"M - Eine Stadt sucht einen Mörder" (Universum Film) +++Rezension & Gewinnspiel+++

„M – Eine Stadt sucht einen Mörder“ (Universum Film) +++Rezension & Gewinnspiel+++

Regie:

David Schalko

Schauspieler:

Sarah Viktoria Frick,Verena Altenberger, Gerhard Liebmann, Dominik Maringer, Sophie Rois, Moritz Bleibtreu, Udo Kier, u.a.

Wien mitten im Winter. Eine entnervte Mutter schickt ihre kleine Tochter zurück zum Spielplatz, um die vergessene Jacke zu holen. Hinter dem Vorhang aus Schnee ein Pfeifen. Das Mädchen folgt dem Köder und verschwindet ohne die geringste Spur. Ein Kindermörder treibt sein Unwesen. Die Polizei ist ratlos und rast im Leerlauf. Der Innenminister beginnt die Serienmorde politisch für seine Zwecke zu nutzen. Die Boulevardpresse heizt die Stimmung an. Und in der Bevölkerung beginnt es zu rumoren. Mit steigender Nervosität wird jeder zum Verdächtigen erklärt. Mehr und mehr Kinder verschwinden. Als die Leichen im Schnee auftauen, verschwimmen die Grenzen völlig. Emotional steht nur noch das Finden des Mörders im Vordergrund. Alles muss sich diesem Thema unterordnen, der Fall M ist zum öffentlichen Fall geworden. Überwachungsstaat, Fake News, Hetze im Netz. Leute werden willkürlich festgenommen. Die Unterwelt wird vorgeführt. Was sich diese nicht gefallen lässt. Sie übernimmt die Aufgabe der Polizei und geht auf die Suche nach dem Mörder.

© Universum Film

Meinung zur Veröffentlichung:

Das Wien der Gegenwart im Winter: zahlreiche Kinder verschwinden spurlos und stellen die Polizei vor ein großes Rätsel. Die Spuren führen ins Nichts, Verdächtige erweisen sich als unschuldig und immer mehr Menschen versuchen auf eigene Faust, den Fall um den „Peer Gynt“ pfeifenden Kindermörder zu lösen. Die Politiker nutzen die Ausnahmesituation für drastische Schritte, die Rechtspopulisten sehen ihre Vorurteile den Flüchtlingen gegenüber bestätigt und die Bevölkerung organisiert Bürgerwehren. Eine Stadt im Ausnahmezustand!   

Regisseur David Schalko (Aufschneider, Hader muss weg!), der gemeinsam mit Evi Romen (Komm, süsser Tod, Silentium) das Drehbuch verfasste, adaptiert den Fritz Lang-Klassiker und versetzt ihn in das Österreich der Gegenwart. Damals wie heute behandelt die Geschichte das Handeln eines Kindermörders und zeigt die Auswirkung der Taten auf die Familien, jedoch auch die politischen Mechanismen und die daraus resultierenden Konsequenzen und die Vorverurteilung durch die Gesellschaft deutlich auf. War es 1931 eine rückblickend betrachtet erschreckende Faschismusprognose, liefert Schalko in der modernisierten Adaption eine perfide Bestandaufnahme der gegenwärtigen politischen und gesellschaftlichen Situation. Seine prominent besetzten Figuren, in ihrer Skizzierung deutlich überspitzt, zeigen ein cartooneskes Bild unserer modernen Gesellschaft, die sich zwischen Selbst- und Fremdenhass auf einer gefährlichen Gratwanderung befindet. Auch visuell wird hier eine überstilisierte Ästhetik geboten, die dem Gesamtbild eine surreale, teils psychedelische Note verleiht. Man orientiert sich stilistisch am italienischen Thriller der 1970er Jahre, streut eine Prise Maniac dazu und vermengt es mit dem Neon-Noir der frühen 80er und heraus kommt eine Mini-Serie, die man nicht in allen Facetten verstehen muss, die im Gesamtbild jedoch erstaunlich mutig den gängigen Sehgewohnheiten trotzt und alleine deswegen schon von mir geschätzt wird, auch wenn mich der Dialekt oftmals massiv gefordert hat.    

© Trailer: SuperfilmWien

M – Eine Stadt sucht einen Mörder (Originaltitel: M – Eine Stadt sucht einen Mörder, Österreich/Deutschland 2018) erscheint als DVD, Blu-ray und Video on Demand bei Universum Film. Die mir vorliegende Blu-ray beinhaltete alle sechs, jeweils etwa 45 Minuten langen Episoden verteilt auf zwei Discs. Bild (1,78:1/1080p/25) und Ton (Deutsch: dts-HD Master Audio 5.1) waren auf einem guten Niveau, im Bonusbereich befanden sich die Hörfilmfassungen der einzelnen Episoden, ein 25 minütiges Making of und eine Programmübersicht.

Mit der zeitgenössischen Neuinterpretation des Klassikers M – Eine Stadt sucht einen Mörder haben wir eine visuell ansprechende, surreale, teils erschreckend realitätsnahe, teils herrlich schwarzhumorige Mini-Serie, die auf der einen Seite sehr gut unterhält, einem gleichzeitig aber das Lachen im Halse stecken bleiben und nachdenklich zurücklässt. Mutig, querdenkend und angenehm sperrig!  

Gewinnspiel:

Ich freue mich, zum Verkaufsstart von „M – Eine Stadt sucht einen Mörder”

1 x die Blu-ray

verlosen zu können.

Frage:

Was ist eure liebste Mini-Serie?

Wer mir bis zum 07. März 2019 eine Mail mit dem Betreff „Eine Stadt sucht einen Mörder”  (plus der Anschrift & der Antwort) an:

christian@wewantmedia.de

schickt, das Gewinnspiel freiwillig auf Facebook mit jemandem teilt, dem das auch gefallen könnte und mir, wer mag, noch ein “gefällt mir” auf meiner Facebook – Seite (https://www.facebook.com/wewantmedia) gibt, nimmt an der Verlosung teil!

Bestimmt durch die Reihenfolge der Teilnahme bekommt jeder Teilnehmer eine Nummer zugeordnet, über den oder die Gewinner/in entscheidet ganz unparteiisch und unbestechlich Random.org.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, der/die Gewinner/in wird zeitnah benachrichtigt.

Herzlichen Glückwunsch! Die Gewinnerin steht fest und wurde per Mail informiert. Die Blu-ray ist bereits auf dem Weg, viel Spaß damit! Allen anderen Teilnehmenden meinen herzlichen Dank für die große Resonanz und viel Glück beim nächsten Gewinnspiel!

Christian Funke