„Lara” (StudioCanal) +++Rezension & Gewinnspiel+++

„Lara” (StudioCanal) +++Rezension & Gewinnspiel+++

Regie: Jan-Ole Gerster

mit Corinna Harfouch, Tom Schilling, Volkmar Kleinert, Rainer Bock, Gudrun Ritter, Maria Dragus, Barbara Philipp, Tina Pfurr, Friederike Kempter u.v.m.

Es ist Laras sechzigster Geburtstag, und eigentlich hätte sie allen Grund zur Freude, denn ihr Sohn Viktor gibt an diesem Abend das wichtigste Klavierkonzert seiner Karriere. Schließlich war sie es, die seinen musikalischen Werdegang entworfen und forciert hat. Doch Viktor ist schon seit Wochen nicht mehr erreichbar und nichts deutet darauf hin, dass Lara bei seiner Uraufführung willkommen ist. Kurzerhand kauft sie sämtliche Restkarten und verteilt sie an jeden, dem sie an diesem Tag begegnet. Doch je mehr Lara um einen gelungenen Abend ringt, desto mehr geraten die Geschehnisse außer Kontrolle.

Für LARA versammelt Jan-Ole Gerster ein eindrucksvolles Ensemble und Filmteam: In den Hauptrollen sind Corinna Harfouch („Der Fall Bruckner“, „Was bleibt“, „Der Untergang“) und Tom Schilling („Werk ohne Autor“, „Goldfische“, „Unsere Mütter, unsere Väter“, „Oh Boy“) besetzt, begleitet u.a. von Rainer Bock, Volkmar Kleinert, André Jung und Mala Emde. Der mehrfach ausgezeichnete Kameramann Frank Griebe („25 km/h“, „Babylon Berlin“, „Das Parfüm“) steht für die visuelle Umsetzung. Produziert wurde der Film abermals von Marcos Kantis für Schiwago Film, in Ko-Produktion mit Studiocanal Film.

Das Drehbuch, ausgezeichnet mit dem MEDIA New Talent Award der Europäischen Union, entwickelte der slowenische Autor, Fotokünstler und Filmemacher Blaž Kutin in Zusammenarbeit mit dem TorinoFilmLab.

© StudioCanal

Meinung zur Veröffentlichung:

Lara Jenkins (Corinna Harfouch) wird 60 und steht vor einem Abgrund. Denn statt sich zu freuen und ausgiebig zu feiern, schaut sie zurück auf ihr Leben und sieht einen Scherbenhaufen. Die pensionierte Stadtbeamtin ist geschieden von ihrem Mann Paul (Rainer Bock), ihr Sohn Viktor (Tom Schilling), ein gefeierter Pianist, der an diesem Tag seinen großen Auftritt hat, hat zu seiner Mutter den Kontakt abgebrochen. Doch statt sich, wie geplant, umzubringen, macht sie sich auf eine Reise…

Menschen müssen an ihre Träume glauben, um sie verwirklichen zu können…

Sieben Jahre nach seinem gefeierten Regiedebüt Oh Boy inszeniert Jan-Ole Gerster seinen zweiten Film Lara. Basierend auf dem Drehbuch aus der Feder von Blaž Kutin erleben wir Corinna Harfouch in einer Rolle, in der sie zu darstellerischer Höchstform aufläuft. Hier sitzt jede Geste, jede Mimik und es ist eine Wonne, ihr dabei zuzuschauen, wie sie an ihren (Selbst-) Zweifeln zu zerbrechen droht und gleichzeitig ihren Gegenüber mit einem einzigen Satz, einer beiläufigen Bemerkung komplett zerschmettert. Die wahre Brillanz ihrer Darstellung liegt darin, hier nicht besonders dick aufzutragen, sondern einen darstellerischen Minimalismus zu praktizieren, der dadurch deutlich an Wirkung gewinnt. Unterstützt wird sie dabei neben den anderen darstellerischen Größen durch die punktgenaue Bildgestaltung und den gezielten Erzählrhythmus, der immer wieder zu überraschen vermag. Lara ist ein Film über Demut, Einsamkeit, Zweifeln, der Ehrfurcht vor der Kunst und dem Mangel an Empathie, der dabei jedoch nicht in einer alles erdrückenden Schwere versinkt, sondern auf virtuose und intelligente Weise zu unterhalten vermag.

Lara (Originaltitel: Lara, Deutschland 2019) erscheint bei StudioCanal auf DVD, Blu-ray und Video on Demand. Die mir zur Verfügung stehende Blu-ray befindet sich in Bild (2,40:1/1080/24p Full HD) und Ton (Deutsch: dts-HD Master Audio 5.1) auf einem qualitativ sehr guten Niveau. Im Bonusmaterial befinden sich die jeweils einminütigen Featurettes „Corinna Harfouch“, „Der Regisseur“, „Die Geschichte“ und „Klassische Musik“, so wie ein vierminütiges Making of, den Trailer und Programmhinweise.

Lara ist, trotz einer Riege unglaublich guter Darsteller, eine One-Woman-Show! Corinna Harfouch, spielt, nein, sie lebt ihre Rolle in einer bestechenden Intensität, dass es eine Freude ist, ihr zuzuschauen. Von Jan-Ole Gerster auf den Punkt inszeniert, ist Lara ein subtiler, aber in seiner Wirkung wuchtiger Film, bei dem viele feine Pinselstriche ein beeindruckendes Gesamtbild erzeugen.

Gewinnspiel:

Ich freue mich, zum Verkaufsstart von „Lara”

1 x die Blu-ray

verlosen zu können.

Frage:

Was ist euer liebster Film über verlorene Träume?

Wer mir bis zum 28. April 2020 eine Mail mit dem Betreff “Lara” (plus der Anschrift & der Antwort) an:

christian@wewantmedia.de

schickt, das Gewinnspiel freiwillig auf Facebook mit jemandem teilt, dem das auch gefallen könnte und mir, wer mag, noch ein “gefällt mir” auf meiner Facebook – Seite (https://www.facebook.com/wewantmedia) gibt, nimmt an der Verlosung teil!

Bestimmt durch die Reihenfolge der Teilnahme bekommt jeder Teilnehmer eine Nummer zugeordnet, über den oder die Gewinner/in entscheidet ganz unparteiisch und unbestechlich Random.org.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, der/die Gewinner/in wird zeitnah benachrichtigt.

Herzlichen Glückwunsch! Der Gewinner steht fest und wurde per Mail informiert. Die Blu-ray ist bereits auf dem Weg, viel Spaß damit! Allen anderen Teilnehmenden meinen herzlichen Dank für die große Resonanz und viel Glück beim nächsten Gewinnspiel!

Christian Funke