Officer Down - Dirty Copland (NEW KSM)

Officer Down – Dirty Copland (NEW KSM)

Cover_Officer_DownPolice Detective David „Cal“ Callahan (Stephen Dorff) hat Glück gehabt, verdammtes Glück. Noch vor einem Jahr war er dem Alkohol verfallen, machte mit skrupellosen Gangstern illegale Drogendeals, trieb sich in zwielichtigen Nightclubs herum und begann eine Affäre mit der hübschen russischen Stripperin Katja (Kamaliya), anstatt sich um Frau und Tochter zu kümmern. Erst als er bei einer misslungenen Rauschgift-Übergabe angeschossen wird, ändert das alles: Jetzt ist Cal clean und aus dem korrupten Cop von einst ist ein fürsorgender Familienvater geworden. Doch als ein geheimnisvoller Fremder auftaucht, der behauptet, ihm in jener Nacht das Leben gerettet zu haben, holt ihn die Vergangenheit wieder ein. Denn der Fremde erwartet eine Gegenleistung: Cal soll dessen Tochter Zhanna (AnnaLynne McCord) rächen, eine Stripperin, die auch in jenem Club tanzte, welcher dem Cop aus seiner unrühmlichen Zeit noch wohlbekannt ist. Zhanna wurde eines nachts von einem der Gäste verfolgt, brutal vergewaltigt und nahm sich das Leben. Besessen davon, den Täter zu finden, kann er nicht mehr klar denken. Auch die Warnung seines Vorgesetzten Captain Verona (James Woods), die Finger von diesem Fall zu lassen, schlägt er in den Wind. Als er glaubt, in Edward Logue (Walton Goggins), den alle nur den „Engel“ nennen, den niederträchtigen Frauenschänder gefunden zu haben, begeht er einen fatalen Fehler…

„Officer Down“ ist ein knallharter und schonungsloser Cop-Thriller in der Tradition von „Memento“ mit vielen Stars wie James Woods („Es war einmal in Amerika“), David Boreanaz („Buffy“ und „Angel“) und Stephen Dorff („Krieg der Götter“) sowie einem mitreißenden Soundtrack von Jerome Dillon („The Collector“, „Tagebuch einer Nymphomanin“)!

Meinung zum Film:

Immer häufiger erfahren Filme mit einer komplexen und hintergründigen Story, einer dichten Atmosphäre und hervorragenden Darstellern keine Kinoauswertung mehr, sondern werden direkt für den Heimkinomarkt ausgewertet. Der vorliegende Officer Down – Dirty Copland von Regisseur Brian A. Miller (Caught in the Crossfire, House of the Rising Sun) ist solch ein Beispiel. Eine Story, die vielschichtig angelegt wurde, dem Zuschauer durch die eingebauten Rückblenden und der komplexen Erzählstruktur einiges an Konzentration abfordert, namenhafte und charismatisch agierende Darsteller wie Stephen Dorff, James Woods oder Dominic Purcell und eine Inszenierung, die ihren Schwerpunkt auf die visuelle Bildgestaltung ausrichtet, hinterlassen den Eindruck, hier ein hochwertiges B-Movie anzuschauen, der sich trotz seines überschaubaren Budgets sehr gut zu präsentieren weiß.41lTMdVgBWL

Officer Down – Dirty Copland ist dabei ein Cop-Thriller, der sich vor der Konkurrenz nicht zu verstecken braucht, jedoch dem Genre auch nicht viel Neues hinzufügen kann. Dazu werden letztendlich in der fesselnden Story zu viele Klischees bemüht, oder sind die Figuren zu häufig auf den Typ genau besetzt. Dies ist jedoch Fluch und Segen des Films, denn auf der einen Seite verstehen die Schauspieler ihr Handwerk, können also allesamt gute bis sehr gute Leistungen erbringen, auf der anderen Seite hat man jedoch jeden einzelnen der Mimen schon mehrfach in ähnlichen Rollen erleben können, so dass man als Zuschauer beginnt, von der Besetzung einer Figur auf den späteren Verlauf der Geschichte zu schließen. Hier wäre es geschickter gewesen, mal etwas gegen den Strich zu besetzen.

Die Blu-ray erscheint bei New KSM und besitzt neben einer hervorragenden Bildqualität einen sehr guten Sound. Das Bonusmaterial besteht aus einem dreißig Minuten langen Making of mit Interviews, einer Bildergalerie, einem Originaltrailer und einer Programmshow.

Officer Down – Dirty Copland ist nach „Caught in the Crossfire” ein weiterer Cop-Thriller von Regisseur Brian A. Miller, in welchem er mit den Stilmitteln des klassischen Polizeifilms und den Versatzstücken eines Dramas das Seelenleben einer gescheiterten und verzweifelten Existenz beleuchtet, die versucht, den richtigen Weg zu finden. Der Film weiß im Großen und Ganzen zu überzeugen, zu einem bleibenden Meisterwerk des Genres jedoch fehlt ihm das nötige Quäntchen Innovation.

Christian Funke-Smolka