Josh Brolin in "Oldboy"

Josh Brolin in „Oldboy“

„I wanna be moved!“

„Wut, Einsamkeit, Desillusionierung“ – Gefühle, die Josh Brolin in seinem neuesten Film „Oldboy“ mit einer Intensität auf die Leinwand bringt wie kein anderer. Nicht nur „Oldboy“-Produzent Mark Protosevich ist von der Leistung der Darstellung begeistert, auch Regisseur Spike Lee schwärmt vom Charakter-Schauspiel des lange verkannten Hollwood-Haudegens: Josh ist sehr flexibel und hat eine Meisterleistung vollbracht. Ich liebe Schauspieler, die jeder Rolle eine individuelle Note verleihen.“

Lange war es ruhig um den Hollywood-Star, der bereits sein ganzes Leben vor der Kamera steht. Mit seinem Auftritt in „No Country for Old Men“ und „True Grit“ etablierte er sich als feste Größe.
Seine Rollen in „Milk“ oder „W.“ brachten ihm nicht nur eine Oscar Nominierung, sondern auch Ansehen. Als Joe Doucett steht der ehemalige Underdog nun wieder im Scheinwerferlicht.
„Es war das Schwierigste, was ich je gemacht habe. Als ich das Script gelesen hatte, dachte ich nur: wie schrecklich! Aber brillant.“

20 Jahre in Gefangenschaft, isoliert in einem Hotelzimmer, ohne zu wissen weshalb – ein unvorstellbarer Leidensweg, den Josh Brolin als Joe Doucett gehen muss. Fragen ohne Antworten, Gefühle von Ohnmacht bis Hass – „Joe Doucett wird mit seinen schlimmsten Dämonen konfrontiert – ihm selbst“, so Brolin. Und die bringen auch den animalischen Durst nach Rache mit sich, der ihn nach der plötzlichen Freilassung auf der Jagd nach seinem Peiniger antreibt. Schauspielerische Herausforderungen, denen sich Josh Brolin nicht ohne Zögern und Respekt gestellt hat.
Um ein tiefergehendes Verständnis für Joes Emotionen zu bekommen, traf sich Brolin mit ehemaligen Todeskandidaten, die fälschlicherweise inhaftiert waren. „Josh ist den ganzen Leidensweg gegangen. Er ist völlig eingetaucht“, so Spike Lee.
Nicht nur psychisch, auch die körperliche Verwandlung der Hauptfigur vom trinkenden, verwahrlosten Gefangenen zur Kampfmaschine hat Brolin auf sich genommen – immer mit dem Ziel vor Augen, den Zuschauer auf seine Reise mitzunehmen. Denn für den Schauspieler selbst gibt es nur einen Grund ins Kino zu gehen: „I wanna be moved!“

Einen Körper, den wir leiden und triumphieren sehen und eine Seele, mit der wir große Gefühle teilen – der neueste Trailer lässt bereits erahnen, dass „Oldboy“ nicht nur den Darstellern, sondern auch den Zuschauern unter die Haut geht.