Magic to Win - Believe it or not  (Ascot Elite/ Los Banditos Films)

Magic to Win – Believe it or not (Ascot Elite/ Los Banditos Films)

Professor Hong (Bak-Ming “Raymond” Wong) ist ein Magier, dem es gelingt, seine Zauberkräfte geschickt geheim zu halten. Eines Tages jedoch kommt es zu einem unglückseligen Zwischenfall, bei dem er seine Zauberkräfte an die junge Studentin und Volleyballspielerin Macy (Karena Ng) überträgt. Diese ist erst überrascht von ihren plötzlich gewonnen Superkräften, nutzt diese jedoch schnell, um ihr bisher erfolgloses Volleyball-Team zum überragenden Erfolg zu verhelfen. Mit ihren Freundinnen hat sie die Idee, ihre Fähigkeiten gewinnbringend zu vermarkten, in dem sie jedem Auftraggeber zum Sieg verhilft (hier gibt es einige sonderbar klamaukige Szenen mit stark adipösen Menschen, die nun jedes Sportevent gewinnen, untermalt mit einer merkwürdigen Gesangs- und Tanzeinlage der Freundinnen).
Plötzlich jedoch kommt Ling Feng (Wu Chun) zu ihr und bittet sie um Hilfe. Er ist für alle außer Macy unsichtbar und hat zudem seine Erinnerung verloren. Der Grund dafür ist der Feuermagier Bi Yewu (Wu Jing), der ein Angehöriger der finsteren Mächte ist, und versucht, alle Elemente der Magie zu vereinen, um durch die Zeit reisen zu können. Sein letztes Opfer soll die junge Volleyballspielerin sein. Ein wahrlich magischer Kampf beginnt für die junge Macy.

Die Blu-ray von Magic to Win aus dem Hause Ascot Elite und Los Banditos Films liegt sowohl in der 2D als auch 3D – Version vor, und ist in Bild- und Tonqualität sehr gut. Das Bild weist die nötige Tiefenschärfe auf, der Sound ist effektvoll und raumfüllend. Im Bonusbereich jedoch findet man dann lediglich einen Trailer und eine Programmübersicht, ein Wendecover ist ebenfalls nicht vorhanden, so dass das FSK-Siegel deutlich auf der Vorderseite zu sehen ist.

Magic to Win lässt mich als Rezensent, Zuschauer und Asia-Film-Fan etwas ratlos zurück. Regisseur Wilson Yip brachte uns mitreißende Filme wie Ip Man 1 & 2, SPL oder Flashpoint, aber auch so Granaten wie Biozombie oder Dragon Tiger Gate. In diese Kerbe schlägt nun besonders drastisch der vorliegende Magic to Win, der so ziemlich zwischen allen Stühlen sitzt.
Inhaltlich ist er schon unterhaltsam, jedoch konzipiert für ein junges, eher im Beginn der Pubertät stehendes Publikum, welches sich mit einer modernen, mit einem brachial-plump-kalauernden Humor angereicherten Story um eine Gruppe Jugendlicher, ausgestattet mit magischen Superkräften amüsieren kann. Diese erinnern dabei eher an Disney-Charaktere aus ihrem unerschöpflichen TV-Serien-Fundus als an Harry Potter & Co. Der Vergleich mit dieser Reihe wäre so, als würde ich Kim Possible mit Batman vergleichen, weil beide besonders coole Gimmicks besitzen.
Dummerweise jedoch ist bei Magic to Win zwischenzeitlich auch noch ein sehr effektvoll inszeniertes, jedoch recht düsteres Effektgewitter der dunklen Mächte zu verzeichnen, was die FSK dazu brachte, den Film für ein Publikum ab 16 Jahren freizugeben. Hier sitzt man nun ziemlich auf dem Hintern, denn inhaltlich gesehen ist dieser Film für eine wesentlich jüngere Zielgruppe konzipiert. Somit bleibt der Film leider ein etwas grobschlächtiger, aber teils sehr gut inszenierter Klamauk, den man dem Regisseur nur verzeihen kann, da man als Fan weiß, dass er auch besseres zustande bringt!

Christian Funke-Smolka