Night Drive - Hyänen des Todes (Schröder Media)

Night Drive – Hyänen des Todes (Schröder Media)

Bisher war mir Südafrika als Lieferant für Horror-Thriller noch nicht so geläufig, dass wird sich nun nach dem vorliegenden Night Drive – Hyänen des Todes von Justin Head hoffentlich ändern.

Die Geschichte spielt im Milieu der Wilderer, wo nach einem misslungenen Feldzug, der brutal eskalierte, der verantwortliche Jack Darwin strafversetzt wird, und nun Touristen durch die südafrikanischen Wildreservate führen muss. Begleitet wird er dabei von seinem Sohn Sean, der ebenfalls im Polizeidienst war, aus diesem aber ausschied.
Als sie mit einer Gruppe Reisender durch die Einöde fahren, bleibt ihr Wagen liegen, und man ist plötzlich auf sich alleine gestellt, um zu überleben. Um sich herum hört man die Geräusche der wilden Hyänen, aber als man dann die erste verstümmelte Frauenleiche findet, bricht endgültig Panik unter den Touristen aus. Aber es sind nicht die Tiere, die für den Tod der Frau verantwortlich waren, sondern ein geheimnisvoller Hexenmeister, der Hyänenmann, der menschliche Körperteile für seine Rituale benötig. Für die Reisegruppe beginnt ein Kampf ums Überleben.

Night Drive – Hyänen des Todes ist ein eigentlich solider, und gerade als Debüt überzeugender Beitrag, der sich aber nicht entscheiden kann, ob er Thriller, Action- oder Horrorfilm sein möchte. Düster und rasant inszeniert beweist er ein gutes Gespür für eine bedrohliche Atmosphäre, und hat dazu noch einige Schauspieler vorzuweisen, die überzeugen können. Ein paar Darsteller, wie etwa Greg Melvill-Smith (The Bang Bang Club), Brandon Auret (District 9) oder Antonio David Lyons (Hotel Ruanda) kennt man aus kleineren Rollen, aber ansonsten sieht man hier noch unverbrauchte Gesichter.

Die Blu-ray aus dem Hause Schröder Media präsentiert den südafrikanischen Horror-Thriller in einer sehr guten Qualität. Bild und Ton sind sauber und ohne spürbare Defizite, im Bonussektor findet der geneigte Zuschauer dann neben einem sehr langen und ausführlichen, in verschiedene Kapitel unterteilten Making of (74 Minuten!!) noch geschnittene Szenen und verschiedene Trailer. Der Film erscheint dabei in seiner ungeschnittenen Form für ein erwachsenes Publikum.

Night Drive – Hyänen des Todes ist ein wilder und lauter, aber trotzdem sehr atmosphärischer Genrebeitrag aus Südafrika. Regiedebütant Justin Head gelingt es, seine Geschichte solide aber teils ein wenig zu hektisch zu erzählen. Streckenweise etwas holprig gelingt ihm trotzdem ein überaus unterhaltsamer Film, bei dem die Horrorfilmfans über die gesamte Lauflänge gut unterhalten werden.

Christian Funke-Smolka