden Seiten gibt. Ein wichtiger und überaus fesselnder Film, der massiv zum Nachdenken anregt!

CFS