Outpost: Operation Spetsnaz (Splendid Film)

Outpost: Operation Spetsnaz (Splendid Film)

Regisseur und Produzent Kieran Parker („Outpost: Black Sun“) lässt eine blutrünstige Armee Untoter in den Krieg gegen die Spezialeinheit „Spetsnaz“ ziehen. Der klaustrophobische, actionreiche Genre-Mix aus DEAD CoverSNOW und FRANKENSTEIN´S ARMY ist mit Velibor Topic („Robin Hood“, „Snatch“), Iván Kamarás („Stirb langsam – Heute ist ein guter Tag zum Sterben“), Douglas Russell („A Lonely Place To Die“) und Ben Lambert („Zero Dark Thirty“) hervorragend besetzt! OUTPOST: OPERATION SPETSNAZ belegt einmal mehr, dass Nazi-Zombies momentan absolut angesagt sind!

1945: eine bestens ausgebildete russische Spezialeinheit – die Spetsnaz – wird attackiert. Die Angreifer sind jedoch gefährlicher als jeder bisher bekannte Feind, handelt es sich doch um Nazi-Zombies. Nun, eigentlich ist es zunächst nur einer dieser ungeliebten Spezies aber ein Nazi-Zombie ist schließlich einer zu viel. Als einige russische Elite-Kämpfer gefangen genommen und zu einem geheimen Labor abtransportiert werden, spitzt sich die Lage zu. Dort verwahrt, drohen ihnen unmenschliche Folter und schreckliche Experimente…

Meinung zum Film:

Als 2008 der britische Horrorfilm „Outpost – Zum Kämpfen geboren“ erschien, konnte der Film durch seine düstere Grundstimmung und talentierte Darsteller beim Fan punkten. Die Fortsetzung jedoch fiel in ihrer Qualität deutlich ab, so dass meine Erwartungen bei Teil 3, dem vorliegenden Outpost: Operation Spetsnaz, sSzene 1pürbar geringer waren. Umso überraschter war ich, als ich feststellen musste, dass Regisseur Kieran Parker in seinem Debüt (als Produzent war er an der gesamten Filmreihe beteiligt) einige der Fehler des Vorgängers vermieden hat und sich hier auf die Stärken des ersten Teils konzentrierte. Die Stärke des Films liegt in der Inszenierung eindeutig in seiner unangenehmen, sehr düster-brutalen Grundatmosphäre und der Darstellung seiner grausamen Kämpfe. Darstellerisch solide kann man weder besondere Ausfälle noch Höhepunkte in der Schar der mir unbekannten Schauspieler ausmachen.

Inhaltlich kann man kaum Worte über die Story verlieren. Eine russische Spetsnaz- Einheit wird von Nazi-Zombies angegriffen und muss sich ihrer Haut erwehren. Es wird schnell deutlich, dass man versuchte, ein inhaltliches Gerüst zu erschaffen, welches die anvisierten Schauwerte zu tragen vermag. Dies ist gelungen, ohne die Intelligenz des Zuschauers zu beleidigen, aber auch nicht übermäßig zu fordern. Die Betonung liegt auf solide inszenierte Action- und Kampfszenen, die allesamt überzeugen können, jedoch nicht unbedingt innovativ, dafür aber recht blutig sind.

Szene 2Outpost: Operation Spetsnaz erscheint bei Splendid Film in zwei Versionen. Zum einen finden wir die FSK gesicherte, jedoch um über sieben Minuten gekürzte Version, auf der anderen Seite haben wir die SPIO/ JK abgesegnete, unzensierte Fassung, welche als Veröffentlichung Nummer 23 in der vom Filmfreund geschätzten Black Edition erscheint. Die Bild- und Tonqualität ist auf einem guten Niveau, der Bonusbereich bietet neben der obligatorischen Trailershow noch 18 Minuten mit Interviews und Szenen von den Dreharbeiten.

Outpost: Operation Spetsnaz ist der dritte Teil der Filmreihe, der seine Atmosphäre über eine durchdachte oder komplexe Geschichte stellt. Für zwischendurch jedoch hervorragend geeignet, ist Outpost: Operation Spetsnaz jedoch kein Meilenstein des Genres, der einem länger in Erinnerung verbleiben wird.

Christian Funke-Smolka