Last Hitman - 24 Stunden in der Hölle (Koch Media)

Last Hitman – 24 Stunden in der Hölle (Koch Media)

514UJUvP+aLDer erste Arbeitstag des vorlauten Teenagers Adam läuft nicht besonders gut: Als Assistent des eiskalten Auftragskillers Roy muss er sich mit widerspenstigen Opfern, hübschen Augenzeuginnen und dem grausigen Tagesgeschäft des Berufsstandes herumschlagen. Doch das ist erst der Anfang. Denn bevor es sich Adam und Roy versehen, stecken sie knietief in einem Schlamassel aus Mord, Menschenhandel und miserablem Wetter.

Niemand macht schwärzere Komödien als die Briten: Tim Roth und Jungstar Jack O’Connell laufen in der pechschwarzen Killerkomödie zu Höchstform auf, wenn sie sich zum brillanten Duo aus hartgesottenem Hitman-Veteranen und lernwilligem Nachwuchsmörder zusammenraufen müssen. Bitterböse und beinhart, ist „Last Hitman“ bereits jetzt die britische Krimikomödie des Jahres!

Schwarze Thrillerkomödie von den Machern von „Snatch“ und „Bube, Dame, König, Gras“
Stark besetzt mit Tim Roth („Pulp Fiction“), Talulah Riley („Inception“) und Peter Mullan („Trainspotting – Neue Helden“) u.a.

Meinung zum Film:

Der Schauspieler Tim Roth ist schon ein ziemlich cooler Hund. In den Filmolymp aufgestiegen durch seine lässigen Rollen in Quentin Tarantinos „Reservoir Dogs“ und „Pulp Fiction“ zeigte er sich neben seinen Auftritten in TV-Serien immer wieder in kleinen aber sehr feinen Independent-Filmen, die oftmals dem Genre des Gangster-Thrillers zuzuordnen waren. Hier haben wir nun seinen jüngsten, auch von ihm produzierten Film namens Last Hitman – 24 Stunden in der Hölle, der bei Koch Media erscheint.

Wir erleben hier den 19 Jahre alten Adam (Jack O’Donnell, Men In Black 3), wie er den „ausgeliehenen“ Sportwagen seines Stiefvaters (Peter Mullan, Children of Men, Red Riding) klassisch zerlegt. Da dieser aber keinen Spaß versteht und zudem in ziemlich dubiose Geschäfte verwickelt scheint, lässt er ihn die Schuld abarbeiten, indem der Junge den geheimnisvollen Roy (Tim Roth) chauffiert. Dieser erledigt offensichtlich die eher unschönen Aufträge für Adams Stiefvater, denn er ist ein Auftragsmörder. Die anfängliche Abneigung Roys zu Adam bröckelt langsam, so dass sich beide im Laufe der Geschichte annähern, auch wenn der Junge für so manche Verwicklung in dem normalerweise sehr strukturierten Tagesablauf des Hitman verantwortlich ist.41OyntU8nPL

Regisseur Craig Viveiros (Ghosted – Albtraum hinter Gittern) präsentiert uns einen stringent aufgebauten britischen Gangsterfilm, der ohne Umwege seine Geschichte solide und gradlinig erzählt. Die Darsteller können überzeugen und das Drehbuch gibt ihnen neben einer glaubwürdigen Figurenzeichnung teils grandiose Dialoge, die zu herrlichen Situationen führen.

Die Blu-ray aus dem Hause Koch Media glänzt durch ein sehr gutes, gestochen scharfes Bild und einen plastischen, sauberen Sound. Das Bonusmaterial beinhaltet neben einem halbstündigen Making of noch den Trailer und eine Programmübersicht.

Last Hitman – 24 Stunden in der Hölle ist ein Thriller, der skurril, teils zynisch, ziemlich schwarzhumorig aber immer mit Respekt vor seinen Figuren seine Geschichte erzählt, die sich mit ihrem melancholischem Grundton auf eine ruhige Art in eine komplett andere Richtung bewegt, als man dies zu Beginn erwartet hätte. Ein Film, der trotz der eigentlich makabren Story irgendwie zu Herzen geht.

Christian Funke-Smolka