Night Train

Night Train
(Koch Media)

Was macht man, wenn man als Schauspieler und Regiedebütant zwar auf gute Kontakte aber ein kleines Budget zurückgreifen kann? Man sucht sich talentierte Schauspielkollegen, kümmert sich um ein gutes, spannendes und intelligentes Drehbuch, und dreht unabhängig von großen Studios einen kleinen aber feinen B-Movie.
So geschehen bei dem vorliegenden Night Train. Die Geschichte spielt in einem Zug, wo das Pärchen Pete und Claire einen geheimnisvollen Fremden beobachten, der ein kleines Kästchen umklammert hält. Später sieht man diesen Mann wieder, allerdings ist er aber diesmal tot. Man begutachtet das Kästchen, welches sich zwar nicht öffnen lässt, aber den Blick auf seinen Inhalt durch einen kleinen Schlitz zulässt. Da das Kästchen anscheinend mit Diamanten bestückt ist, beschließt man mit Hilfe des Schaffners, der sich dem Pärchen anschließt, die Leiche zu beseitigen und die Beute zu teilen. Doch was passiert mit Menschen, die unverhofft zu großem Reichtum gekommen sind? Sie fangen sich an zu misstrauen. Paranoia macht sich unter den Beteiligten breit, und ein erbitterter Kampf um die Beute beginnt.
Regisseur Brian King liefert hier sein grandioses Regiedebüt, war vorher jedoch als Darsteller in Serien wie Prison Break oder Filmen wie Assault on Precinct 13 tätig. Für seinen Erstling kann er auf einen hochkarätigen Cast, wie zum Beispiel Leelee Sobieski (Public Enemies, Joy Ride), Danny Glover (Leathel Weapon, Saw, 2012) oder Steven Zahn (Sahara, Rescue Dawn, A Perfect Getaway) zurückgreifen, die durch ihre hohe Spiellaune den Film auf ein schauspielerisch hohes Level hieven.
Night Train ist ein kleiner, überraschender Geheimtipp, der neben einer guten Inszenierung, einem tollen Score, vielen Storywendungen und den guten Darstellern einen herrlich gemeinen Film zaubert, der den geneigten Zuschauer von der ersten bis zur letzten Minute zu fesseln vermag. Also mein Appell an Alle: NICHT VERPASSEN!!!

CFS