Nothing Left To Fear - Das Tor zur Hölle (Splendid Film)

Nothing Left To Fear – Das Tor zur Hölle (Splendid Film)

Hinter der Produktionsfirma „Slasher Films“ steckt kein geringerer als Gitarrengott SLASH (Guns N‘ Roses, Velvet Revolver) der hier sein Filmdebüt abliefert. Regie führt Anthony Leonardi III, der bereits an „Lone Ranger“, „Wasser für die Elefanten“, „Rango“, „47 Ronin“, „Pirates od the Caribbean – Am Ende der Welt“ und „Constantine“ beteiligt war und „Cabin in the Woods“ miCovert schockierenden Make-up-Künsten unterstützt hat. Clancy Brown (Starship Troopers), Anna Heche (Psycho Remake), Rebekah Brandes (Midnight Movie), James Tupper (Mr Popper‘s Penguins), Ethan Peck (In Time – Deine Zeit läuft ab) und Jennifer Stone (‚Wizards of Waverly Place‘) sind die Stars in diesem düsteren, atmosphärischen Psychoschocker a‘la Silent Hill.

Pastor Dan (James Tupper) zieht mit seiner Frau Wendy (Anne Heche) und seinen drei Kindern Rebecca (Rebekah Brandes), Christopher (Carter Cabessa) und Mary (Jennifer Stone) in die kleine Ortschaft Stull in Kansas. Kaum angekommen lernt Rebecca den geheimnisvollen Noah (Ethan Peck) kennen. Was sie jedoch nicht ahnt, ist, dass unterhalb der Stadt eines der sieben Tore der Hölle liegt und Noah eigene Pläne mit ihr hat. Mary steht schon bald im Mittelpunkt eines okkulten Rituals. Eine dämonische Macht nimmt von ihr Besitz. Völlig entstellt zieht Mary durch die Stadt um nach unschuldigen Seelen zu suchen. Denn Blut wird benötigt, um das Tor zur Hölle für ewig zu öffnen

Meinung zum Film:

Es zeugt schon von einer charmanten Portion Selbstironie, wenn der 1965 geborene Musiker Saul „Slash“ Hudson seine Horrorfilmschmiede „Slasher Film“ und die dazugehörige Produktionsfirma „Midlife Crisis“ nennt. Hier präsentiert er mit Nothing Left To Fear – Das Tor zur Szene 1Hölle, den er als Regiedebüt von FX-Künstler Anthony Leonardi III inszenieren ließ, seinen ersten Beitrag.

Die Geschichte handelt von Pastor Dan Bramford (James Tupper), der mit seiner Frau und den drei Kindern in die kleine Ortschaft Stull in Kansas zieht. Seine Tochter Rebecca trifft hier auf einen jungen Mann namens Noah, der sich jedoch sehr geheimnisvoll gibt. Es mehren sich die genretypischen Vorzeichen, dass hier etwas nicht mit rechten Dingen zugeht. Doch für den Pastor und seine Familie kommt es noch schlimmer als erwartet, denn sie leben auf einem der sieben Portale der Hölle und im Visier der dunklen Macht steht Dans jüngste Tochter Mary…

Regisseur Anthony Leonardi III präsentiert dem Fan einen zwar nicht unbedingt innovativen aber jederzeit soliden Film, der die Freunde des gepflegten Horrorfilms mit den entsprechenden Zutaten aus Atmosphäre, Schockmomenten und einigen Gewaltspitzen zufriedenstellen dürfte. Solide und kurzweilig inszeniert istSzene 2 er zwar nicht die neue Referenzklasse, weiß aber durchaus zu gefallen.

Nothing Left To Fear – Das Tor zur Hölle erscheint als DVD und Blu-ray bei Splendid Film in der unzensierten Version für ein volljähriges Publikum. Bild- und Ton sind auf einem sehr guten Niveau, im Bonusbereich befindet sich lediglich eine Programmübersicht.

Nothing Left To Fear – Das Tor zur Hölle ist ein handwerklich solider Genrebeitrag, der leider sein Potential nicht komplett ausschöpft, da er sich stellenweise zu sehr auf Nebensächlichkeiten einlässt. Aber dank der durchaus gelungenen Atmosphäre und des stimmigen Aufbaus kann man ihn als Freund des gepflegten Gruselfilms ruhigen Gewissens für einen Filmabend weiterempfehlen.

Christian Funke-Smolka