Riddick - Überleben ist seine Rache (Universum© Film)

Riddick – Überleben ist seine Rache (Universum© Film)

Von seinen eigenen Leuten verraten und zum Sterben zurückgelassen findet sich Riddick (Vin Diesel) auf einem von der Sonne verbrannten Planeten wieder, auf dem jegliches Leben erloschen zu sein scheint. Doch schon bald muss er sich gegen aggressive Aliens zur Wehr setzen, die ihn unerbittlich attackieren. Um der aussichtslosen Lage zu entkommen, sendet Riddick ein Notsignal – mit gemischtem Erfolg: zwei Schiffe landen auf dem Planeten und eröffnen die Jagd auf ihn. Das eine transportiert eine Truppe brutaler Kopfgeldjäger. Das andere wird von einem Mann angeführt, dessen MotivationCover, Riddick zu fassen, eine sehr persönliche ist. Doch Riddick, der stärker und gefährlicher geworden ist, als er jemals war, hat seine Feinde genau da, wo er sie sich wünscht. Und wird vom Gejagten zum gnadenlosen Jäger.

Der gefährlichste Schwerverbrecher der Galaxie begibt sich wieder in die Dunkelheit. Mit RIDDICK kehrt Actionstar Vin Diesel („Fast & Furious 6“, „xXx – Triple X“) in die Rolle zurück, die ihn berühmt machte. Für Drehbuch und Regie zeichnet dabei einmal mehr David Twohy („Auf der Flucht“) verantwortlich, der der Saga nach „Pitch Black – Planet der Finsternis“ und „Riddick: Chroniken eines Kriegers“ nun einen so düsteren wie actionreichen Höhepunkt hinzufügt. Neben gewohnt furchterregenden außerirdischen Kreaturen bekommt es der intergalaktische Krieger diesmal u.a. mit WWE-Wrestler Dave Bautista („The Man with the Iron Fists“) zu tun. Karl Urban („Dredd“, „Star Trek Into Darkness“) ist erneut als Necromonger Vaako zu sehen, während die sexy Newcomerinnen Katee Sackhoff („CSI – Den Tätern auf der Spur“) und Antoinette Kalaj („Pirates of the Caribbean – Fremde Gezeiten“) ihre weibliche Power unter Beweis stellen. RIDDICK liefert schweißtreibende Action, die das Dunkel des Kinos noch schwärzer färbt.

Meinung zum Film:

Die Figur des Riddick ist seinem Darsteller Vin Diesel offenbar sehr wichtig, Szene 1war er doch der Hauptinitiator, der diesen Film erst möglich zu machen. Nur seinen Bemühungen und seiner finanziellen Unterstützung ist es zu verdanken, dass Riddick – Überleben ist seine Rache nach dem künstlerischen wie finanziellen Totalausfall „Riddick: Chroniken eines Kriegers“ aus dem Jahr 2004, gedreht werden konnte. Das ändert jedoch nichts an dem Wirrwarr, welches man als interessierter Zuschauer bei der zeitlichen Einordnung der Filmreihe hat. Sollten die damaligen „Chroniken“ den Start einer Trilogie bilden, würde dies bedeuten, dass der hier vorliegende der Mittelteil dieser Trilogie wäre, wenn er denn den Erfolg hätte, dass es noch einen abschließenden Teil geben würde. Ansonsten wäre die Filmreihe mit einem hinzugerechneten, eigentlich eigenständigen Prequel „Pitch Black“ die Trilogie. Es sei denn, man macht aus dem vorliegenden Riddick den neuen Start einer eigenen dreiteiligen Reihe, die dann die besten Aspekte aus beiden vorgenannten Filmen vereint. Es sei denn… Man merkt, hier steckt noch eine Menge Potential für deutlich mehr Verwirrung. Aber dies wird sich wahrscheinlich letztendlich erst dann entscheiden, wenn das finale Einspielergebnis ausgewertet und über einen weiteren Verlauf der Reihe entschieden wird.

Aber zurück zu dem aktuellen Film Riddick – ÜberlSzene 2eben ist seine Rache! Das Herzensprojekt Vin Diesels scheint durch sein Engagement auch auf die restliche Crew abzufärben, denn anders lässt es sich nicht erklären, dass die Beteiligten mit so viel Spaß bei der Sache gewesen zu sein scheinen. Regisseur David Twohy besinnt sich auf die Qualitäten des ersten Teils und fügt ein wenig von den optischen Spielereien des ansonsten eher überfrachteten zweiten Teils mit ein. Heraus kommt ein düsterer B-Film mit einer toughen Hauptfigur, die sich gegen Söldner und Aliens zur Wehr setzen muss. Inhaltlich bleibt der Film auf einem zwar wenig überraschenden aber durchweg soliden Niveau und ist in seiner Geschichte clever genug, Möglichkeiten für eine Fortsetzung zu bieten, ohne durch ein offenes Ende mit vielen losen Fäden zu verärgern. Ein ganz großes Plus sind die Settings und die durchweg geniale, teils unangenehme Atmosphäre. Ungemütlich und dreckig wie in „Pitch Black“, versetzt mit einer ironisch-humorvollen, teSzene 3ils ziemlich bösen Note. Tolle Figuren, eine genretypische B-Movie-Story und großartige Settings lassen auf einen finanziellen Erfolg hoffen, der einen weiteren Film ermöglichen könnte!

Die Blu-ray von Riddick – Überleben ist seine Rache erscheint bei Universum© Film als erweiterter Extended Cut, der insgesamt acht Minuten länger geht als die auch auf der Disc vorhandene Kinoversion. An der Freigabe ab 16 Jahren hat sich durch die Erweiterung jedoch nichts verändert. Bild (2.40:1) und Ton (5.1 DTS-HD Master) sind auf einem extrem guten Niveau und machen mächtig Spaß! Klare, wuchtige und gut ausbalancierte Sounds, eine hohe Bild- und Detailschärfe, tolle Farben und gute Schwarzwerte machen Riddick – Überleben ist seine Rache auf Blu-ray zu einem echten Erlebnis. Der Bonussektor ist zudem mit insgesamt etwas über 50 Minuten informativem Zusatzmaterial ausgestattet. Hier findet der interessierte Zuschauer Interviews und Szenen der Dreharbeiten, Berichte über Regisseur David Twohy, Featurettes über die Figur des Riddick, einen Motion Comic und einiges mehr.

Vin Diesel hat ziemlich viel riskiert, um das Projekt Riddick – Überleben ist seine Rache auf die Beine zu stellen. Herausgekommen ist ein Film, der sich auf seine Wurzel besinnt und wieder mehr vom phänomenal düsteren ersten Teil besitzt. Endzeitfilm, Science Fiction, Monsterhatz, der Film bietet überraschende, actionlastige und temporeiche Unterhaltung mit, trotz des geringeren Budgets gelungenen Effekten und charismatischen Darstellern. Riddick – Überleben ist seine Rache sieht gut aus, ist passend besetzt und bietet neben wilder Action auch das nötige Maß an augenzwinkerndem Humor, der ihn zu einem spannenden und kurzweiligen Film werden lässt, der über seine gesamte Lauflänge zu unterhalten weiß!

Christian Funke-Smolka