Koyaanisqatsi

Koyaanisqatsi

Koyaanisqatsi
(Koch Media)

 

Koyaanisqatsi! Ein Film, der sich eigentlich nicht mit Worten beschreiben lässt! Ich erinnere mich, dass ich das erste Mal Mitte bis Ende der 80er Jahre von ihm hörte, und auf Grund seines schon damals legendären Rufes hellhörig wurde. Koyaanisqatsi ist weder als Spielfilm, noch als Dokumentation greifbar, vielmehr ist diese geschickte und faszinierende Form der Kombination von Musik und bewegten Bilden einem Rauscherlebnis gleichzusetzen, dem man sich als Zuschauer nicht entziehen kann.

Koyaanisqatsi ist der erste Teil der von Regisseur Godfrey Reggio Qatsi-Trilogie, in welcher er intensiv den Blick auf die Eingriffe des Menschen auf die Natur richtet. Der Titel ist ein Wort aus der nur mündlich existierenden Sprache der nordamerikanischen Hopi-Indianer und lässt sich am Besten mit „Leben im Ungleichgewicht“ übersetzen.

Im Laufe von sieben Jahren nahm Godfrey Reggio sein Bildmaterial auf, verknüpfte dieses mit Archivmaterial und verband dies zu einer gezielten Collage, welche erst die Schönheit unseres Planeten an Hand von Naturaufnahmen zeigt, um dann das erst schleichenden und später immer hektischere Eindringen des Menschen aufzuzeigen. Damit einhergehend wird deutlich, wie der Mensch sich der Natur immer mehr entfremdet, und seine modernen „Errungenschaften“ über die der Natur stellt.

Der gesamte Film verzichtet dabei auf jeglichen Dialog, die Botschaft wird über die Bildmontage und die sie begleitende Musik transportiert. Diese ist von keinem Geringeren als Philip Glass komponiert, und seinem Philip Glass Ensemble eingespielt.
Erst durch die Kombination von Bild und Musik gelingt dem Film diese hypnotische Wirkung, die ihn zu dem Meisterwerk macht, als der er auch heute noch gesehen wird!

Die DVD aus dem Hause Koch Media bietet neben einem guten Bild und Ton noch interessante Extras. Hier sticht vor Allem das 25 Minuten lange Feature „Essence of Life“ hervor, in welchem die Beteiligten in aktuellen Interviews zu Wort kommen, und über ihre Erfahrungen und die Zusammenarbeit berichten. Des Weiteren liegt ein Trailer und eine Bildergalerie vor.

Der Film erreichte durch die Förderung von George Lucas (Star Wars) und die Produktion von Francis Ford Coppola (Apocalypse Now, Der Pate) ein breites Publikum, und erhielt zu Recht mehrere Nominierungen und Auszeichnungen, und gilt auch heute noch als einer der wichtigsten modernen Filme!

Auch heute hat Koyaanisqatsi nichts von seiner Faszination verloren, und ist mit der dort vermittelten Botschaft eigentlich genau so aktuell und wichtig wie vor 30 Jahren bei seinem Kinostart!

CFS