Jack Says (Schröder Media)

Jack Says (Schröder Media)

 

Der britische Gangsterfilm ist ein Genre, welches sich nach wie vor großer Beliebtheit erfreut, und dementsprechend immer wieder neue Beiträge auf den Filmmarkt wirft. Hier vorliegend haben wir den Film Jack Says von Regisseur Bob Phillips.

Es handelt sich hier mit Jack Says um den ersten Teil einer Trilogie, welche schon komplett in Deutschland erhältlich ist, allerdings bei verschiedenen Labels und teils unter anderem Namen (der dritte Teil Jack Falls heißt bei uns Union Jack) veröffentlicht wurde.

Der Protagonist Jack ist Undercovercop, und ermittelt verdeckt bei einem der mächtigsten Gangster Londons. Seine Position ist eine eher undankbare, nämlich die des „Mädchen für alles“. Trotzdem gelingt es ihm, eine Freundschaft zu dem Ranghöheren Nathan aufzubauen, der ihn eines Tages bittet, seine Schwester auszuführen. Allerdings war nicht eingeplant, dass Jack plötzlich mehr für die Schwester empfindet, als in seiner Position gut wäre.
Jack erwacht neben der Leiche eines stadtbekannten Gangsters, und kann sich leider an rein gar nichts erinnern. Da er aber nun des Mordes verdächtigt wird, flieht er nach Paris, um dort unerwartete Hilfe einer mysteriösen Dame zu erhalten. Die Gewaltspirale um Jack zieht sich immer weiter zu.

Die Darsteller von Jack Says liegen zwischen laienhaft und relativ prominent, wobei wohl der leider kurz nach Ende der Dreharbeiten verstorbene Comedian Mike Reid (spielte den Doug „The Head“ in Snatch) einer der auch hier zu Lande bekannteren Darsteller sein dürfte.

Die DVD aus dem Hause Schröder Media liefet den Hauptfilm in eine ordentlichen Bild- und Tonqualität, jedoch nahezu das gesamte Bonusmaterial (Making of mit Interviews, Eindrücke von der Filmpremiere, Trailer) sind extrem pixelig!

Jack Says hinterlässt einen zwiespältigen Eindruck. Die Idee der Trilogie ist interessant (mal abgesehen davon, alle drei Teile bei verschiedenen Labels zu veröffentlichen, und dabei auch noch die chronologische Sichtung durch Titelumänderungen zu erschweren), die Homepage der Filmemacher mit ihren Verknüpfungen zu ergänzenden Comics sogar überaus gelungen! Der starke Blick auf Sin City ist kaum zu leugnen, und so springt der recht düstere Jack Says auch visuell zwischen Farbe und s/w, um seine brutal-blutige Geschichte zu erzählen. Dieser wird dann durch Zeitsprünge noch ein wenig mehr Scheinkomplexität verliehen.
Alles in allem wäre aus meiner Sicht mit ein wenig mehr Sorgfalt am Drehbuch ein besserer Film möglich gewesen, so aber bleibt er etwas hinter den Erwartungen zurück, ist aber für Genreliebhaber immer noch einen Blick wert.

Christian Funke-Smolka