“Solaris” (FilmConfect Home Entertainment GmbH) +++Rezension & Gewinnspiel+++

“Solaris” (FilmConfect Home Entertainment GmbH) +++Rezension & Gewinnspiel+++

Auf einer Raumstation, die einsam um den mysteriösen Planeten Solaris kreist, gehen merkwürdige Dinge vor sich. Mitglieder der Crew sind zu Tode erschrocken: Menschen, die sie längst verloren glaubten, erscheinen als lebende Phantome vor ihren Augen. Als der Psychologe Chris Kelvin (George Clooney) eintrifft, um den Vorfällen auf den Grund zu gehen, sieht er sich mit einer Macht konfrontiert, die das menschliche Vorstellungsvermögen übersteigt. Sie ist der Schlüssel zu den geheimsten Träumen der Menschheit – oder zu ihren finstersten Albträumen.

© FilmConfect Home Entertainment GmbH

Meinung zur Veröffentlichung:

Auf Wunsch seines Freundes Gibarian (Ulrich Tukur), Astronaut auf einer Forschungsstation, die um den Planeten Solaris kreist, betritt der Psychologe Chris Kelvin (George Clooney) die Station. Doch seine Hilfe kommt zu spät, da sich Gibarian bereits das Leben genommen hat. Die restliche Crew besteht aus zwei psychisch instabilen Astronauten. Schon bald muss der Psychologe feststellen, dass auf der Raumstation nicht alles mit rechten Dingen zugeht, denn offensichtlich vermischen sich Träume mit der Realität und bereits seit Jahren verstorbene Personen erwachen auf der Station durch die Vorstellungskraft der Träume zum Leben…

Regisseur Steven Soderbergh ist mit seinen Filmen seit Jahren eigentlich jedermanns Liebling, da sie in der Regel auf mehreren Ebenen gut funktionieren. Mit Solaris jedoch, basierend auf dem Literaturklassiker von Stanislaw Lem, spaltete er die Zuschauer in zwei Lager. Dabei waren die Bedingungen für ein Remake des im Jahr 1971 von Regisseur Andrei Tarkovsky inszenierten Originals durchaus positiv: Soderbergh schwamm gerade auf einer Erfolgswelle, als Produzent hatte man James Cameron an Bord und der Cast las sich mit George Clooney, Natascha McElhone, Jeremy Davies, Ulrich Tukur und Viola Davis hervorragend. Soderbergh trat, teils mit Pseudonymen, zudem noch als Drehbuchautor, Kameramann und Cutter in Erscheinung, doch letztendlich wollte es ihm nicht gelingen, den Film in eine runde Form zu bringen. Inhaltlich mag man als Fan der literarischen Vorlage kritisieren, dass sich der Regisseur ziemlich weit vom Kernthema des Buches entfernt hat (und entsprechend vom Autor harsche Ablehnung erfuhr) und den Fokus auf die Beziehung des Psychologen und seiner Ehefrau fixierte. So ist diese Reduzierung gleichzeitig Fluch und Segen. Auf der einen Seite kann sich der Film so auf das Zusammenspiel George Clooneys und einer dauerbedröhnt wirkenden Natascha McElhone konzentrieren, so dass wir hier eine bedrückend wirkende, gut gespielte und dramatische Wege gehende Beziehungsentwicklung beobachten können, die in ihrem fragmentarischen Aufbau sich Stück für Stück entwickelt. Doch man merkt die inhaltliche Überforderung Soderberghs mit den philosophischen und psychologischen Passagen der Geschichte, die er hier gerne entweder inhaltlich bewusst überfrachtet und überstilisiert, oder an anderen Stellen schlicht und ergreifend im sande verlaufen lässt. Da er hier keine Stringenz zeigt, entsteht das Gefühl einer inhaltlichen Seifenblase, die bei näherer Betrachtung zerplatzt und letztendlich wenig hinterlässt. Denn die Kernfrage, was einen realen Menschen von den Erinnerungen unterscheidet, die wir von ihm haben, wird lediglich angerissen, jedoch nicht zufriedenstellend verfolgt. Damit kann ich, zumal ich den Rest des Films als optisch und akustisch betörend empfinde, gut umgehen, trotzdem wäre hier etwas mehr Tiefe durchaus möglich gewesen.

 

© Trailer: FOX Heimkino

 

Solaris (Originaltitel: Solaris, USA 2002) erschien bei FilmConfect in unterschiedlichen limitierten Sondereditionen erstmalig auf Blu-ray, hier nun erscheint der Film in der kostengünstigen Amray. Bild (2,35:1/1080p/16:9) und Ton (Deutsch, Englisch & Französisch: dts-HD Master Audio 5.1) befinden sich auf einem qualitativ sehr guten Niveau, im Bonusbereich gibt es neben einem Audiokommentar von Regisseur Steven Soderbergh und Produzent James Cameron ein knapp viertelstündiges HBO-Special, ein 18 Minuten langes Featurette namens „Solaris: Behind the Planet“ und den Trailer.

Mit Solaris präsentiert Regisseur Steven Soderbergh einen ungewöhnlichen Film, dessen eher langatmige, pseudophilosophische und etwas aufgesetzte Erzählung von guten Darstellern, einem wundervollen Score und einer zum Teil traumwandlerischen, stilsicheren Inszenierung ausgeglichen wird. So haben wir einen extrem formschönen, inhaltlich jedoch aufgrund der deutlichen Reduzierung der Romanvorlage leeren Film, der einen mit seiner durchgängigen Melancholie, wenn man sich darauf einzulassen vermag, in seinen Bann zieht.

Gewinnspiel:

Ich freue mich, zum Heimkinostart von „Solaris“

1 x die Blu-ray

verlosen zu können.

Frage:
Was ist euer liebster George Clooney – Film?

Wer mir bis zum 13. November 2018 eine Mail mit dem Betreff „Solaris“ (plus der Anschrift & der Antwort) an:

christian@wewantmedia.de

schickt, das Gewinnspiel freiwillig auf Facebook mit jemandem teilt, dem das auch gefallen könnte und mir, wer mag, noch ein “gefällt mir” auf meiner Facebook – Seite (https://www.facebook.com/wewantmedia) gibt, nimmt an der Verlosung teil!

Bestimmt durch die Reihenfolge der Teilnahme bekommt jeder Teilnehmer eine Nummer zugeordnet, über den oder die Gewinner/in entscheidet ganz unparteiisch und unbestechlich Random.org.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, der/die Gewinner/in wird zeitnah benachrichtigt und unter diesem Post genannt.

Herzlichen Glückwunsch! Der Gewinner steht  fest und wurde per Mail informiert. Die Blu-ray ist auf dem Weg, viel Spaß damit! Allen anderen Teilnehmenden meinen herzlichen Dank für die große Resonanz und viel Glück beim nächsten Gewinnspiel!

Christian Funke