Removal – Einfach aufgewischt

Removal – Einfach aufgewischt

Removal – Einfach aufgewischt
(Schröder Media)

 

Regisseur Nick Simon erzählt in seinem Debütfilm Removal – Einfach aufgewischt die Geschichte des traumatisierten Cole, dem sein Leben entgleitet. Erst wurde er Zeuge eines grausamen Mordes, um danach noch einen Suizid zu beobachten. Nun wird er verfolgt von Wahnvorstellungen, was zur Folge hatte, dass ihn seine Frau verlassen hat und seine Kariere am Ende ist. Dementsprechend arbeitet er als Gebäudereiniger in einer Putzfirma, wo er auf das dort verdiente, wenige Geld angewiesen ist.
Aus diesem Grunde kann er das Angebot eines reichen Kunden auch nicht ablehnen, nach dem normalen, sehr anstrengenden Dienst hinzufahren, und noch ein großes, herrschaftliches Haus zu säubern. Der sadistisch veranlagte Besitzer Henry lässt Cole glauben, er habe dort seine Frau ermordet, und Cole müsse nun die Spuren beseitigen. Oder ist dies doch wieder nur eine seiner üblichen Wahnvorstellungen?

Removal – Einfach aufgewischt ist für ein Debüt solide und sauber inszeniert. Ein stimmiges Gefühl für eine bedrohliche Atmosphäre ziehen den aufmerksamen Zuschauer recht schnell in ihren Bann. Aber um sich zwischen Wahn und Realität des Protagonisten zurechtzufinden, muss man bei der Sache bleiben. Dann jedoch erlebt man einen düsteren und überaus interessanten Genrefilm!

Die Blu-ray aus dem Hause Schröder Media zeigt den düster-atmosphärischen Film in einer guten Bild- und Tonqualität. Der Bonussektor bietet zusätzlich noch den Originaltrailer, eine vier Minuten lange Gag-Reel und eine alternative Szene.

Removal – Einfach aufgewischt ist ein Film, auf den man sich als Zuschauer einlassen muss. Ihn locke nebenher zu schauen ist bei der Geschichte nahezu unmöglich, da man viele kleine Kniffe sowohl über die Atmosphäre und kleinen Story-Details vermittelt bekommt. Die Darsteller können nahezu durch die Bank überzeugen (in einer Nebenrolle sieht man den hervorragenden Elliot Gould), und auch auf technisch- inszenatorischer Seite ist der Film solide, jedoch wäre ein letzter Schliff am Drehbuch nicht verkehrt gewesen, um die ein oder andere Länge auszumerzen.
So ist es im Endeffekt ein unheimlicher, ruhig erzählter aber trotzdem meistens packender Grusel-Thriller mit einigen Plot-Twists, der den Zuschauer an vielen Stellen über Wahn und realistische Wahrnehmung des Hauptcharakters im unklaren lässt. Für Genrefans auf jeden Fall einen Blick wert.

Christian Funke-Smolka