„Ripper Street“ - Das große Serien-Finale (Polyband)

„Ripper Street“ – Das große Serien-Finale (Polyband)

Regie:
Daniel Nettheim, Nick Rowland, Ashley Way

Darsteller:
Matthew Macfadyen, Adam Rothenberg, MyAnna Buring

Drake ist tot. Das Trio Reid, Jackson und Susan ist auf der Flucht und versteckt sich in Mimis Theater. Dove hat die Ereignisse nach seinem Gusto umformuliert und lanciert dies in den Zeitungen. Gleichzeitig wird Inspector Shine als Drakes Nachfolger eingesetzt. Shine ist zerfressen von Hass auf Reid und startet die Jagd auf ihn.
Um die Machenschaften ihres Widersachers Dove aufzudecken, versuchen Reid, Jackson und Susan dessen Bruder Nathaniel zu finden. Er scheint die einzige Möglichkeit zu sein, um etwas gegen Dove in der Hand zu haben.

Ripper Street endet im kalten Winter 1899: Unsere Helden kommen an einen Ort, an dem ein dunkles Geheimnis, das sie alle teilen, ans Licht kommt und alles zu zerstören droht, was sie aufgebaut haben…

© Polyband

Meinung zur Veröffentlichung:

Schon die vorangegangene Staffel deutete es an und bereitete den Zuschauer auf ein nahendes Serienfinale vor. Aus diesem Grund ist die finale fünfte Staffel ganz im Zeichen des emotionalen Abschiednehmens.

Die auf einer Idee von Richard Warlow basierende Produktion des BBC und BBC America hatte es anfänglich nicht leicht und erst der Wechsel zu dem zusätzlichen Produzenten Amazon führte zu einer stabilen Produktion, so dass man sich ganz darauf konzentrieren konnte, einen sorgsam konzipierten Handlungsrahmen zu schaffen, der sich kontinuierlich auf das Finale, welches in der Silvesternacht 1899 enden sollte und den Aufbruch in ein neues Jahrtausend darstellt. Sorgfältig werden alle Handlungsstränge der vorangegangenen Staffel aufgenommen und zu einem zufriedenstellenden, aber definitiv nicht fröhlichen Ende gebracht. Erneut besticht die Serie durch eine historisch genaue, bis in das kleinste Detail liebevolle und sehr detaillierte Ausstattung, über der ein permanenter Mantel aus Schwermut und Traurigkeit hängt. Von den hervorragenden und charismatischen Darstellern perfekt zum Leben erweckt, fühlt man sich als Fan der Serie direkt zuhause und trauert dank der dramatischen Ereignisse mit den Figuren. Richard Warlow und seinen Drehbuchautoren gelingt dabei in weiten Teilen das Kunststück, eine Geschichte zu erzählen, ohne die Hauptfiguren der H Division in den Fokus zu stellen. Alte Bekannte tauchen auf, um auch deren Geschichte zu Ende zu erzählen, so dass wir hier einen würdigen, perfekt aufgebauten Abgang erleben dürfen!

 

 

Die finale fünfte Staffel der britischen Serie Ripper Street erscheint bei Polyband auf DVD und Blu-ray. Zur Ansicht lag mir die Blu-ray vor, die die sechs jeweils einstündigen Episoden auf zwei Discs verteilt. Bild (1,78:1/16:9/1080 Full HD) und Ton (Deutsch & Englisch: dts-HD 5.1) sind auf einem qualitativ sehr guten Niveau, glücklicherweise liegen hier die im Vergleich zur TV-Ausstrahlung erweiterten Episodenfassungen vor, die über fünfzig Minuten mehr Material enthalten. Im Bonusbereich befindet sich lediglich eine Programmübersicht.

Mit der hier vorliegenden finalen fünften Staffel endet nach 37 Episoden eine der in meinen Augen interessantesten und atmosphärisch dichtetesten Serien der letzten Jahre. Herausragend gespielt, in den Dialogen geschliffen und in dem den Staffelrahmen überspannenden Handlungsbogen eher einem episch langen Spielfilm gleichend, hat sich Ripper Street mit den bekannten Darstellern einen festen Platz in meinem Serienherzen erspielt. So gut ich es finde, dass man einen festen Zeitpunkt für ein würdiges Ende gefunden hat, so traurig bin ich, dass es nun vorbei ist!

Christian Funke